Blumen zum Einstand und Abschied (v. l.): Klinik-Direktor Dr. Dirk Last, die neue Pflegedirektorin Michaela Zylka, ihre Vorgängerin Gertrud Friess-Ott und Landrat Martin Bayerstorfer.
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Blumen zum Einstand und Abschied (v. l.): Klinik-Direktor Dr. Dirk Last, die neue Pflegedirektorin Michaela Zylka, ihre Vorgängerin Gertrud Friess-Ott und Landrat Martin Bayerstorfer.

Pflegedirektorin Gertrud Friess-Ott geht in Ruhestand

Klinikum Erding: Abschied von der Mutter der Pflegeschule

  • Gabi Zierz
    vonGabi Zierz
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Sie hat als Pflegedirektorin am Klinikum Erding viel bewegt. Jetzt geht Gertrud Friess-Ott in Ruhestand. Zum Abschied gab‘s viel Lob und Dank.

Erding – Der Pflegebereich im Klinikum Erding trägt die Handschrift von Gertrud Friess-Ott. Sie hat ihn – unterstützt von Vorstand und Landkreis-Politik – in den vergangenen zwölf Jahren professionalisiert und ausgebaut. Jetzt geht die Pflegedirektorin (61) in Ruhestand, besser gesagt in Altersteilzeit. Am Freitag wurde sie von Landrat Martin Bayerstorfer und Klinik-Vorstand Dr. Dirk Last mit viel Lob und Dank verabschiedet.

Friess-Ott übergibt ein gut bestelltes Feld und arbeitet noch bis Ende November ihre Nachfolgerin ein. Das ist Michaela Zylka (55) aus München, bislang stellvertretende Pflegedirektorin am Klinikum Fürstenfeldbruck. Sie hatte sich für die Nachfolge beworben und war bereits im Juni vom Krankenhausausschuss ausgewählt worden.

Die scheidende Pflegedirektorin bedankte sich „für viele Jahre sehr guter Zusammenarbeit. Es war nie langweilig. Ich durfte viel machen und habe Gehör gefunden“, betonte sie.

Am 1. April 2008 hatte Friess-Ott im damals noch als Kreiskrankenhaus Erding bekannten Klinikum als Pflegedirektorin begonnen und seither zahlreiche Projekte und Umstrukturierungen begleitet. Unter anderem zählte der Landrat die Einführung des Darmzentrums, das Herzkatheterlabor, die Schlaganfallabteilung und die Schmerztherapie auf.

Früh hatte Friess-Ott die Idee zur Gründung einer dreijährigen Krankenpflegeschule, um den eigenen Pflegenachwuchs auszubilden. Ein Schritt, der sich auszahlen sollte und 2018 im Bildungszentrum für Gesundheitsberufe gipfelte, dessen Bedeutung allseits betont wurde. So erklärte Dr. Last, dass die Zahl der Pflegekräfte in den vergangenen fünf Jahren von unter 200 auf 260 Vollzeitstellen aufgestockt worden sei: „Jedes Jahr bleiben mehr als die Hälfte der Absolventinnen und Absolventen am Klinikum. Unser ursprüngliches Ziel wurde damit mehr als erreicht.“

Bayerstorfer betonte: „Ohne diese Schule wäre es unmöglich, die Stellen zu besetzen.“ Er kündigte an, dass die Zahl der Pflegekräfte im Klinikum 2021 weiter aufgestockt werde. Wie wichtig gute Pflege neben der fachlichen Qualifikation sei, unterstrichen Friess-Ott und Bayerstorfer. „Hier kann der Patient jeden Tag beurteilen, ob er sich wohl fühlt“, sagte der Landrat.

Für ihn ist es ein „Riesenglück“, dass die hoch qualifizierte Spitzenstelle durch Michaela Zylka auch künftig gewährleistet ist. Seit 1. November ist die Diplom-Pflegewirtin (FH) im Haus. Für sie ist „das eigene Gesundheitszentrum am Klinikum von unschätzbarem Wert“.

Zylka begann ihre Berufslaufbahn als Krankenpflegerin, war später Intensiv- und Anästhesie-Fachpflegerin in Haar und München. Weitere Stationen führten sie in die Stabsstelle Qualitätsmanagement der Schwesternschaft München vom BRK e.V., wo sie Mitglied im geschäftsführenden Vorstand war. Zuletzt war Zylka, die zwei erwachsene Kinder hat, fünf Jahre lang stellvertretende Pflegedirektorin am Klinikum Fürstenfeldbruck.

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