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Schwungvoll zogen OB Max Gotz (r.) und Museumsleiter Harald Krause am Tuch, das die Plastik „Flügel“ in der Figurennische des Museums verdeckt hatte. Jetzt ist der Blick frei auf das neue Kunstwerk. 

Museum Erding 

Ein Flügel voller Obhut und Offenheit

Erding – Dem Museum Erding wurde ein Flügel verliehen: So heißt die Plastik des südkoreanischen Künstlers Oh-Seok Kwon, die jetzt feierlich enthüllt wurde.

Der Flügel füllt eine Figurennische an der Außenfassade des ehemaligen Antoniusheimes zur Prielmayerstraße, in dem sich seit 1986 das Museum Erding befindet. 2016 hatte Kwon einen von Stadtbaumeister Sebastian Henrich initiierten und von der Stadt Erding ausgeschriebenen Künstlerwettbewerb gewonnen. Sein Entwurf eines über 1,30 Meter großen aus Aluminium gegossenen Flügels hatte die Jury überzeugt. Die bereits seit den 1980er Jahren leer stehende Nische an der Außenwand des Museums wurde so mit zeitgenössischer Kunst bereichert.

Die zuvor dort platzierte hölzerne „Himmelfahrtsmadonna“ war in keinem besonders guten Zustand mehr und ist aus konservatorischen Gründen in den Innenbereich des Museums umgezogen.

Der Flügel stehe für Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft und sei vor allem aber ein Symbol für Schutz, beschreibt Kwon sein Werk. In der Natur fungiere der Flügel dem Vogel als Mantel, mit dem er seinen Nachwuchs schütze. Ebenso tat es das Gebäude im 19. und 20. Jahrhundert, als es noch ein Kindergarten gewesen sei. Die Geste der Madonna zeige Geborgenheit, Obhut und Offenheit. Dies solle auch sein neues Werk tun, so der Künstler.

Der gebürtige Südkoreaner hat seine Plastik aus Gips und Ton gefertigt und das Modell in Aluminium gießen lassen. Der 47-Jährige hat in Seoul und München Bildhauerei studiert und seine Arbeiten bei über zehn eigenen Ausstellungen und weiteren 30 Gemeinschaftsausstellungen präsentiert. Weil der Künstler mit Verspätung eintraf, enthüllten Oberbürgermeister Max Gotz und Museumsleiter Harald Krause die Plastik gemeinsam. „Es ist ein außerordentlich interessantes Werk. Klein, aber beachtlich“, sagte Gotz. Mit der Aufstellung der zeitgenössischen Arbeit in historischer Fassade habe die Stadt Mut bewiesen.

Die Feierstunde wurde musikalisch von Samuel Pfanzelt (Saxofon) und Quirin Vogel (Klavier) aufgewertet.   (Peter Bauersachs)

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