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„Da geht’s zum neuen Depot nach Erding“, könnte hier Wolfgang M. Heckl, Generaldirektor des Deutschen Museums in München (l.), Camilo Dornier zurufen. Er ist der Enkel des Flugpioniers Claude Dornier und engagiert sich im Freundeskreis des weltgrößten Technikmuseums.

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„Kulturspeicher Deutschland“ für Erding

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Das Deutsche Museum in München ist nach wie vor stark daran interessiert, in Erding ein großes Depot für seine 100 000 Exponate zu bauen. Generaldirektor Wolfgang M. Heckl ist zuversichtlich, dass demnächst erste öffentliche Gelder bereit stehen könnten.

Erding – Erding dürfte in den nächsten Jahren zu einer Top-Adresse für die naturwissenschaftlich-technische Forschung werden. Das Deutsche Museum in München hält an seinen Plänen für ein großes Depot im Süden der Stadt fest. Generaldirektor Wolfgang M. Heckl spricht vom „Kulturspeicher für naturwissenschaftlich-technische Kultur“. Das sagte der Chef des weltgrößten Technikmuseums in einem Gespräch mit unserer Zeitung, das im Rahmen der Eröffnung der Museums-Lounge am Flughafen München stattfand.

Der Standort steht bereits fest: an der Berghamer Straße in Aufhausen neben dem Rechenzentrum Amadeus. Heckl erklärte: „Sobald uns Bund und Land Gelder zusagen, fangen wir an. Die Pläne sind fertig, wir stehen in den Startlöchern.“

Im Moment ist Geld das größte Problem. „Wir sind auf öffentliche Mittel angewiesen.“ Das gilt laut Heckl derzeit nicht nur für den „Kulturspeicher Deutschland“, sondern auch für die dringend erforderlichen Sanierungen und Restaurierungen auf der Museumsinsel, konkret für die Bibliothek und das Forum der Zukunft (früher: Forum der Technik).

Allein das Erdinger Depot beziffert Heckl mit annähernd 100 Millionen Euro. Der Generaldirektor ist „vorsichtig optimistisch“, dass sich nun etwas bewegen könnte. Ich habe das Thema noch einmal an den damaligen Ministerpräsidenten Horst Seehofer herangetragen. Er hat sich offen gezeigt.“ Heckls Optimismus speist sich auch dadurch, „dass wir noch einmal aufgefordert wurden, einen aktualisierten Finanzierungsplan vorzulegen“. Im Moment sei er „recht zuversichtlich, dass es weitergeht“. Die Pläne stünden „keinesfalls zur Disposition“.

Derzeit verteilt das Deutsche Museum seine Exponate auf ein gutes halbes Dutzend kleinerer Depots. „Wir wollen das zusammenführen“, kündigt Heckl an. Es gehe um über 100 000 Teile, darunter etwa der erste Röntgenapparat. Laut Heckl „repräsentieren sie die naturwissenschaftlich-technische Kulturgeschichte der Welt“. Die Flugzeuge sollen allerdings in der Werft in Oberschleißheim bleiben.

Heckl erklärt, der „Kulturspeicher Deutschland“ sei mehr als ein Depot. „In Erding sollen die Stücke nicht nur gelagert, sondern auch erhalten, restauriert und beforscht werden.“ Erding werde ein bedeutender Forschungsstandort.

Weiter steht Heckl zu dem Versprechen, die Exponate begrenzt auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen – „nicht zuletzt Erdinger Schulklassen“. Das habe er mit Oberbürgermeister Max Gotz vereinbart. Ein Museum werde es aber nicht.

Heckl lobt Gotz und die Stadt für die Unterstützung bei der Ansiedlung des Kulturspeichers. „Erding kommt uns da sehr entgegen, auch bei Realisierung des Baus.“

Heckl kann sich vorstellen, das Depot nicht auf einmal zu bauen, sondern modular. „Dann hätten wir nicht auf einen Schlag den enormen Finanzbedarf“, erklärt er.

Den Nachbarn verspricht er, dass sich der Verkehr zu der Einrichtung in engen Grenzen halten werde. „Da kommen nicht jeden Tag die Lastwagen.“

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