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Drehscheibe der Regionalvermarktung ist die Homepage www.echterding.de.

21 Anbieter mit 225 Produkten – Lieferservice und Trägerverein sind nächste Schritte

„echt erding“: Regionalmarke legt zu

  • Hans Moritz
    VonHans Moritz
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 „echt erding“, die regionale Marke des Landkreises, etabliert sich. Neun Monate nach Freischalten der Plattform ist hier eine erkleckliche Zahl an Teilnehmern vertreten.

Darüber informierte Katrin Neueder vom Landratsamt jetzt den Kreistag. Das Logo verwenden ihren Angaben zufolge mittlerweile 21 Anbieter mit 225 Produkten. Hinzu kämen 22 weitere Partner ohne Direktverkauf. „Und wir haben 90 zusätzliche Interessenten“, zog Neueder eine erste Bilanz. Es gebe einen großen Anbieter, der „echt erding“ in Kürze auch in die Supermärkte bringen werde. Namen nannte sie jedoch keine.

Bis März sei die Homepage, Drehscheibe der Regionalmarke, 64 000 Mal aufgerufen worden. Die Facebook-Seite hat über 1100 Follower und sei von ebenso vielen Nutzern mit „Gefällt mir“ geklickt worden.

Aber auch in Printmedien, so Neueder weiter, mache man „echt erding“ bekannt. Im Oktober soll die Marke auf der Nachhaltigkeitsmesse in Erding präsentiert werden.

Im Moment kann der Interessent auf der Internetseite nach Anbietern von regionalen Produkten und Dienstleistungen „made in Erding“ suchen und dort auch bestellen. In der Regel muss er die Waren dann aber selbst abholen. „Für das vierte Quartal planen wir den ersten Auslieferungsservice“, kündigte Neueder an.

Auf der Plattform tummeln sich unterdessen 18 Lebensmittelproduzenten, fünf Obst- und Gemüsebetriebe, vier Produzenten von Fleisch- und Wurstwaren, vier von Eiern, Milch und Molkereiprodukten sowie vier Spezialitätenhersteller, etwa eine Obstbrände-Destillerie.

Auch das Handwerk ist bei „echt erding“ vertreten – vom Bäcker über Dirndlschneiderinnen bis zu einer Wachskerzenmanufaktur. Die Gastronomie ist mit fünf Betrieben vertreten, der Tourismus mit einigen Museen und Hotels sowie einem Reisebüro. Hinzu kommen sieben Dienstleister. Als Energieversorger sind die Stadtwerke Erding und die Gemeindewerke Taufkirchen dabei.

Doch die Plattform enthält nicht nur Anbieter, sondern auch immer mehr Tipps. Neu ist etwa ein Kalender, wann welches Obst und Gemüse Saison hat, um es direkt aus der Region erwerben zu können.

Die Idee der Marke hatte Landrat Martin Bayerstorfer im Herbst 2019 geboren – und sie im Eiltempo durch den Kreistag gepeitscht, was außerhalb der CSU für einiges Stirnrunzeln gesorgt hatte. Der Grund für die Hektik: Bayerstorfer wollte „echt erding“ unbedingt im Januar 2020 auf der Grünen Woche in Berlin, der weltgrößten Ernährungs- und Landwirtschaftsmesse, vorstellen. Das gelang ihm auch.

Danach kam Corona und stoppte erst einmal alle Aktivitäten. Im Kreistag erkundigte sich Florian Geiger (Grüne) nun nach dem Verein, der eigentlich die Marke betreiben und verbreiten soll – und nicht die Kreisverwaltung als Behörde. Bayerstorfer erwiderte, wegen Corona habe man bislang keine Treffen einberufen können. Nachdem nun aber wieder Veranstaltungen erlaubt sind, „werden wir die Vereinsgründung angehen“.

Infos im Internet unter unter www.echterding.de

ham

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