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Tür auf und zugreifen: Petra Bauernfeind, Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe, und OB Max Gotz zeigen, wie einfach der neue Bücherschrank funktioniert.

Angebot der Nachbarschaftshilfe 

Ein Bücherschrank für alle

Erding - Bücher bringen und mitnehmen – rund um die Uhr und kostenlos. Das ermöglicht der neue Bücherschrank vor der Stadtbücherei in Erding.

„Hier ist ein Gesamtkunstwerk entstanden, das hoffentlich nicht so umstritten ist wie manches andere in der Stadt.“ Oberbürgermeister Max Gotz freute sich sichtlich, als er zusammen mit Initiatorin Petra Bauernfeind, Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe, im Hof vor der Stadtbücherei eine neue kulturelle Einrichtung einweihen konnte: den öffentlichen Bücherschrank, auch Bücherkiste genannt.

Was bei uns noch eine neue Idee sei, gehöre zum Beispiel in Norwegen längst zum Bild eines jeden Ortes, erklärte Gotz. „Dort können Bücher zwanglos entnommen und nach dem Lesen wieder zurückgestellt werden. Hier kann ein anonymer Austausch von Büchern stattfinden, für jedermann.“ Er stelle immer wieder fest, so Gotz, dass das Buch trotz fortschreitender Digitalisierung nicht an Bedeutung verloren habe. „Bücher sind gut für die Bildung von Fantasie und Konzentration.“

Für manche Leute seien Bücher zwar nur Dekoration, stellte Bauernfeind fest. Doch hier im neuen Bücherschrank, in dem rund um die Uhr kostenlos Belletristik, Sach- und Kinderbücher zu finden sind, gehe es um mehr als nur um ein schmuckes kleines Bauwerk, „obwohl es sehr gut gelungen ist“. Zwar habe die Nachbarschaftshilfe das Projekt angeschoben, der Dank gelte jedoch vor allem den vielen Sponsoren: Flughafen München GmbH, Stadtwerke, Ingenieurbüro Benesch-Maier aus Moosburg und Lions Club, der zur Eröffnung des Bücherschranks gleich noch einen 500-Euro-Scheck mitbrachte). Die Firma Metallbau Wittmann aus Tittenkofen, die Glaserei Hochholzer aus Erding und die Schreinerei Eibl aus Langengeisling haben den Bücherschrank gebaut – auf einem soliden Fundament, das Mitarbeiter des Bauhofs auf einem städtischen Grundstück betonierten.

Ingrid Müller-Heß, Leiterin der Stadtbücherei, hat zugesagt, den Bücherschrank optisch und inhaltlich im Blick zu behalten. Und so können alle, die hier vorbeikommen, sich von Büchern inspirieren lassen. „Denn“, so Bauernfeind, „vor dem Buch sind schließlich alle gleich“. (Friedbert Holz)

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