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Für beste Simmung in der Stadthalle sorgte die heimische Band DeSchoWieda

Deschowieda in der Stadthalle

Ein Hoch auf das bayerische Lebensgefühl

Bis aus Österreich pilgerten die Fans von DeSchoWieda in die Stadthalle, um mit der Erdinger Band zu feiern. Auch das dritte Heimspiel war im Nu ausverkauft.

Erding – „Jetzt wird es hint häher wia vorn“, dachte sich wohl manch Erdinger, als am Samstagabend scharenweise junge Leute in Dirndl und Lederhosen Richtung Stadthalle zogen. Anlass war das dritte Heimspiel der Erdinger Band DeSchoWieda.

Obwohl die Stadthalle „mit 1000 Besuchern an ihre Kapazitätsgrenzen gegangen ist“, wie Stadthallen-Chefin Jutta Kistner berichtete, konnten bei weitem nicht alle Ticketanfragen erfüllt werden. Das Konzert der Tournee „Hint häher wia vorn“ war seit Wochen ausverkauft.

Gut eingestimmt durch das Gitarren-Duo Muntermonika aus Thierhaupten empfing das Publikum die Youtube-Stars von DeSchoWieda mit Begeisterung. „Die ganze Welt geht ab“ lautete die Devise und brachte die Menge in Bewegung. Die Lokalmatadoren Max Josef Kronseder, Tobias Reinhard und Johannes Benedikt Loechle sowie der Schlagzeuger Felix Ranft treffen mit Lebensweisheiten wie „Scheiß da nix, dann feit da nix“ oder „Wenn i woit, dann kannt i“ das bayerische Lebensgefühl auf den Punkt. Dass die Zuschauer da „Heid moi ned an moing denga“, versteht sich von selbst.

Eine Umfrage der Musiker im Publikum zeigte, dass die Band weit über den Erdinger Raum hinaus bekannt ist. Nicht wenige Fans waren aus Österreich angereist. Über Youtube hat die Band eine riesige Fangemeinde. Die Clips wurden dort über 25 Millionen Mal angeklickt. Einen eigenen Chor kann sich die Gruppe auch sparen, denn die Fans waren bei den eingängigen Texten sofort dabei und unterstützten die Musiker lautstark. Die Aufforderung „Lach amoi“ befolgten die Besucher gern, als verschiedene bayerische Typen vorgestellt wurden wie der Gschaftlhuba oder der Lederhosengangster. Frenetisch begrüßt wurde der im wirklichen Leben gar nicht so beliebte „Grantler“, der hier die Stadthalle zum Kochen brachte. Abtanzen, Schunkeln und Mitsingen – die Stimmung erreichte den Höhepunkt, so dass keiner dem Liedtext „Gehma moi a Häusl weida“ folgte. Dieser Song wurde gecovert nach dem Lied „Wannabe“ von den Spice Girls und könnte dem bisherigen Favoriten „Nimma“ (nach dem Song „Timber“ von Pitbull) vielleicht schon bald den Rang ablaufen.

DeSchoWieda in der Erdinger Stadthalle: Bilder

Special-Guest Sebastian Kronseder, der Zwillingsbruder von Sänger Max, bereicherte das Konzert mit seinem Song „Easyrider“. Die Wurzeln der hervorragenden musikalischen Ausbildung der Bandmitglieder wurden in der Kreismusikschule Erding gelegt. Munter wechselten sie zwischen den unterschiedlichen Instrumenten. Frontmann und Sänger Max Kronseder bewies sowohl an der Gitarre als auch mit der Mundharmonika sein Können. Johannes Loechle begeisterte mit Tuba und Trompete und überzeugte auch mit der Geige. Tobias Loechle legte zeitweise die virtuos gespielte Ziehharmonika beiseite und griff zum Kontrabass.

Begeisterungsstürme löste das Kochlöffel-Solo von Schlagzeuger Felix aus, bei dem einem schon beim Zuschauen schwindlig wurde. Atemberaubendes Tempo und Spielfreude riss die Menge auch beim „Circus Halligalli“ mit in die Welt der Balkan-Zigeunermusik. Zu einer Zugabe ließen sich die Musiker nicht lange bitten, und so gab es am Ende nach dem letzten „Servus Habedehre“ nur glückliche Gesichter.

Auf die Bandmitgliedern warteten die meist weiblichen Fans nach dem Konzert nicht umsonst, denn die Burschen nahmen sich viel Zeit für Autogramme und Fotos.

Der Praxistest mit den neuen Songs gelang auf jeden Fall. Diese werden auf einem Album, das im Frühjahr 2018 erscheinen soll, zu hören sein. Kommentar von Max Kronseder zum Konzert: „Drittes Heimspiel, drittes Mal ausverkauft, und die komplette Halle singt unsere Lieder – das höchste der Gefühle für einen Musiker! Und wenn Dich treue Wegbegleiter und die ganze Familie im Publikum anstrahlen, geht das noch mehr unter die Haut!“ (Peter Gebel)

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