Über 10 000 Euro darf sich Tafel-Vorsitzende Petra Bauernfeind freuen. David Ritter überreichte die Spende, die ihm ein Handwerksmeister der Initiative „Mia hoit ma zam“ zur Verfügung gestellt hatte. Foto: ma
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Über 10 000 Euro darf sich Tafel-Vorsitzende Petra Bauernfeind freuen. David Ritter überreichte die Spende, die ihm ein Handwerksmeister der Initiative „Mia hoit ma zam“ zur Verfügung gestellt hatte.

Initiative „Mia hoit ma zam“ überreicht der Tafel Erding 10 000 Euro

Dicke Spende vom freundlichen Handwerksmeister von nebenan

  • vonMayls Majurani
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10 000 Euro erhält die Tafel Erding von der Initiative „Mia hoit ma zam“. Das Geld stellte ein örtlicher Handwerker zur Verfügung.

Erding – Einen freundlichen Spider-Man in der Nachbarschaft gibt es in Erding nicht. Aber den braucht die Kreisstadt auch gar nicht. Denn sie hat einen „freundlichen Handwerksmeister von nebenan“. Und der unterstützt die Tafel Erding mit ganzen 10 000 Euro.

Wer hinter der Anspielung auf den Superhelden-Comic steht, will Gastronom David Ritter nicht verraten: „Er will anonym bleiben“, sagt er nur. Aber wie es zu dieser großen Spende kam, erzählt der 35-Jährige dann schon: „Seit dem ersten Lockdown jogge ich jeden Tag durch Erding. Da ist mir aufgefallen, wie viele Menschen jedes Mal vor der Lebensmittelausgabe der Tafel stehen.“ Also entschloss er sich, im Herbst eine Veranstaltung in seinem Sommergarten zu organisieren. „Wir wollten den Erlös des ganzen Tages an die Tafel spenden. Das Schicksal kann uns alle mal treffen“, weiß er. „Vielleicht muss ich da auch irgendwann stehen.“

Zu der Veranstaltung kam es aber nicht, trotz zahlreicher Anmeldungen. „Wir hatten fünf Grad, es war absolutes Scheiß-Wetter, und es wurde auch nicht besser.“ Also: absagen, auch wenn es dem Gastronomen schwer fiel. „Dann hat sich ein Handwerksmeister gemeldet, der hatte sich schon für die Veranstaltung angekündigt“, erzählt er weiter. So kam es zur 10 000-Euro-Spende.

Tafel-Vorsitzende Petra Bauernfeind freut sich riesig: „Damit konnten wir unseren Bus abbezahlen.“ Dieser ist, wie mehrmals berichtet, mit einer Kühlanlage ausgestattet. „Das ist wichtig, damit die Lebensmittel auch frisch bleiben, wenn wir sie rumfahren.“ Auf der Motorhaube des Busses steht jetzt: „Mia hoit ma zam“.

Die Initiative hatte Ritter zusammen mit anderen örtlichen Unternehmen gegründet, um lokale Einrichtungen in dieser außergewöhnlichen Zeit zu unterstützen. Beispielsweise wurde im April das Klinikum-Personal in Erding mit 550 Tüten, gefüllt mit Produkten von ortsansässigen Metzgereien, Bäckereien und mehr beliefert. „Wir haben gesagt, dass ab einer Spende von 5000 Euro das Logo auf den Bus kommt“, sagt Bauernfeind. „Und das passt doch perfekt, wenn auf dem Tafel-Bus ,Mia hoit ma zam‘ steht“, ergänzt Ritter.

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