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20 Einheiten entstehen in diesen beiden Komplexen an der Reckenbacher Straße in Taufkirchen.

Drei Projekte in Erding und Taufkirchen

85 neue Wohnungen für kleine Geldbeutel

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Kräftiger Anschub für den sozialen Wohnungsbau: Die Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises bringt in Erding und Taufkirchen drei Projekte mit insgesamt 85 Einheiten auf den Markt und investiert dafür 15 Millionen Euro.

Erding - Im Landkreis Erding eine Wohnung zu finden, wird Jahr für Jahr schwieriger. Die Preise steigen kontinuierlich. Vor allem Geringverdiener haben kaum eine Chance, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Nicht nur der Zuzug heizt den Markt an. Auch immer mehr anerkannte Flüchtlinge müssen untergebracht werden. Bei Sozialwohnungen sowie Apartments etwa der Baugenossenschaft Erding sind die Wartelisten lang.

Das letzte große Invest der Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises, der 19 der 26 Städten und Gemeinden angehören, liegt gut zehn Jahre zurück. Damals entstand der Geschosswohnungsbau an der Kreuzung Dachauer Straße/Sigwolfstraße in Erding. Jetzt steht der nächste große Wurf an: In Erding und Taufkirchen sind 85 neue Einheiten im sozialen Wohnungsbau geplant. Es werden nicht nur klassische Sozialwohnungen sein. Die Pläne stellten Wohnungbaugesellschaft-Geschäftsführer Matthias Vögele, Vorsitzender und Landrat Martin Bayerstorfer, Erdings OB Max Gotz und sein Taufkirchener Kollege Franz Hofstetter vor.

An der Reckenbacher Straße unweit des Bezirkskrankenhauses in Taufkirchen sind zwei zweigeschossige Komplexe mit geneigtem Flachdach in Einfachbauweise mit je zehn Einheiten und 30 Pkw-Plätzen vorgesehen. Die Gesamtwohnfläche bezifferte Vögele mit 1218 Quadratmetern. 3,3 Millionen Euro sollen seinen Angaben zufolge dafür ausgegeben werden. Baubeginn könnte im Herbst 2018 sein,

„Das Grundstück hat die Gesellschaft fast unentgeltlich im Erbbaurecht von der Gemeinde erhalten“, so Bayerstorfer, „dafür hat Taufkirchen ein 75-prozentiges Belegungsrecht“. Es sei wichtig, dass sich die Gesellschaft im ganzen Landkreis engagiere.

Hofstetter erklärte, der Bedarf sei groß. Er denke zum einen an Gemeindebürger, aber auch an Flüchtlinge und Menschen aus der Klinik.

In Erding engagiert sich die Wohnungsbaugesellschaft im Neubaugebiet Thermengarten – mit zwei Vorhaben. Laut Vögele entstehen zum einen in drei Gebäuden mit 1928 Quadratmeter Wohnfläche 29 Apartments und 36 Stellplätze für 4,9 Millionen Euro.

Das zweite Paket enthält in vier Häuser mit 2610 Quadratmetern Wohnfläche 36 Einheiten und 64 Parkplätze für rund 6,8 Millionen Euro. Ein Teil des Thermengartens wird auf dem freien Markt verkauft. Zudem wird sich die Baugenossenschaft Erding hier engagieren. Eine Absage erteilte Gotz dem Ansinnen der Grünen-Stadtratsfraktion, dass die Stadt Erding selbst als Investor tätig werden solle. „Als Kommune müssten wir europaweit ausschreiben. Das würde nicht vertretbaren Preisen führen.“ Es werde aber ein Einheimischenmodell geben. Gotz sagte, das Engagement der Kreis-Gesellschaft „ist schon eine Hausnummer“. Und es sei der Beleg, „dass Kommunen schnell handeln können“.

Die Wohnungsbaugesellschaft verzeichnete zuletzt einen Umsatz von 1,088 Millionen Euro Umsatz und einen Gewinn von knapp 34 000 Euro. Derzeit werden 131 Wohnungen und zwei Tiefgaragen bewirtschaftet. Der Leerstand lag 2016 laut Vögele bei unter zwei Prozent.

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