Einfach abgestellt, statt die Containerleerung abzuwarten wurden diese Glasbehälter an der Wertstoffsammelstelle am Kronthaler Weiher.
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Einfach abgestellt, statt die Containerleerung abzuwarten wurden diese Glasbehälter an der Wertstoffsammelstelle am Kronthaler Weiher.

Landratsamt Erding erweitert die Wertstoffsammelstelle – Leerung zweimal im Monat

Dritter Weißglas-Container am Kronthaler Weiher

  • Gabi Zierz
    vonGabi Zierz
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Erding - Randvolle Glascontainer sind in Erding keine Seltenheit. Besonders Weißglas ist betroffen. Jetzt erweitert das Landratsamt die Wertstoffsammelstelle am Kronthaler Weiher.

Es ist ein Bild, das regelmäßig an Containerplätzen in Erding für Unverständnis sorgt: Neben randvollen Containers stehen Flaschen und Gläser in Reih und Glied. So entledigt sich mancher Bürger seiner Behältnisse, weil er es nicht abwarten kann, bis der Container geleert ist und nicht willens ist, eine andere Sammelstelle anzufahren. Jetzt will das Landratsamt zumindest an der Wertstoffsammelstelle am Kronthaler Weiher – die größte im Stadtgebiet – für Abhilfe sorgen.

Dort werde ein dritter Weißglas-Container aufgestellt, kündigt Behördensprecherin Claudia Fiebrandt-Kirmeyer an. Das wird vor allem Stadtrat Walter Rauscher (CSU) freuen. Er hatte das Problem unlängst im Stadtrat angesprochen und genau darum gebeten. Dem passionierten Wasserwachtler war aufgefallen, dass der Weißglas-Container am Kronthaler Weiher meist wesentlich früher voll ist als der für Grün- oder Braunglas.

Die am Kronthaler Weiher derzeit aufgestellten beiden Container fassen je zwölf Kubikmeter Glas und werden auf Anmeldung etwa zweimal pro Monat entleert. „Dass es hier öfter zu hohen Mengen Weißglas kommt, ist uns seit kurzem bekannt. Deshalb wurde mit dem eingesetzten Unternehmen bereits vereinbart, einen zusätzlichen Container rein für Weißglas aufzustellen. Damit wird die Kapazität dort bis Mitte März um ein Drittel erhöht“, erklärt Fiebrandt-Kirmeyer.

Farblich getrennt werden die Glascontainer im Sammelfahrzeug entleert.

Sie räumt auch mit der weitverbreiteten Mär auf, dass Glas verschiedener Farben im Sammelfahrzeug zusammengeworfen wird. „Die Container sind innen abgetrennt und werden je Glasfarbe einzeln entleert. Die Sammelfahrzeuge sind ebenfalls mit Trennwänden ausgestattet, sodass das Glas farblich getrennt entleert, transportiert und entladen werden kann“, betont sie. Das ist wichtig, denn „Glas ist einer der wenigen Rohstoffe, der bei richtiger farblicher Trennung nahezu unverändert wieder eingeschmolzen und wiederverwendet werden kann“, so Fiebrandt-Kirmeyer. Die Verwertungsquote liege bei knapp 90 Prozent.

Die Entsorgungsfirmen, mit denen der Landkreis zusammenarbeitet, sie sind auch dazu verpflichtet, die Plätze sauber zu halten. Sie müssen also die fein säuberlich neben den Containern abgestellten Flashen und Gläser einzeln einsammeln.

Wie rücksichtslos manche Zeitgenossen sind, sieht man tagtäglich am Straßenrand, auf Gehwegen und in Wiesen. Vor allem in der Nähe von Gewerbegebieten liegt achtlos weggeworfener Müll – auch leere Verpackungen von Fast-Food-Ketten.

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