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Die Betrüger setzen falsche 110-Notrufnummern ein.

Die Betrugsfälle häufen sich

Die fiese Masche der Callcenter-Betrüger

  • Hans Moritz
    VonHans Moritz
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Seit Dienstag dieser Woche werden der Polizei vermehrt Betrugsversuche am Telefon gemeldet.

Bislang haben alle potenziellen Opfer richtig reagiert und die Telefonate beendet, sodass noch keine Schäden bekannt sind, berichtet das Polizeipräsidium Oberbayern Nord.

Zwei Maschen aus dem Bereich des Callcenter-Betrugs wenden die Täter an. Oft geben sich Anrufer als falsche Polizeibeamte aus. Dem angerufenen Opfer wird hierbei vorgegaukelt, dass er mit einem Polizeibeamten oder einer Polizeibeamtin spricht und dass in der Nachbarschaft ein Einbruch stattgefunden hätte. Bei festgenommenen Tatverdächtigen sei ein Zettel mit der Anschrift des Angerufenen gefunden worden. In der Folge soll Bargeld oder Schmuck zur Eigentums- bzw. Spurensicherung an einen Abholer ausgehändigt werden.

Die zweite Variante lässt sich mit „Schockanruf“ gut beschreiben. Die Täter tun so, als hätten Verwandte oder enge Freunde eine Straftat begangen oder einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Nur die Zahlung einer hohen Summe könne eine Inhaftierung verhindern.

Die Polizei rät zu erhöhter Wachsamkeit und gibt diese Tipps.

. Die Polizei bittet niemals darum, Bargeld und/oder Wertsachen herauszugeben.

. Unter der Notrufnummer 110 führt die Polizei keine Gespräche. Zur Nachverfolgung sollte nicht die Rückruftaste gedrückt, sondern die Nummer eingegeben werden. Im Zweifel immer an die „echte“ Polizei wenden.

. Niemals sollte man am Telefon Auskunft über finanzielle Verhältnisse geben oder sensible Daten preisgeben.

. Niemals sollte man sich am Telefon von Unbekannten unter Druck setzen lassen, sondern einfach auflegen.

. Fremden sollte man nicht die Tür öffnen und niemals Wertsachen übergeben.

ham

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