Diskussion um die dritte Startbahn

Seehofer in Attaching - Ticker zum Nachlesen: "Ich will keinen historischen Fehler machen"

  • Anton Hirschfeld
    vonAnton Hirschfeld
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Freising/Flughafen - High Noon in Attaching - Ministerpräsident Horst Seehofer kommt in das von der dritten Startbahn bedrohte Dorf. Hier finden Sie im Live-Ticker die Aussagen aus dem Dialog.

<AKTUALISIEREN>

20.30 Uhr: Jetzt für Sie veröffentlicht: unser Artikel zum Seehofer-Besuch sowie die komplette Video-Chronologie des Ortstermins. Wir verabschieden uns nun in den Feierabend.

17.45 Uhr: Doch noch ein Nachtrag - nämlich die abschließenden Worte von Horst Seehofer, als er gerade nach 90 Minuten Bürgerdialog vor die Tür trat:

Das sagte der Ministerpräsident, als er nach 90 Minuten Dialog mit betroffenen Bürgern aus der Türe kam:(Sorry für die schlechte Tonqualität am Anfang, da kam etwas Fluglärm in die Quere.)

Posted by Freisinger Tagblatt on Donnerstag, 29. Oktober 2015

16.08 Uhr: Das war's. Auch wir verabschieden uns und wünschen einen schönen Abend. Eine letzte Info haben wir noch: Die Polizei schätzt, dass 2000 Menschen da waren.

16.06 Uhr: Binner: "Ich erinnere mich daran, als ich sie kennengelernt habe. Ich habe meine erste Straßenblockade gemacht. Dann kamen Sie auf mich zu und gaben mir die Hand. Sie sagten zu mir: 'Oh, Herr Binner, in Augenhöhe.' Darauf habe ich gesagt: 'Hoffentlich nicht nur körperlich.' Sie haben heute mit uns in Augenhöhe gesprochen und unsere Nöte angehört. Dafür danke ich."

16.05 Uhr: "Ich habe etwas Vergleichbares mit dem Donauausbau gemacht. Da haben viele geglaubt, es ist nur Show für die Öffentlichkeit. Wir haben das dann so entschieden, wie Sie's kennen. Bitte ziehen Sie daraus keine Schlüsse. Ich will nur die Wichtigkeit des Dialogs herausstellen. Danke, alles Gute."

Horst Seehofer in Attaching

Fotostrecke: Horst Seehofer in Attaching

16.03 Uhr: "So einen Eingriff kann man nur verantworten, wenn es wirklich triftige Gründe gibt."

16.00 Uhr: "Die Prognosen von vor zehn Jahren haben wir heute deutlich verfehlt." - "Ich will allen Beteiligten die Chance geben. Gibt es Überlegungen, die ich nicht sehe?" - "Ich will keinen historischen Fehler machen."

15.57 Uhr: "Für mich geht es primär um die Frage: Ist dieses Opfer wirklich notwendig? Kann man das guten Gewissens vor der Bevölkerung hier und in Bayern vertreten?" - "Wir haben heute eine Anzahl an Flugbewegungen, die deutlich unter dem liegt, was wir schon mal hatten. Und zwar nicht zufällig hatten, sondern ziemlich konstant. Mehr als die Hälfte meiner Amtszeit waren wir über 400.000 Flugbewegungen. Derzeit sind wir bei 377.000 bei einer ganz leichten Bewegung nach oben. Mit zwei Start- und Landebahnen hatten wir schon über 430.000 Flugbewegungen, jetzt liegen wir weit darunter." - "Mit den Bewegungen und Zahlen von heute kann man aktuell eine Notwendigkeit der Bahn nicht begründen."

15.55 Uhr: "Die Oberbürgermeister wollten auch selber mit mir reden. Ich dachte mir, gut, das ist eine kleinere Besetzung. Dann waren Bürgermeister  aus fünf Landkreisen da. Das ist der ganze Großraum München. Das zeigt dann doch ein anderes Ausmaß der Betroffenheit."

15.52 Uhr: Seehofer: "Das war alles sehr beeindruckend, mitten aus dem Leben. Es war sehr emotional." - "Dieser Gemeinschaftsgeist, nicht nur die persönliche Betroffenheit, das war alles sehr, sehr beeindruckend. Und dafür danke ich. Der Dekan hat vom Opfer gesprochen. Es gibt manche Dinge in der Politik wie im privaten Leben, die sind notwendig, unvermeidbar und dann muss man sie auch machen. Aber gerade, wenn man von so einem Eingriff, einem Opfer spricht, hat man eine besondere Pflicht, sauber zu prüfen, ob dieses Opfer notwendig ist. Ob es dafür Alternativen gibt. Und ob man es einer Bevölkerung wirklich zumuten muss. Und nur wenn man guten Gewissens zu dem Ergebnis käme, wir brauchen aus Gemeinwohlgründen, den Eingriff in Natur, Landschaft, Landverbrauch, nur dann kann man es verantworten. Und das ist genau meine Linie in den letzten Jahren immer gewesen. Ich habe zuerst gesagt, wir warten ab, bis das Bundesverwaltungsgericht entschieden hat und machen von dem Baurecht nicht Gebrauch."

15.51 Uhr: "Bei uns geht's um Menschen."

15.47 Uhr: "Ein Dorf wie unseres, das es schon 1200 Jahre gibt, is' beim Deife." - Die Einteilung des Dorfes in Zonen sei nur dafür gewesen, um in Attaching Zwietracht zu säen. Die einen bekämen etwas, "die anderen können verrecken". 

15.46 Uhr: "Die dritte Startbahn wäre der Tod meiner Heimat."

15.41 Uhr: "Wir müssen jetzt schon den Lärm und Dreck von so und so vielen tausend Flugzeugen pro Tag aushalten. Für uns würde alles nur noch schlechter werden." - "Mein ganzes Leben ist vom Flughafen beeinflusst worden. Meine Eltern hatten einen Bauernhof - sie mussten verkaufen." - "Meine Mutti und ich standen dabei, als das Haus, in dem ich geboren wurde, dem Erdboden gleich gemacht wurde." Die Erinnerung daran lässt sie weinen.

15.34 Uhr: "Wenn wir weg müssten, gleicht das einer Enteignung. Der Flughafen kann uns nichts bieten." - "Wir wollen nicht weg. Wir wollen nur, dass Sie uns helfen." - "Wir wissen nicht, was in einem Jahr ist, wir haben dauernd diese Belastung. Wir wissen nicht, können wir Geld [in unseren Betrieb] stecken oder nicht. Uns geht es richtig schlecht."

15.30 Uhr: "Ich habe mir gewünscht, dass sich unsere Gemeinde gar nicht mehr mit der dritten Startbahn befassen müsste." - "Die Planungen der Startbahn hat unsere Gemeinde schon sauber durchgebeutelt. Wenn die Bahn gebaut wird, würde die Gemeinde komplett auseinanderfallen."

Einige Zuhörer sind auch in der Sportgaststätte.

15.24 Uhr: "Ich bin hier zur Schule gegangen, habe Freunde kennengelernt und meinen Mann geheiratet. Wir haben zusammen so vieles geschafft. Wir haben uns hier sehr wohlgefühlt." Die Stimme wird brüchig. "Mein Mann ist vor drei Jahren gestorben. So stehe ich jetzt allein im Leben." Die Verwandten sind hier im Raum. "Ich bin nicht ganz alleine und kann jederzeit zu ihnen kommen und Hilfe und Unterstützung erhalten." - "Alle leben und wohnen in Attaching - ich betone, noch." - "Sollte die dritte Startbahn realisiert werden, habe ich große Angst, dass sie wegziehen und ich alleine zurückbleibe. Es wäre ein sterbender Ort." - "Ich kann alle verstehen, die diesen Schritt dann gehen würden. Für mich kommt das nicht in Frage. Wo will man denn alleine neu anfangen? So kann ich aber auch das Grab meines Mannes immer besuchen, auf dem Friedhof mit der schmucken Kirche." 

15.22 Uhr: "Wir sind hier stark verwurzelt und wollen hier nicht weg." - "Wenn einzelne einen Ort verlassen, ist das für Vereine noch tragbar. Wenn aber ein halber Ort in alle Richtungen verstreut wird, können das Vereine nicht auffangen."

15.20 Uhr: Die Lärmbelastung sei nicht tragbar. Gerade nachts würde man mehrfach aus dem Schlaf schrecken. Bei einem Bau der dritten Startbahn würde das noch schlimmer werden.

"Wir brauchen jetzt eine Entscheidung"

15.15 Uhr: "Wir brauchen jetzt eine Entscheidung ohne Wenn und Aber. Damit wir jetzt unsere Zukunft planen können."

15.13 Uhr: Es wird emotional. "Ich möchte für meine Kinder und Eltern da sein. So was kann nur funktionieren, wenn man nah beieinander ist. Für meine Eltern steht fest, sie bleiben in Attaching. Einen verwurzelten Baum verpflanzt man nicht." - "Wir sind am Überlegen, ob wir bei uns nicht ein Haus bauen. Wir trauen uns aber nicht. Wenn wir unsere finanziellen Mittel in Attaching binden, sind wir da. Wir sind nicht im Vertreibungsgebiet und bekommen keinen Ausgleich." - "Es ist seit zehn Jahren eine große Belastung für uns. Können wir hierbleiben? Wie schaut die Zukunft aus? Es geht uns allen sehr nahe in Attaching." Es fließen Tränen. 

15.09 Uhr: "Mit dem Bau der dritten Startbahn ist der Sportbetrieb und das gesellschaftliche Miteinander in der Attachinger Sportgaststätte nicht mehr möglich. Bitte bedenken Sie dies."

15.05 Uhr: "Wir würden die Feuerwehr verlieren."

15.04 Uhr: Entspannte Atmosphäre: "Ab und zu schlafe ich bei meiner Partnerin." - Seehofer: "So." Es hätte nur noch gefehlt: "Mechst ned glaub'n." Gelächter im Raum.

15.01 Uhr: Attaching: "Durch die Trennung Attachings verlieren wir fast die Hälfte unserer Feuerwehrkameraden. "

14.57 Uhr: "Soll der Münchner Norden und Osten das Opfer für mehr Wohlstand bringen?" - "Die Menschen haben ihr Opfer hier bereits erbracht. Und keines auf Zeit - ein Opfer auf Dauer. Soll sich das wiederholen? Die verlorene Natur, der Verlust der Heimat - die unbestreitbaren Auswirkungen des Flugverkehrs aufs Klima. Der Preis für die dritte Bahn ist zu hoch, finde ich." - "Ich bitte Sie, bei Ihrer Entscheidung, die eine Frage mitzubedenken: Dürfen wir alles, was wir können?"

14.55 Uhr: Eine "hörende" Politik wird gefordert. "Wie viel Flughafen verträgt diese Region überhaupt noch?" 

14.49 Uhr: Lichterzeichen: "344 Mal waren wir bisher unterwegs seit neun Jahren. Bisher insgesamt zirka 57.000 Teilnehmer, die rund 48.000 Kilometer zurückgelegt haben." - "Wichtig ist: Wir sind eine andere Form des Widerstands. Wir gehen schweigend, nachdenklich und friedlich."

Video: Die öffentliche Rede Seehofers

"Für mich zählen keine Lobbyisten, nur das Argument." - Horst Seehofers Rede vor dem Sportheim in Attaching. Ticker: http://bit.ly/1RfGPez

Posted by Freisinger Tagblatt on Donnerstag, 29. Oktober 2015

14.45 Uhr: "Ich müsste mir eine neue Heimat suchen. Mein Lebenswerk wäre in gewisser Weise zerstört. So schön wie in meinem eigenen Haus jetzt werde ich es nicht mehr haben." - "Eine dritte Bahn neben uns wäre menschenverachtend."

14.43 Uhr: Es folgt Lerchenfeld.

14.42 Uhr: "Ich habe fünf Jahre in der Einflugschneise von München-Riem gewohnt. Dann bin ich 1981 nach Eittingermoos gezogen. Zwei Bahnen halten wir aus, aber eine dritte geht einfach nicht."

14.40 Uhr: "Wer wird dann überhaupt noch da sein? Momentan werden Feste und Jubiläen gefeiert." - "Es wird in diesem Ort in allen Vereinen zusammengearbeitet. Es ist ein Miteinander. Und es ist eine Wahnsinnsangst da, dieses Miteinander zu verlieren.

14.38 Uhr: "Wir hätten nur noch wenige 100 Meter zum Flughafenzaun und liegen direkt in der Mitte der geplanten Bahn. Damit wären wir dauerhaftem Bodenlärm ausgesetzt."

14.37 Uhr: Die einzelnen Teilnehmer werden vorgestellt. Es folgen Stimmen zum Eittingermoos.

14,34 Uhr: Seehofer: "Schließen Sie aus Fragen von mir nichts auf das Ergebnis."

"Kommt die dritte Startbahn, wird es kein Dorfleben mehr geben"

14.31 Uhr: Aus Lerchenfeld müsste niemand abgesiedelt werden. Seehofer findet "Übernahmegebiet" ist ein schrecklicher Begriff. Zwischenruf: "Nennen wir es Vertreibungsgebiet."

14.29 Uhr: "Hier lebt das, was Dorfgemeinschaft heißt. Kommt die dritte Startbahn, wird es kein Dorfleben mehr geben. Die Gemeinschaft könnte nicht mehr funktionieren." - "Das Thema Überflüge: Wir würden alle zwei Minuten Landeanflüge haben."

Gerade wurden vor dem Sportheim schon Bürger gehört - nun sitzt Horst Seehofer drinnen an einem runden Tisch mit 17 starkbetroffenen Attachingern und Freisingern.

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14.22 Uhr: In der Sportheimgaststätte füllt es sich jetzt. Horst Seehofer wird gleich mit 20 Schwerstbetroffenen sprechen.

14.11 Uhr: Ein anderer: "Wenn ich um halb 6 morgens laufen gehe, höre ich Vögel pfeifen. Um 6 ist es vorbei mit der Ruhe. Da höre ich andere Vögel. Und die brummen.

14.04 Uhr: Gastredner: "Unsere Region verträgt nicht mehr Wachstum." - "Ich habe meinen Kindern beigebracht, dass sie, wenn sie einen Luftballon aufblasen, irgendwann aufhören müssen. Sonst platzt er. Und genauso ist es mit unserer Region."

13.58 Uhr: Es folgen Beiträge von Startbahngegnern, die ihre Argumente vorbringen. Lärm, Schadstoffe - Seehofer hört zu.

13.57 Uhr: 2015 gibt es eine Entscheidung.

13.56 Uhr: "Wenn ich auf die Zahl der aktuellen Flugbewegungen schau, ergibt sich derzeit keine Notwendigkeit der dritten Startbahn."

Seehofer: "Für mich zählt nur das Argument"

13.51 Uhr: Seehofer: "Für mich zählen keine Lobbyisten, sondern nur das Argument."

13.48 Uhr: Freisings OB Tobias Eschenbacher: "Das war ein Empfang, den wir ihnen gerne auch in Zukunft bieten möchten."

13.46 Uhr: Komisch. Vorher donnert alle zwei Minuten ein Flugzeug über den Sportplatz. Jetzt ist es mucksmäuschenstill. Es darf sich jeder sein eigenes Bild machen.

13.41 Uhr: Landrat Hauner bedankt sich bei Seehofer, dass er sein Versprechen gehalten hat. Stadt und Landkreis seien keine Flughafengegner. Der zehnjährige Widerstand sei absolut friedlich und rechtskonform abgelaufen.

13.38 Uhr: Seehofer kommt. 400 Menschen singen die Bayernhymne. Gänsehaut.

13.33 Uhr: Mit einigen Anwohnern hat Horst Seehofer schon gesprochen. Wir sind gespannt.

13.27 Uhr: Landrat Josef Hauner ist vor der Kreistagssitzung doch noch gekommen.

13.26 Uhr: Oder auch nicht.

13.24 Uhr: Aufstellung: Gleich geht's auf.

13.19 Uhr: Aufgemuckt-Sprecher Hartmut Binner: "Wir waren mit Herrn Seehofer am Lärmreferenzpunkt." - "Seehofer war sehr beeindruckt." - "Gfrei mi riesig, wie vui Leut gekommen san. Vergelt's Gott!"

13.13 Uhr: Eine große Gruppe an Polizisten hat soeben das Sportheim verlassen. Alles angerichtet!

In wenigen Minuten wird der Ministerpräsident erwartet. Derweil begrüßt Hartmut Binner von AufgeMUCkt die Menge in Attaching:

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13.08 Uhr: Immer noch kein Ministerpräsident in Sicht. Im Publikum verbreitet sich das Gerücht, dass Seehofer nicht vor 13.30 Uhr kommt. Jetzt teilen die Startbahngegner den Text der Bayernhymne aus.

13.06 Uhr: Fahnen und Schilder en masse: Alle mit der Botschaft, dass Bayern keine Dritte braucht.

Die Gegner warten

13.02 Uhr: Wo bleibt er denn? D'Musi dad spuin!

12.50 Uhr: Angeblich gab's am Sonntag bei Lichterzeichen einen Eiwurf der Startbahn-Befürworter. Eine Dame der Gegner sei getroffen worden.

12.47 Uhr: Es werden immer mehr. Geschätzt sind's jetzt 300 Leute.

Ein paar aktuelle Momentaufnahmen:

Posted by Freisinger Tagblatt on Donnerstag, 29. Oktober 2015

12.44 Uhr: Sicherheitsauflagen! Alle müssen ein Stück zurücktreten. Der abgesperrte Bereich wird vergrößert.

12.34 Uhr: Bisher sind es wohl rund 100 Menschen, die am Attachinger Sportgelände im Nieselregen ausharren.

12.11 Uhr: Die letzten Handgriffe werden getätigt - auch im Dorf. 

Die Vorbereitungen laufen

11.36 Uhr: Bald geht's los. In Kürze melden wir uns live aus Attaching.

10.20 Uhr: In Attaching laufen derweil die Vorbereitungen für den Seehofer-Besuch. Helga Stieglmeier, Grüne Kreis-und Stadträtin und AufgeMUCkt-Sprecherin hat das gerade in einem Foto festgehalten und auf ihrer Facebookseite veröffentlicht. 

9.52 Uhr: Kurzer Schwenk in Richtung "Seehofer holt die CSU aus der GroKo": Unser Kollege Mike Schier hat einen Kommentar verfasst.

Donnerstag, 29. Oktober - 9.22 Uhr: Guten Morgen in die Runde! Jetzt ist der große Tag da: Ministerpräsident Horst Seehofer kommt nach Attaching. Friedlich soll's werden - hinter den Kulissen brodelt es aber.

17.34 Uhr: Das wird's für heute gewesen sein. Morgen ist der große Tag für Attaching gekommen. Wir wünschen einen schönen Abend!

17.30 Uhr: Christian Magerl (Grüne): "In der Sache sage ich nichts, da verweise ich auf meine gesammelten Reden der letzten zehn Jahre." - "Wir führen den Kampf völlig friedlich und im Rahmen aller rechtsstaatlichen Ordnungen." - "Wir werden auch morgen dieses Gespräch in einer freundlichen Atmosphäre gestalten." - "Ich bin dankbar, dass der Antrag zurückgezogen ist. Die Attachinger haben sich stundenlang auf dieses Gespräch vorbereitet."

17.28 Uhr: Florian von Brunn (SPD): "Ich finde es gut, dass wir dem Dialog eine Chance geben." - "Für uns wäre es klar gewesen, wie wir es positionieren." - "Für uns ist der Bürgerwille auch über seine rechtliche Geltungszeit aus bindend." - "Ich will in aller Kürze darauf hinweisen, dass es noch strukturelle Veränderungen geben. Wir erwarten in absehbarer Zeit ein deutlich verbessertes Bahnangebot in Richtung Berlin. Da geht es um fast 15.000 Flüge. Auch das wird sich auswirken."

17.25 Uhr: Huber: "Zum Herrn Kollegen Magerl muss ich sagen"... Christian Magerl im Hintergrund droht: ".... sonst komm' ich noch raus!" - Huber: "Ich habe ja gesagt, dass ich in der Sache nichts sage. Denn wir werden in der Sache selbst bald zu einer Entscheidung kommen." Er nimmt Magerl in die Pflicht, dass er zu einem ordentlichen Gespräch vor Ort in Attaching beitragen möge.

17.23 Uhr: Aussagen von Erwin Huber, CSU, zum Rückzug des Dringlichkeitsantrags: "Ich begrüße sehr, dass der Antrag zurückgezogen. Er ist ja erst gestern eingereicht worden. Das ist wieder ein Beweis, wie durcheinander es bei den Freien Wählern geht." - "Wir stehen dazu, dass der Ministerpräsident diese Gespräche führt. Das wird dazubeitragen, dass zeitnah eine fundierte Entscheidung getroffen werden kann."

17.21 Uhr: MdL Benno Zierer hat gestern offenbar eine Reihe von Anrufen durchgeführt. Heute im Plenum sagte er: "Wir möchten dadurch den Dialog offen halten, den der Herr Ministerpräsident sehr erfolgreich begonnen hat."

17.19 Uhr: Eine Info haben wir noch für euch: Die Freien Wähler haben den Dringlichkeitsantrag zurückgezogen. Sie wollen nicht unnötig Schärfe in die Diskussion bringen, heißt es. 

15.02 Uhr: CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer sagte gegenüber unserer Redaktion in München, dass es in Sachen Startbahn-Entscheidung auf einen Monat hin oder her auch nicht ankomme - und, dass sich die Fraktion allen Argumenten gegenüber offen präsentiere.

14.16 Uhr: Ministerpräsident Horst Seehofer wird sich erst im Dezember entscheiden - der Artikel

10.25 Uhr: Die Freien Wähler wollen heute einen Dringlichkeitsantrag in den Bayerischen Landtag einbringen - Thema: "Entscheidung gegen 3. Startbahn jetzt treffen". Die Staatsregierung wird aufgefordert, Abstand vom Bau einer dritten Start- und Landebahn am Flughafen München zu nehmen. Weiter fordern sie ein gesamtbayerisches Flughafenkonzept, da sich in Bayern mit Nürnberg und Memmingen zwei nicht ausgelastete internationale Verkehrsflughafen befinden.

Mittwoch, 28. Oktober - 9.45 Uhr: Guten Morgen zusammen! Wir starten den Tag mit Erwin Huber - er nimmt in einer Kolumne Stellung zur These "Die dritte Startbahn ist überflüssig".

17.47 Uhr: Am Wochenende gab's in Freising noch einen Lichterzeichen-Marsch gegen die dritte Startbahn. Damit beenden wir den Ticker für den heutigen Tag. Bis morgen!

15.23 Uhr: Die Freisinger Grünen wollen unbedingt Horst Seehofer sehen! Nicht, weil sie so große Fans sind - eher, weil sie dabei sein wollen, wenn ein ganzes Dorf dem Ministerpräsidenten ihre Sicht der Dinge darstellt. Darunter leiden muss der Kreistag. Nur die Mitglieder des Schulausschusses werden bei der Sitzung am Donnerstag um 14.15 Uhr im Landratsamt vor Ort sein. Fraktionschefin Claudia Bosse zeigte sich nicht begeistert davon, dass die Sitzung nicht verschoben wurde. Der gesamte Artikel: Klicken Sie hier.

14.28 Uhr: Vor einer Woche erschien bei uns übrigens ein Kurzinterview mit Erwin Huber

Die Startbahngegner rufen auf Facebook zur großen Teilnahme am Seehofer-Besuch auf.

13.41 Uhr: Florian Post, Münchner Bundestagsabgeordneter der SPD, befürchtet, dass sich die CSU und der Freistaat die dritte Startbahn mit etwas ungewöhnlichen Mitteln sichern wollen. Wie die Abendzeitung berichtet, klafft im Haushalt der Stadt München ein großes Loch, das mit den Einnahmen aus den Flughafen-Anteilsverkäufen der Stadt gestopft werden könnte.

12.37 Uhr: Mittagspause vorbei: Einige Leser melden sich wieder zu Wort - mit verschiedenen Meinungen.

11.36 Uhr: Der Bundesverband der deutschen Tourismuswirtschaft unterstützt den Bau einer dritten Startbahn. "Mit einer Weichenstellung pro Ausbau kann Bayern den Flughafen fit für die Anforderungen der Zukunft machen und seine Rolle als internationales Drehkreuz von Weltformat sichern“, sagte BTW-Präsident Dr. Michael Frenzel dem Portal "Der Mobilitätsmanager".

10.57 Uhr: Hier gibt es weitere Stimmen von Lesern zur dritten Startbahn.

10.01 Uhr: Freisings OB Tobias Eschenbacher befürchtet einen Massenzuzug - wenn die dritte Startbahn am Flughafen München gebaut werden sollte.

9.33 Uhr: Auch einige Bürger aus dem Landkreis meldeten sich zum Thema dritte Startbahn zu Wort: Aktuelle Leserbriefe.

Dienstag, 27. Oktober - 8.40 Uhr: Guten Morgen! Übermorgen kommt Horst Seehofer nach Attaching. Wie schon erwähnt, wird Horst Seehofer wohl kein Pfeifkonzert oder ähnliches erwarten. "Es kann nur sein, dass die Bayernhymne gespielt wird", sagte Aufgemuckt-Sprecher Hartmut Binner im Vorfeld. Das wäre nicht das erste Mal: Im Gerichtssaal 2014 singen die Startbahngegner die Hymne als Protest.

20.41 Uhr: Ein letzter Beitrag für heute: Wer sich noch einmal durch zehn Jahre Widerstand gegen die dritte Startbahn lesen möchte, dem sei dieser Artikel ans Herz gelegt.

16.37 Uhr: Eine Kehrtwende gab es Anfang Oktober, als Horst Seehofer nach den intensiven Gesprächen mit den Startbahngegnern durchblicken ließ, dass er sich die Sache mit der dritten Startbahn am Flughafen München noch mal durch den Kopf gehen lässt.

16.19 Uhr: Ein Empfang, wie ihn Innenminister Joachim Herrmann in Hallbergmoos erfuhr, wird Horst Seehofer wohl nicht erwarten.

Montag, 26. Oktober - 16.05 Uhr: Ab Donnerstag sind Sie in unserem Live-Ticker dabei. In der Zwischenzeit aktualisieren wir den Artikel mit Infos über die dritte Startbahn und die aktuelle Diskussion. 

Hier finden Sie Hartmut Binners Aussagen zum Treffen am Donnerstag.

Allgemeine Informationen

Der Flughafen München gehört mit 51 Prozent mehrheitlich dem Freistaat Bayern. Der Bund hält 26 Prozent, die Stadt München 23 Prozent. Zwei Start- und Landebahnen gibt es am Flughafen München bereits. Sie sind jeweils 4000 Meter lang und 60 Meter breit. Sie liegen parallel im Abstand von 2300 Metern. 

Die geplante dritte Startbahn am Flughafen München soll 4000 Meter lang und 60 Meter breit werden. Die Kapazität der "Dritten" soll 30 Flugbewegungen pro Stunde betragen. Damit wäre eine Gesamtkapazität von 120 Flugbewegungen pro Stunde am Flughafen München denkbar. Die Kosten liegen bei rund 1,2 Mrd. Euro. 

Fakt ist: Die Starts und Landungen am Flughafen München waren 2008 auf einem Höhepunkt von rund 432.000 pro Jahr. 2014 waren es nur noch 376.000. Auf der anderen Seite steht eine kontinuierlich steigende Passagierzahl. Waren es 2008 noch 34,5 Millionen, so stehen 2014 bereits 39,7 Millionen Passagiere in den Büchern. 

Die IHK hat im April Zahlen einer von ihr in Auftrag gegebenen Studie veröffentlicht. So hat die Uniconsult (Universal Transport Consulting) aus Hamburg untersucht, welche wirtschaftlichen Folgen der Ausbau des Flughafen Münchens hätte. Aber auch das Szenario, wenn die dritte Startbahn nicht gebaut werden würde, ließen sie prüfen. Das Ergebnis für Szenario 1: Die Zahl der Beschäftigten soll von 32.000 (2012) bis auf 53.000 (2025) steigen. Dies entspräche einem Plus von 64 Prozent. In Szenario 2, wenn die dritte Startbahn also nicht kommen würde, sei der Zuwachs marginal. Von 32.000 (2012) bis 36.500 (2025) soll die Zahl dann steigen. Die Prognose ist allerdings auf Basis der Zahlen des Münchner Gutachters Intraplan entstanden, die die Startbahn-Gegner massiv anzweifeln. Auch Intraplan selbst hatte bereits eingeräumt, dass sich die Starts und Landungen am Flughafen München nicht wie erwartet entwickeln.

Das ist auch das große Argument, das die Flughafengegner ins Feld führen. Die rückläufigen Zahlen der Flugbewegungen am Flughafen München seien ein klarer Punkt gegen den Bau einer dritten Startbahn. 

Rubriklistenbild: © Forster

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