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Sprit aus der Steckdose: Wie ein Elektroauto betankt wird, das demonstrieren (v. l.) Stadtwerke-Geschäftsführer Klaus Steiner, Dorfens B ürgermeister Heinz Grundner und VBEW-Geschäftsführer Detlef Fischer.

Drei neue Ladestationen

Ins elektromobile Zeitalter

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Die Stadtwerke Dorfen bauen die Infrastruktur für Elektromobilität auf und aus. Drei Ladesäulen mit jeweils zwei Ladepunkten sind jetzt offiziell ihrer Bestimmung übergeben worden.

Erding– „Auch in Dorfen ist jetzt das elektromobile Zeitalter eröffnet worden“, sagte Klaus Steiner, Geschäftsführer der Stadtwerke Dorfen. Zusammen mit Dorfens Bürgermeister Heinz Grundner, Landrat Martin Bayerstorfer und Detlef Fischer, dem Geschäftsführer des Verbands der Bayerischen Wasser- und Energiewirtschaft (VBEW), nahm er gestern eine Ladesäule in Betrieb.

Die steht beim „Kramer am Kreisel“ an der B 15. Diese sei in Kooperation mit Manfred Singer, dem Eigentümer der „Kramerei“ entstanden. Die anderen beiden Ladesäulen stehen am Bahnhof und bei den Stadtwerken. „Um 7.30 Uhr war schon der erste Kunde da und wollte eine Ladekarte“, erzählte Steiner stolz. Das Prinzip Ladekarte? Die Stadtwerke bieten ihren Kunden zwei Preismodelle an: Mit der Ladekarte können die Elektroautofahrer an über 1000 Ladesäulen in ganz Deutschland Strom tanken. Die Karte gibt es bei den Stadtwerken Dorfen, kostet zehn Euro monatlich und 1,80 Euro je Ladestunde. „Die Rechnung kommt dann von den Stadtwerken“, sagte Steiner. Eine Bezahlung ist auch via Smartphone über den Bezahldienst PayPal möglich.

„Wir müssen neue Wege gehen“, sagte Bürgermeister Grundner. „Wir sind gefordert bei Sachen wie Fernwärme, erneuerbare Energien und Glasfaser.“ Außerdem betonte er, dass die Stadt Dorfen im Bereich erneuerbare Energien im Landkreis eine gewisse Vorreiterrolle habe. „Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt, wo die anderen erst einmal reden.“ Dieses Sprichwort des ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy zitierte Landrat Bayerstorfer und kündigte an: „Ladesäule Nummer vier wird im Bereich des Gymnasiums eröffnet.“

Auf lange Sicht will der Landkreis solche Stationen an allen Schulen errichten. Der Grund für die Entscheidung: Ein Ideenwettbewerb an allen Schulen, wo es um innovative Umweltschutz-Ideen gegangen sei. „Der Landkreis ist strommäßig autark“, sagte der Landrat und sagte: „Die regionale Energieversorgung ist eine Riesenchance für die Zukunft.“

Fischer sagte, er sehe „eine schnelle Entwicklung – auch bei Elektro-Fahrrädern“. Der VBEW-Geschäftsführer war mit einem Tesla vorgefahren, „der eine Reichweite von rund 500 Kilometern hat“. Er gab den Gästen noch mit auf den Weg: „Ein Elektroauto ist umso wirtschaftlicher, je mehr es fährt. Wenn Ihr Auto aber nur in der Garage steht, dann kann ich ihnen einen 7er BMW empfehlen.“

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