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Fehlt in Erding: eine Kletterhalle. Das Alpenkranzl würde diese sportliche Lücke gerne schließen.

Deutscher Alpenverein 

Bekommt Erding endlich eine Kletterhalle?

Die Sektion Alpenkranzl im Deutschen Alpenverein will eine Kletterhalle in Erding errichten. Als Standort käme die neue Dreifachhalle am Eisstadion in Frage. OB Max Gotz ist aufgeschlossen.

Erding Der Alpenverein in Erding hat ein ganz großes Anliegen, und das wurde in der Hauptversammlung des Alpenkranzls am vergangenen Freitag mit aller Deutlichkeit angesprochen: „Wir haben noch immer keine richtige Klettermöglichkeit in Erding“, so Vorsitzender Hermann Schießl. Er berichtete, dass er einen Antrag gestellt habe, in der geplanten Dreifachhalle neben dem Eisstadion auch eine solche Möglichkeit vorzusehen. „Ich finde, das ist wirklich ein Defizit in der Erdinger Sportlandschaft“, so Schießl, der selbst für die CSU im Stadtrat sitzt. Er erinnerte daran, dass 2020 Klettern sogar olympisch werde.

„Wir haben rundum große Kletterzentren, und die haben erfolgreiche Sportler in Landshut, Freising. Die einzigen, die mit dem Ofenrohr ins Gebirge schauen, sind wir.“ Schießl konnte noch nicht von einer Zusage der Stadt berichten, kündigte aber an: „Wir bleiben dran.“ Am Rande der Versammlung sagte er der Heimatzeitung: „Wir verfolgen das schon sehr lange. Wir haben schon mehrere Anträge gestellt, aber es hat noch nie geklappt.“

Tatsächlich musste Jugendreferentin Katja Bröckl-Bergner für eine Kletter-Aktion mit der Jugend des Vereins nach Freising ausweichen.

Hallenzeiten brauchen auch die Ausgleichssportler des Vereins. Sportreferent Hans Pirsch berichtete von steigenden Aktivitäten auch in der Halle und zeigte sich dankbar dafür, dass die Stadt Erding zusätzliche Kapazitäten bereitstellen wolle. Er meinte aber eben auch: „Ein bisschen mehr geht immer.“

Oberbürgermeister Max Gotz, von der Heimatzeitung auf das Anliegen angesprochen, zeigte sich aufgeschlossen. Er sei darüber bereits im Gespräch mit dem Alpenverein. Auch darüber, welche Eigenleistungen der Verein zu bringen in der Lage sei, werde gesprochen – und zwar gerade im Zusammenhang mit den Überlegungen zu einer Sporthalle hinter dem Eisstadion.

Die Frage einer möglichen Bezuschussung sei, erläuterte Gotz, nicht ganz einfach, „weil mit solchen Anlagen auch Umsätze und Gewinne erwirtschaftet werden“. Gleichwohl könne er sich ein solches Angebot als Ergänzung beim Schulsport sehr gut vorstellen.

KLaus Kuhn

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