Aus Holzbeton sind die Nistkästen, die Harald Woellert, 2. Vorsitzender des Kleingartenvereins Altenerding, in der Anlage in Bergham angebracht hat.
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Aus Holzbeton sind die Nistkästen, die Harald Woellert, 2. Vorsitzender des Kleingartenvereins Altenerding, in der Anlage in Bergham angebracht hat.

Kleingartenverein Altenerding hängt neue Nistkästen auf

Die Meisen können kommen

  • Gabi Zierz
    vonGabi Zierz
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Zehn neue Nistkästen hat der Kleingartenverein Altenerding aufgestellt. Sie sind aus haltbarem, spechtsicherem Holzbeton.

Altenerding/Bergham – Der Kleingartenverein Altenerding putzt seine idyllische Anlage in Bergham heraus. So brachten einige Mitglieder rechtzeitig vor Beginn der Brutzeit neue Nistkästen an und ersetzten damit die Kästen aus Holz, die in die Jahre gekommen waren. Dafür investierte der Vorstand einen Teil des Preisgeldes des Umweltpreises, den die Stadt Erding dem Verein vor einem Jahr verliehen hatte.

Die zehn neuen Nistkästen sind aus haltbarem, spechtsicherem Holzbeton. Einige eignen sich für Kleinmeisen. Hier hat das Einflugloch einen Durchmesser von 2,6 Zentimetern. Die anderen Kästen – Lochdurchmesser 3,2 Zentimeter – bieten größeren Meisenarten Platz.

Da auch viele Pächter in ihren Parzellen Nistkästen hängen haben, sind genügend Brutmöglichkeiten in der Anlage vorhanden.

38 Parzellen stellt der Verein in seiner Anlage in Bergham zur Verfügung. Er hat 90 Mitglieder, Familienmitglieder und Förderer. Wie wichtig diese Gartenbereiche gerade in Corona-Zeiten für die überwiegend älteren Mitglieder sind, betont Vorsitzende Renate Brem: „Wir alle haben den Garten noch nie so intensiv genutzt wie 2020.“ Das Frühjahr sei schon bald recht warm gewesen, so dass es die Mitglieder in die Natur zog.

„Unser Parkplatz war oft so voll, als ob wir eine Veranstaltung hätten. Gerade unsere älteren Pächter haben oft gesagt, dass sie froh sind, nicht in der Wohnung zu versauern oder in überfüllen Grünanlagen spazieren gehen zu müssen“, erzählt Brem. „In unseren Parzellen fühlen wir uns sicher und vereinsamen nicht, da mit genügend Abstand immer ein Gespräch über den Gartenzaun möglich ist.“

Sie und ihre Vorstandskollegen haben den Eindruck, dass die Gemeinschaft und der Zusammenhalt im Verein durch die Pandemie stärker geworden sind. Denn natürlich habe man auch geschaut, wer im Garten ist, und ob man einige Pächter schon länger nicht gesehen habe oder ob Hilfe benötigt werde, sei es bei der Gartenarbeit, bei Einkäufen oder Arztbesuchen, so Brem.

Auch wenn das Sommerfest gestrichen werden musste, die Versammlung des Kleingartenvereins konnte – wenn auch verspätet – stattfinden: im Juni im Freien, unter Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsregeln. (zie)

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