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Dieter Link: Der dreifach geforderte Schulleiter muss gut delegieren können.

Dieter Link muss für mehrere Kollegen einspringen

Drei Schulen, ein Chef

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Dieter Link dürfte derzeit einer der am stärksten geforderten Schulleiter in ganz Bayern sein. Das sind die Gründe: 

Erding - Seit sieben Jahren leitet er die Berufsschule Erding. Im zweiten Jahr ist er für die Staatliche Berufsschule München-Land verantwortlich, an der Land- und Pferdewirte sowie Hauswirtschafterinnen ausgebildet werden. Zu Schuljahresbeginn kam noch die Erdinger FOS/BOS dazu, nachdem sich beide Leiter Gottfried Wengel und Josef Biro auf andere Stellen wegbeworben hatten. Das war auch so geplant, doch dann hakte es bei der Wiederbesetzung am Irlanger. Bis auf Weiteres ist Link für knapp 1500 Berufsschüler, 1400 junge Leute auf der FOS/BOS sowie 400 angehenden Agrarfachleuten sowie berufsschulpflichtigen Asylbewerber zuständig. Oben drauf kommt noch die Organisation des Festjahrs zum 150-jährigen Bestehen „seiner“ Erdinger Berufsschule

Zu der ungeplanten Vakanz kam es nach den Worten Links, nachdem das Kultusministerium die Stelle Wengels und seines Stellvertreters ausgeschrieben hatte. „Gegen die Vergabe wurde jedoch geklagt, so dass der Vorgang jetzt beim Verwaltungsgericht liegt.“ Niemand könne sagen, wann die FOS/BOS einen neuen Chef bekommt. „Wird der Widerspruch eines Bewerbers abgelehnt, kann es sehr schnell gehen. Es kann aber auch noch einige Monate dauern“, so der Oberstudiendirektor.

Sein Kollege Wengel wollte eigentlich an eine seiner Heimat Schwaben näher liegenden Schule versetzt werden. Doch aus der vom Ministerium geplanten Stelle in Donauwörth wurde nicht. Das schickte ihn kurzfristig als Ministerialbeauftragten nach Straubing. Vize Brio wechselte als Seminarvorstand nach München.

Wie schafft man das, drei Schulen zu leiten? „Man muss sehr gut delegieren können“, sagt Link. Zudem sei er von sehr guten Leuten in allen drei Direktoraten umgeben, so dass er sich sowohl an der FOS/BOS als auch an der Berufsschule München Land so gut wie nicht ums operative Geschäft kümmern müsse. „Aber natürlich ist es schon eine enorme Belastung“, gibt Link zu. Dessen Vorgänger Josef Biller hatte ebenfalls Berufsschule und die – damals noch im Aufbau befindliche – FOS/BOS geleitet.

Immerhin: Entlastung ist in Sicht. Denn wenn Ebersberg seine Berufsschule neu gebaut hat, wird auch der Landkreis München entlastet. Was die FOS/BOS betrifft, hofft Link auf Justitia.

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