Nur fürs Foto ohne Maske: das Erdinger Bauernmarkt-Team im Stadl mit  Karl Brandl, Resi Pichlmeier, Julia Graf, Marlene Mair, Georg Hartinger, Monika Mayr, , Lorenz Voithenleitner, Christine Heigl, Rosmarie Voglrieder, Sandra und Andreas Mayr (v. l.).
+
Nur fürs Foto ohne Maske: das Erdinger Bauernmarkt-Team im Stadl mit Karl Brandl, Resi Pichlmeier, Julia Graf, Marlene Mair, Georg Hartinger, Monika Mayr, , Lorenz Voithenleitner, Christine Heigl, Rosmarie Voglrieder, Sandra und Andreas Mayr (v. l.).

An der Taufkirchener Straße kehrt allmählich die Normalität zurück – Essen in Pavillons

Der Erdinger Bauernmarkt darf wieder bewirten

Die Corona-Beschränkungen haben auch dem Erdinger Bauernmarkt zugesetzt. Langsam geht es wieder aufwärts. Gäste dürfen bewirtet werden, allerdings nicht im Stadel.

Erding – Starke Einschnitte musste durch die Corona-Lage auch der Erdinger Bauernmarkt hinnehmen, der jeden Freitag am Bauernhausmuseum stattfindet. Über Monate war keine Bewirtung auf dem Gelände erlaubt, jetzt dürfen sich die Besucher die köstlichen Speisen wieder vor Ort schmecken lassen. Der Schritt zurück in die Normalität löste bei den Marktverkäufern und Besuchern große Freude aus.

Obwohl sich das Wetter kühl und regnerisch präsentierte, waren Marktfrauen, Verkäufer und Stammkunden froh, dass sich das Geschehen langsam wieder normalisiert – auch wenn die Bewirtung in Pavillons im Freien stattfand. „Bei der Generalprobe vorige Woche war noch bestes Wetter, da konnten wir im Freien zahlreiche Tische aufstellen“, berichtete Rosmarie Voglrieder aus dem Bauernmarkt-Team.

Im Stadel, in dem normalerweise die Essensgäste auf den Bänken sitzen und essen, sind nur 30 Personen erlaubt, und da zählen die Verkäufer und Kunden am Stand mit. „Da hätten sich nur noch fünf Personen hinsetzen können“, erklärt Voglrieder, deshalb habe man nun Pavillons aufgestellt, um die erforderlichen Abstände zu gewährleisten.

Marktsprecherin Monika Mayr erinnert sich an die letzten Verkaufstermine vor dem Corona-Lockdown: „Da haben die Leute Kuchen und Kartoffeln gekauft, wie wenn es am nächsten Tag nichts mehr gibt“, erzählt sie schmunzelnd. Danach seien viele ältere Kunden weggeblieben, auch die Stimmung habe sich durch den Wegfall der Bewirtung etwas getrübt. „Doch viele Stammkunden haben uns die Treue gehalten“, freut sich Mayr. Dann sei ein Hygienekonzept erstellt worden, das speziell auf den Bauernmarkt zugeschnitten sei und von den Kunden sehr gut angenommen werde. „Auch Oberbürgermeister Max Gotz hat schon vorbeigeschaut und war begeistert, wie gut die Regeln eingehalten werden“, sagt Mayr stolz.

Weniger Kunden hat auch Verkäuferin Christine Heigl während der Corona-Zeit festgestellt, dazu vermisst sie noch einige der Stammkunden, die am Markt ihren regelmäßigen Mittagstreff hatten. „Aber auch neue Kunden sind dazugekommen, die nicht mehr so gern im Supermarkt einkaufen wollen und eher die regionalen Waren suchen“, konstatiert sie.

Georg Hartinger von der Hofkäserei Hodersberg ist erleichtert, dass wieder mehr Kunden kommen. „Am Anfang waren die Leute in Schockstarre, da ist der Umsatz stark eingebrochen, doch jetzt läuft es langsam wieder normal“, erklärt der Käseverkäufer aus der Gemeinde Sankt Wolfgang.

Lassen es sich im Pavillon auf dem Erdinger Bauernmarkt schmecken (v. l.): Tura Kamal, Susanne Nägele, Renate Maier und Peter Rüger genießen das Speisenangebot.

Im Pavillon lassen sich inzwischen die Herrschaften das Speisenangebot munden. „Die berühmte Linsensuppe von der Rosmarie habe ich richtig vermisst“, sagt Peter Rüger. Zusammen mit Susanne Nägele, Tura Kamal und Renate Maier trifft er sich immer freitags beim Bauernmarkt zum Mittagessen auf einen Ratsch, der auch mal bis zum späten Nachmittag dauern kann.

„Der Markt wird richtig belebt, wenn man sich auch hinsetzen kann zum Essen“, findet Renate Maier, die in den vergangenen Monaten nicht viel rausgegangen ist. „Es war so schade, dass wir uns nicht mehr treffen konnten zum gemeinsamen Essen, aber jetzt sind wir gleich gekommen zum Start“, sagt Susanne Nägele.

Was man empfehlen könne? Da geben die vier gleich die ganze Speisekarte wieder: Hendlhaxn, Fisch, Chili, Geflügelfleischpflanzerl mit Kartoffelsalat oder eben die berühmte Linsensuppe, alles sei einfach köstlich und gemeinsam schmeckt es halt noch besser.

Rüger läutet schon die zweite Runde ein und kehrt mit einem Haferl Kaffee und einem Stück Kuchen an den Tisch zurück. So lässt sich’s aushalten, meint die Runde. Auch das Bauernmarkt-Team freut sich über die steigenden Umsätze und die Rückkehr der Kunden, die das Angebot an frischen und regionalen Waren seit Jahren schätzen.

Gerda und Peter Gebel

Auch interessant

Kommentare