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Heizten begeisterten knapp 2000 Fans im Stiftungszelt ein (v. l.): Tobias Loechle, Max Kronseder, Florian Gröninger, Johannes Loechle und Schlagzeuger Felix Ranft. Nicht zu sehen ist Sebastian Kronseder. 

Bierzelt-Konzert von DeSchoWieda 

„Erding, Heimatliebe, schee war’s“

Umjubeltes Heimspiel: Die Erdinger Band DeSchoWieda begeisterte am Donnerstagabend knapp 2000 Fans beim Bierzelt-Konzert auf dem Volksfestplatz.

ErdingScharen von Menschen in Trachtengewand bewegen sich Richtung Volksfestplatz, obwohl das Herbstfest schon vorbei ist. Was ist denn da los? Ganz klar: Die Erdinger Band DeSchoWieda gibt wieder ein Heimspiel. Hatten die Musiker im Vorjahr noch die Stadthalle gefüllt, waren diesmal mit knapp 2000 Besuchern fast doppelt so viele Fans dem Ruf der Lokalmatadoren gefolgt.

In dem zur Konzert-Arena umgebauten Stiftungszelt nutzten viele Fans den bestuhlten Teil zur Stärkung mit Hendl und Getränken, während die Einheizer Sara Brandhuber und der „Oimara vom Tegernsee“ alias Beni Hafner mit ihren frechen Texten das Publikum in Stimmung brachten.

Frenetisch begrüßt, stiegen die sechs schneidigen Burschen von DeSchoWieda gleich voll ein. Textsicher begleiteten die Zuschauer ihre Band bei Songs wie „Hint häher wia vorn“ (das Motto der letztjährigen Tournee) oder „Geh ma moi a Häusl weida“. Das Problem des andauernden Zeitmangels beklagen die Musiker in dem Lied „Koa Zeit für nix“, bei dem Schlagzeuger Felix Ranft für sein Kochlöffel-Solo wahre Begeisterungsstürme erntet.

Für alle, die am nächsten Tag frei haben, gab’s den der Rat „Heid moi ned an moing denga“, den das Publikum lautstark begleitete. Der Sound von „Die ganze Welt geht ab“ ließ dann keinen mehr ruhig stehen, und so wippten Jung und Alt bunt gemischt zum inzwischen unverwechselbaren Mix der bayrischen Mundart-Band.

Zum Titelsong der diesjährigen Tour „So und ned anders“ wurde das Festzelt zum großen Chor, dirigiert von Johannes Loechle mit dem Geigenbogen. Frontsänger Max Kronseder und sein Zwillingsbruder Sebastian an der Gitarre, Tobias Loechle am Bass sowie Florian Gröninger am Akkordeon wurden unterstützt von Schlagzeuger Felix Ranft. Bei „Dirndlfliang“ flogen zwar nicht die Dirndl ins Wasser wie bei der Uraufführung des Liedes in der Therme Erding, aber die Röcke schwangen schon munter im Takt.

Ruhigere Töne stimmten die Musiker bei „Dahoam“ an, das Max Kronseder allen Schulanfängern, besonders aber seinem Sohn Leon, widmete. Dass man daheim ist, wo die Heimatliebe ist, empfanden die Zuschauer wohl auch und sangen wie Leon aus voller Seele mit. Tobias Loechle widmete seinen Song „I nimm di mit“ seiner vor zwei Wochen geborenen Tochter Sophia, die noch nicht beim Konzert dabei war.

Einen großen Dank sprach die Band dem Veranstalter, der Sinnflut Kultur GmbH, aus, denn die beiden Gründer Peter Feller und Börnie Sparakowski hätten sie seit ihrem ersten Konzert auf Sinnflut 2014 auf ihrem Weg begleitet.

Der „Grantler“ und sein weibliches Pendant, die „Zwiderwurz“ , sind in Bayern anscheinend weit verbreitet, und so konnte die Fangemeinde aus vollem Herzen mitsingen. Einen Rat für alle Männer hatte DeSchoWieda dann mit „Sie hod imma recht“ auf Lager: Gib ihr Recht, dann geht’s dir besser! Auch Monika Gruber habe versichert, dies könnte ihr Lieblingslied sein, das mit seiner Aussage das Potenzial zum Welthit habe. Und wem das nicht passt, dem sei angeraten: „Scheiß da nix“, dann feid da nix!

Besonders bei den Cover-Hits „Nimma“ (nach „Timber“ von Pitbull) und „Wos passiert do“ (nach dem Sommerhit „Despacito“ von Luis Fonsi) und dem genialen „Circus Halligalli“ ging auf dem Tanzboden die Post ab. So wunderte es keinen, dass auf die abschließende Frage von Sänger Max Kronseder „Hat’s euch gefallen?“ aus dem begeisterten Publikum ein lautstarkes „Ja“ erscholl. Auch den Musikern hat ihr Heimspiel wieder sichtlich Spaß gemacht, was Max Kronseder mit seinem Fazit zum Ausdruck brachte: „Erding, Heimatliebe, schee war’s“!

Peter Gebel

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