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Ingrid Müller-Heß Die Leiterin der Stadtbücherei zählt steigende Ausleihzahlen bei eMedien.  

Stadtbücherei Erding 

Der Eberhofer ist der eBook-Renner

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In der Stadtbücherei Erding gibt’s nur gedruckte Werke? Schon lang nicht mehr! Sogar Konsolenspiele sind dort zu haben.

Erding – Die Digitalisierung schreitet immer mehr voran – und macht auch vor der Stadtbücherei Erding nicht Halt. Dort gibt es längst nicht mehr nur gedruckten Lesestoff. Mehr als 2300 DVDs und 7200 Tonträger warten darauf, ausgeliehen zu werden. Highlights bei den CDs waren im vergangenen Jahr die Bravo Hits 2015 und das Album „25“ der britischen Sängerin Adele, weiß Büchereileiterin Ingrid Müller-Heß.

Spiele für die Konsolen Wii, Nintendo und Wii U gehören ebenfalls zum Angebot – auch wenn das Sortiment in dieser Hinsicht mit 118 Exemplaren (Stand: 2016) noch recht überschaubar, aber im Wachsen ist. Immerhin war erst Ende 2015 die Entscheidung gefallen, derartige Spiele anzubieten.

Den wohl größten und vielfältigsten digitalen Bestand bietet die Stadtbücherei jedoch an eMedien – von Hörbüchern bis zu Zeitschriften. „Leo Süd“ heißt der Verbund, über den dieser Service angeboten wird. Gut 34 500 Medien umfasst der Gesamtbestand.

Den Löwenanteil machen mit gut 29 000 Exemplaren die eBooks aus, unter denen rund 21 100 Euro Romane sind. „Das ist der Schwerpunkt des Medienangebots“, erklärt Müller-Heß. Aktuelle Ausleihrenner in dieser Sparte sind die Eberhofer-Krimis „Weißwurstconnection“ und „Leberkäsjunkie“ von Rita Falk. Bei den Zeitschriften haben Stiftung Warentest und Finanztest die Nase vorn.

Ein Vorteil von eBooks ist sicherlich, dass man sie via Internet überall und rund um die Uhr ausleihen kann. Außerdem können keine Mahngebühren entstehen, da ein Buch nach 21 Tagen, eine Zeitung nach einer Stunde und eine Zeitschrift nach einem Tag gesperrt wird. Aktiv zurückgeben muss man sie also nicht.

Wer dennoch nicht auf die Haptik eines gedruckten Buchs verzichten will, der kann aus rund 42 800 Sach- und Kinderbüchern sowie Romanen wählen. Zu den Ausleih-Highlights zählen in dieser Kategorie unter anderem Henning Mankells „Treibsand“, Monika Grubers „Man muss das Kind im Dorf lassen“ und „Gregs Tagebuch – So ein Mist“.

„Die Schwerpunkte unserer Arbeit liegen nach wie vor auf der Leseförderung der Kinder – ob mit normalen Büchern oder mit eBooks“ , sagt Müller-Heß. Dazu finden regelmäßige Vorlesenachmittage, Autorenlesungen und weitere Aktionen statt. Und diese Bemühungen scheinen aufzugehen: Kinder bis zwölf Jahre machten im vergangenen Jahr knapp ein Drittel (1762) der aktiven Leser aus. 988 Personen haben sich neu angemeldet, insgesamt waren 5577 Bücherwürmer aktiv.

Die Stadtbücherei hat 2016 gut 211 600 Entleihungen gezählt – gut 4700 weniger als im Vorjahr (216 300). Dafür sind die Ausleihzahlen bei den eMedien weiter am Steigen – von 27 700 in 2015 auf 33 600 in 2016.

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