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Geehrte und Gratulanten (v. l.): Vize-Landrat Jakob Schwimmer, Schwindeggs Bürgermeister Karl Dürner, Landrat Martin Bayerstorfer, Taufkirchens Bürgermeister Franz Hofstetter, Christian Pastötter, Fraunbergs Bürgermeister Hans Wiesmaier, Anni Hartl, Lengdorfs Bürgermeisterin Gerlinde Sigl, Anne Karl-Rott, Walpertskirchens Bürgermeister Franz Hörmann, St. Wolfgangs Bürgermeister Ullrich Gaigl, Heidi Bachmayer, TSV-Taufkirchen-Vorsitzender Alwin Ertl, Josef Aigner, Poings Bürgermeister Albert Hingerl, Anton Fuchs und Moosinnings 2. Bürgermeister Manfred Lex.  

Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten

„Vorbilder für unsere Gesellschaft“

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Erding – Ehrenamtliche machen unsere Heimat lebenswert. Sechs von ihnen wurden nun mit dem Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten ausgezeichnet.

Hunderte Menschen im Landkreis engagieren sich für andere. Sechs besonders verdiente Ehrenamtliche erhielten am Mittwoch das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten. Nadeln und Urkunden überreichte Landrat Martin Bayerstorfer. „Das ist eine meiner schönsten Veranstaltungen“, gestand er beim Festakt im Landratsamt. Die Geehrten seien die Engagiertesten unter den Bürgern. „Sie sind Vorbilder für unsere Gesellschaft.“ Von Sport über Verbandsarbeit für Landwirte bis hin zur Kirche – die Ausgezeichneten zeigen, wie breit die Möglichkeiten ehrenamtlichen Engagements sind.

-Josef Aigner trat 1956 dem TSV Taufkirchen bei und ist seither dort in vielen Bereichen tätig. Sein Name ist mit dem Sportabzeichen verbunden: Über 1000 Sportlern hat er die Prüfung abgenommen. 1969 begann er mit dem Aufbau der Leichtathletik-Abteilung. Zudem ist Aigner seit 2012 Vorsitzender der Katholischen Arbeitnehmerbewegung in den Kreisen Erding und Landshut.

- Aus dem gleichen Sportverein kommt Heidi Bachmayer , die sogar schon sechs Jahre länger als Aigner dabei ist und seit 1975 die Hausfrauenriege III leitet. Als es dem TSV schlecht ging, spendete sie zehn Jahre lang ihr Übungsleiterentgelt. „Frau Bachmayer ist ein Vorbild, das auch in schwierigen Zeiten für andere da ist und sich nicht unterkriegen lässt“, würdigte sie Bayerstorfer.

-Anton Fuchs aus Eichenried dürfte der berühmteste Kegler in der Region sein, zumindest in der Kegelkreisrunde Ebersberg-Erding. Seit fast 40 Jahren bekleidet er dort wichtige Funktionen, seit 2011 ist Fuchs wieder einmal Vorsitzender und Spielleiter in Personalunion. Der Eichenrieder hat seinen Anteil daran, dass die Kegelkreisrunde die derzeit größte Formation im Breitenkegelsport in ganz Bayern ist. 737 Sportler sind dort gemeldet, die in 100 Mannschaften in sechs Männer- und drei Frauenligen antreten.

-Anni Hartl aus Walpertskirchen ist eine katholische Laiin, wie sie im Buche steht. Von 1974 bis 2010 gehörte sie dem Pfarrgemeinderat an, von 1990 an als stellvertretende Vorsitzende. Ihr besonderes Augenmerk gilt der Filialkirche in Obergeislbach, deren Renovierung und Erhalt. 1986 gründete Hartl die Katholische Landvolkbewegung Walpertskirchen, der sie seither als Vorsitzende beziehungsweise Stellvertreterin vorsteht. Von 1983 bis 2008 war Hartl Vorstandsmitglied im Verband der landwirtschaftlichen Fachschulbildung (VLF). Bis 2011 engagierte sie sich 20 Jahre als stellvertretende Ortsbäuerin von Matzbach. Bayerstorfer würdigte auch ihr Mandat als CSU-Kreisrätin sowie ihre familiäre Ader. Sie zog vier Kinder groß und war danach für ihre pflegebedürftigen Eltern, den Onkel und den Schwiegervater da.

-Anne Karl-Rott aus St. Wolfgang ist gleichermaßen kirchlich engagiert. 23 Jahre saß sie im Pfarrgemeinderat, davon 20 Jahre als Vorsitzende. Genauso lange betreut Karl-Rott schon Gestaltung und Eigendruck des 14-täglich erscheinenden Pfarrverbandsbriefs. Seit sie sich 1992 zur Wortgottesdienstleiterin ausbilden ließ, ist sie aus dem kirchlichen Leben und kirchlichen Feiern nicht mehr wegzudenken. Bayerstorfer erinnerte auch an das Engagement Karl-Rotts 2012 beim Neubau des Leichenhauses in Großschwindau.

-Christian Pastötter, der in Schwindegg zu Hause ist, wurde weniger für sein seelsorgerisches Wirken als Diakon in den Pfarrverbänden Reichenkirchen-Maria Thalheim und St. Wolfgang-Schwindkirchen-Schönbrunn geehrt, sondern für seine Sorge um die Kirchen in der Gemeinde St. Wolfgang.

Der Landrat lobte, dass Pastötter „alle Kirchen im Pfarrverband als Baudenkmäler hervorragend in Schuss gehalten“ habe. Die Gründung des Vereins Pfarrhof-Freunde St. Wolfgang 2004 geht ebenfalls auf ihn zurück. Mitinitiator war Pastötter zudem beim Förderverein der Wallfahrtfahrtskirche in Maria Thalheim, der in vier Jahren 140 000 Euro an Spenden gesammelt hat. Bayerstorfer würdigte ferner Pastötters Engagement für Familien, die Kinderbetreuung und den dörflichen Zusammenhalt.

Hans Moritz

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