Freut sich auf den Kirchentag in Erding: Stadtpfarrer Martin Garmaier.

1. Ökumenischer Kirchentag Erding 

Ein großes Fest der Begegnung

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Erding - „Suchet der Stadt Bestes“ – dieses Bibelzitat ist das Motto des ersten Ökumenischen Kirchentags, der in Erding vom 15. bis 17. September gefeiert wird. Die christlichen Gemeinden bitten zum Fest der Begegnung.

Gemeinsam Kirche erleben, gemeinsam feiern: Das will der Ökumenische Kirchentag in Erding erreichen. Dazu arbeiten viele Ehrenamtliche aus den christlichen Gemeinden seit Monaten an einem abwechslungsreichen Programm. Das schließt eine Budenmeile an der Langen Zeile ebenso ein wie eine Podiumsdiskussion, ein Konzert, Gottesdienste, eine Kinderbibelwoche, Workshops und ein Bühnenprogramm auf dem Schrannenplatz. Auch hoher Besuch wird erwartet: So kommen die evangelische Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, Weihbischof Bernhard Haßlberger und Marcel Huber, Leister der Bayerischen Staatskanzlei.

Das Ziel des Kirchentags beschreibt Stadtpfarrer Martin Garmaier so: „Es soll zum Ausdruck kommen, dass christliche Kirchen miteinander ihren Platz in der Gesellschaft haben.“ Für ihn ist wichtig, „das zu sehen, was uns verbindet, und das ist der christliche Glaube“. Fast 18 000 Katholiken leben in der Stadt Erding, Protestanten sind es an die 10 000. Die Ökumene laufe sehr gut, betont Garmaier. Zeichen dafür sind der ökumenische Arbeitskreis, der monatlich Veranstaltungen anbietet und der ökumenische Neujahrsempfang.

Beim Kirchentag vom 15. bis 17. September engagieren sich die katholischen Pfarrverbände Erding-Langengeisling und Altenerding-Klettham, die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde, die Neuapostolische Kirche Erding und die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Erding. Außerdem sind Organisationen mit christlichem Hintergrund wie Pax Christi, Caritas, Nachbarschaftshilfe, Pfadfinder, Kolping, KFD, Katholisches Bildungswerk, Malteser, der Weltladen, Hospizverein oder der Kreiskatholikenrat mit Infoständen vertreten oder öffnen ihre Räumlichkeiten in der Stadt. Die Idee zu dieser Großveranstaltung hatten Andrea Jarmurskewitz und Karin Kreutzarek. Anlass ist das Luther-Jahr, das ganz im Zeichen von 500 Jahre Reformation steht.

„Der christliche Glaube trägt zum Miteinander in den Gemeinden bei“, betont Garmaier. „Wir müssen als Kirche dort sein, wo die Leute sind.“ Und: „Die Kirche muss Antworten geben auf Fragen, die gestellt sind, nicht auf Fragen, die niemanden interessieren.“

Dazu bietet sich beim Ökumenischen Kirchentag die Chance. „Religion – Polarisierung der Gesellschaft oder Hilfe zur Integration“ ist das Thema der Podiumsdiskussion am Samstag, 16. September, von 16 bis 18 Uhr in der Mädchenrealschule Heilig Blut, Gesprächsgäste sind unter anderem Weihbischof Haßlberger, Marcel Huber, die ehemalige SPD-Landtagsabgeordnete Hildegard Kronawitter, Georgios Vlantis für die orthodoxe Kirche und ein Vertreter des Islam.

Auf dem Schrannenplatz gibt’s den ganzen Samstag über ein buntes Bühnenprogramm. Die Moderation haben Thomas Hautz und Johannes Kißler, Religionslehrer an der Mädchenrealschule Heilig Blut, übernommen. Es spielen verschiedene Bands, es gibt einen Poetry Slam, ein Impro-Theater, einen Chorauftritt und eine Modenschau.

An Grundschüler richtet sich der Kinderbibeltag in St. Vinzenz am 16. September. Unter dem Motto „Mirjam schlägt auf die Pauke“ können 120 Kinder die biblische Geschichte vom Auszug aus Ägypten und der Rettung der Israeliten durch Gott erleben. Und für die Jugend sind im evangelischen Gemeindezentrum in Altenerding Aktionen mit Regionalbischöfin Breit-Kessler geplant.

Feierlich eröffnet wird der Kirchentag mit einem Festkonzert am Freitag, 15. September, um 20 Uhr in der Stadtpfarrkirche St. Johannes. Dort singen und spielen der Chor und das Orchester der Neuapostolischen Kirche Werke von Mozart, Schostakovitsch und Bach. Der Eintritt ist frei.

Helfer gesucht: Wer sich beim Ökumenischen Kirchentag engagieren will, meldet sich beim evangelischen Pfarrer Roland Fritsch, Tel. (0 81 22) 9 99 80 90, E-Mail an roland-fritsch@ev-kirche-erding.de oder Internet: www.oekumenischer-kirchentag-erding.de.

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