Vorstand und Aufsichtsrat der fusionierten VR-Bank Erding (vorne, v. l.): Martin Hanslmaier, Vorstandschef Johann Luber, Wolfgang Brandlhuber, Vorstand Josef Kern, Vize Felix Lechner, (Mitte, v. l.) Andreas Winner, Barbara Göschl, Dieter Horneck, (hinten, v. l.) Rudolf Rauch, Vize-Aufsichtsratschef Michael Geser, Hubert Bauer, Aufsichtsratsvorsitzende Mechtild Maurer, Gudrun Mayer und Max Wittmann. Nicht auf dem Bild: Christian Polz.
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Vorstand und Aufsichtsrat der fusionierten VR-Bank Erding (vorne, v. l.): Martin Hanslmaier, Vorstandschef Johann Luber, Wolfgang Brandlhuber, Vorstand Josef Kern, Vize Felix Lechner, (Mitte, v. l.) Andreas Winner, Barbara Göschl, Dieter Horneck, (hinten, v. l.) Rudolf Rauch, Vize-Aufsichtsratschef Michael Geser, Hubert Bauer, Aufsichtsratsvorsitzende Mechtild Maurer, Gudrun Mayer und Max Wittmann. Nicht auf dem Bild: Christian Polz.

VR-Bank Erding und Raiffeisenbank St. Wolfgang besiegeln Fusion – Trotz Corona-Krise erfolgreiches Geschäftsjahr

Die nächste Hochzeit in der Bankenlandschaft

  • Hans Moritz
    VonHans Moritz
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Erding - Die Fusion der VR-Bank Erding und der Raiffeisenbank St. Wolfgang ist besiegelt. Jetzt stimmte auch die Vertreterversammlung der VR-Bank mit 98 Prozent dafür.

Die Konzentration auf dem Bankensektor setzt sich fort, die Zahl eigenständiger Geldhäuser sinkt. Nun ist auch die Fusion der VR-Bank Erding mit der Raiffeisenbank St. Wolfgang-Schwindkirchen in trockenen Tüchern. Die Vertreterversammlung beschloss in der Stadthalle laut Mitteilung mit 98 Prozent die Zusammenlegung. Bereits Ende Mai hatten die St. Wolfganger der Hochzeit zugestimmt.

Vor dem Votum hatte der stellvertretende Vorstandschef der VR-Bank, Josef Kern, die positiven Aspekte für Kunden und Mitglieder anhand der mittlerweile vor vier Jahren erfolgten Fusion mit der damaligen Raiffeisen-Volksbank Isen-Sempt eG hervorgehoben. „Ein Wachstum von mehr als 270 Millionen Euro binnen vier Jahren zeigt, dass wir als Partner oft die erste Wahl sind.“ Eine Einheit werde „große Vorteile für unsere Kundschaft und Teilhaber bringen“. Kern bat um ein möglichst eindeutiges Votum, das er auch bekam. „Beide Bankhäuser werden mit dieser Fusion deutlich leistungsfähiger.“

Die neue Bank bleibt auch nach der Zusammenlegung mit 230 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von 1,5 Milliarden Euro die größte Genossenschaftsbank im Landkreis Erding.

Dem Vorstand der fusionierten Bank werden Johann Luber, Josef Kern und Felix Lechner angehören. Der bisherige stellvertretende Vorstandsvorsitzende der VR-Bank Erding, Friedrich Ziller, und sein Kollege Reinhold Lindner von der Raiffeisenbank St. Wolfgang-Schwindkirchen werden dem zukünftigen Vorstand aus Altersgründen nicht mehr angehören. Lindner wird im nächsten Jahr ausscheiden, Ziller verlässt die Bank bereits Ende Juli 2021 nach 47 Jahren. Er, voriges Jahr mit der Goldenen Ehrennadel des Genossenschaftsverbands Bayern ausgezeichnet, bedankte sich in sehr persönlichen Worten bei Vertretern, Vorstand und Aufsichtsrat – und erhielt langen Applaus.

Wahlen standen beim Aufsichtsrat an. Bestätigt wurden Vorsitzende Mechtild Maurer (Hohenlinden), Andreas Winner (Pastetten) und Max Wittmann (Neuching). Neu bestimmt wurden Martin Hanslmaier (Obertaufkirchen), Barbara Göschl und Wolfgang Brandlhuber (beide St. Wolfgang), die bisher dem Raiba-Kontrollgremium angehört hatten. Neue Mitglieder im Wahlausschuss der Vertreter für das neu hinzugekommene Geschäftsgebiet sind Franz Finger und Günther Drobilitsch

Beim Jahresbericht stand allein die VR-Bank Erding im Fokus. Vorstandschef Johann Luber berichtete den mehr als 100 Vertretern von einer Bilanzsumme von 1,28 Milliarden Euro (+ 9,5 %), Kundenkrediten von 911,4 Millionen Euro (+ 6,6 %) und einem Jahresüberschuss von 2,95 Millionen Euro. Die Überschüsse aus dem Provisionsgeschäft bezifferte er mit 7,9 Millionen Euro. 2,7 Millionen Euro Steuern hat man laut Luber bezahlt, zudem über 65 000 Euro an Spenden verteilt. Sein Fazit: „Wir sind mit Schwung durch das Corona-Jahr gefahren.“ Mit dem Ergebnis könne man sehr zufrieden sein. Er dankte den Mitarbeitern, „die trotz aller Einschränkungen viel geleistet haben und Tag für Tag für unsere Kundschaft da gewesen sind“.

Der Jahresabschluss wurde einstimmig angenommen. Angesichts einer Dividende von vier Prozent dürfte das eine leichte Entscheidung gewesen sein.

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