Großartig war der Wiener Walzer, den Max Thalhammer und Tabea Czapek zeigten. Das Prinzenpaar wurde mit großem Applaus belohnt.
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Großartig war der Wiener Walzer, den Max Thalhammer und Tabea Czapek zeigten. Das Prinzenpaar wurde mit großem Applaus belohnt.
Schwungvoll und sehr synchron präsentierte sich die Prinzengarde der Narrhalla. Sie tanzte zu „Kalinka“, „Dschingis Khan“ und „Moskau“.
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Schwungvoll und sehr synchron präsentierte sich die Prinzengarde der Narrhalla. Sie tanzte zu „Kalinka“, „Dschingis Khan“ und „Moskau“.
Gelungen: Eingerahmt vom Brücken-Heiligen Nepomuk (l./Steffen Schadt) und der Glocke (r./Karl Schmid) lieferten sich OB Max Gotz (Alex Genstorfer) und Landrat Martin Bayerstorfer (Dieter Jäckel) im Sketch einen verbalen Schlagabtausch. Dafür gab es großen Applaus.
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Gelungen: Eingerahmt vom Brücken-Heiligen Nepomuk (l./Steffen Schadt) und der Glocke (r./Karl Schmid) lieferten sich OB Max Gotz (Alex Genstorfer) und Landrat Martin Bayerstorfer (Dieter Jäckel) im Sketch einen verbalen Schlagabtausch. Dafür gab es großen Applaus.
Witzig: Coco-Valentina Angermaier und Jakob Bieber bei ihrer Kinderprinzenrede.
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Witzig: Coco-Valentina Angermaier und Jakob Bieber bei ihrer Kinderprinzenrede.

Galaball der Narrhalla Erding 

Ein Streitgespräch und viel zu lachen

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Erding - Charmant, frech und äußerst unterhaltsam: So präsentierte sich die Narrhalla Erding bei ihrem traditionsreichen Galaball. Vor allem der Sketch mit einem fiktiven Streitgespräch zwischen Landrat und Oberbürgermeister hatte es in sich.

Es ist DER Schwarz-Weiß-Ball in Erding schlechthin. Mit dem Galaball in der stets ausverkauften Stadthalle wird im Januar die Faschingszeit in der Großen Kreisstadt eingeläutet. Und Jahr für Jahr macht sich die Narrhalla viel Mühe, um ihre Gäste mit einem abwechslungsreichen Programm zu unterhalten. Das ist ihr am Samstagabend hervorragend gelungen. Da fiel es gar nicht groß auf, dass sich die Jungelfer heuer eine gesangliche Auszeit verordnet hatten.

Die Ballbesucher – viele Damen kamen in wunderschönen festlichen Roben, die Herren in Smoking oder Anzug – waren bester Stimmung. Dazu trug auch die Band Emzwo bei, die sie mit vielen Oldies und Evergreens immer wieder auf die Tanzfläche lockte. Später feierten vor allem die jungen Gäste an der Bar bei DJ-Musik munter weiter.

Bezaubernde  Prinzenpaare

Für die ersten Lacher sorgte das Kinderprinzenpaar. Coco-Valentina I. von Glitter und Glimmer und Jakob I. der Trommelwirbel hatten ihre Rede gekonnt einstudiert und wiesen darin auch auf ihre närrischen Wurzeln hin. Schließlich ist Coco-Valentinas Vater kein Geringerer als Narrhalla-Präsident Stefan Neumaier. Und ihre Mutter Sandra Angermaier? „Die war mal Prinzessin, genauso wie ich, dann hat sie sich den Präsi gekrallt und dann gab’s mich“, erzählte die Siebenjährige in ihrem bezaubernden rot-weißen Ballkleid und mit Diadem im Haar strahlend. „Das ist ja fast so wie bei mir“, sagte Jakob. „Mein Papa ist auch ein Narrhalla-Urgetier, hat sich dann ein Gardemädel geschnappt und ziemlich schnell hat’s auch mit mir geklappt.“ Bei ihrem Tanz zur Melodie aus dem Filmklassiker „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ schunkelten die Ballbesucher gerne mit.

Wie man Wiener Walzer perfekt tanzt, das zeigten Prinzessin Tabea I. von HipHop und Fagott und Prinz Max III. von Taktstock und Touchdown. Die beiden 24-Jährigen sind seit dreieinhalb Jahren ein Paar – und sie haben das Gold-Abzeichen im Gesellschaftstanz. Taktvoll und raumgreifend führte Max Thalhammer seine Prinzessin, die eine reich verzierte goldene Robe trug, übers Parkett. Als Zugabe folgte ein West Coast Swing.

Ihre Prinzenrede hatten die beiden Tollitäten zuvor etwas unkonventionell mit einem Bier in der Hand begonnen, schließlich wollten sie unbedingt die Bierquote von über 30 Prozent erfüllen, „sonst werdns den Ball wia’s Leonardos schließen“. Die Gefahr bestand den ganzen Abend über nicht, denn „die Narrhalla ist mehr als bierrelevant“, wie Tabea feststellte.

Der Baustellenwahn in Erding und die Schließung des Mayr-Wirts ohne konkrete Pläne für die künftige Nutzung des Areals („Im nächsten Jahr werd sich do nix rian, im Wahljahr kannt ma sich ja d’Händ vabrian“) thematisierte das Prinzenpaar ebenfalls. Die fehlenden Sanitärräume für die Footballer der Erding Bulls, deren Quarterback er ist, kommentierte der Prinz so: „Sejbst zum Bieseln miassma in d’Buschn.“

Auch Landrat Martin Bayerstorfer bekam als Klinik-Regent sein Fett weg. „Die Geburten liegen in des Landrats Hand. Und bei oam samma froh und des is gwiss, dass er ned a no für d’Zeugung verantwortlich is.“

Tänzerische Glanzpunkte setzten anschließend die schwungvolle Prinzengarde und Funkenmariechen Annalena Hennig. Der 16-jährige Wirbelwind aus Eichenried beeindruckte einmal mehr mit ihrem akrobatischen Auftritt. Das Lieselotten-Männerballet beschloss die tänzerischen Einlagen kurz vor Mitternacht mit einem Rock’n’Roll.

Mister Großgotz  und der Klinik-Regent

Frech war der Narrhalla-Sketch, der den Titel „Brücken bauen“ trug und vor der Baustelle der Freisinger Brücke spielte, deren Eröffnungsfeier zum wiederholten Male abgesagt worden war. Warum? „Der Brandschutz find hoid sogar bei unserer Betonbrücke was“, klärte der Heilige Nepomuk (Steffen Schadt) die Ballbesucher auf. Flankiert von ihm und der Glocke (Karl Gschmei Schmid) begeisterte beim Sketch vor allem Alex Genstorfer als OB Max Gotz, der einen Video-Blog aufnehmen wollte, doch die Kamera streikte. Dafür kam er sich verbal mit dem Landrat (Dieter Jäckel) in die Haare. „Mister Großgotz“ warf dem „Odlfasslschiaba vom Hoizland“ vor, es sechs Monate lang geschafft zu haben, „dass koa gebürtiger Erdinger mehr auf d’Welt kemma is. Du woitadst uns doch aussterbn lassen“.

Der Kreischef hielt dagegen, die Stadtpark-Sanierung sei „eher a Rodung“, sprach von „Ampel-Wahnsinn“ und meinte, „unsinnige Kreisverkehre, nutzlose Radlspuren und Straßenverengungen“ brauche kein Mensch. Erst als der Zeitungsreporter dazu kam, verstanden sich beide wieder bestens („Zwischen uns passt kein Blatt“).

Auch Ulrike Scharf, die nicht unter den Ballbesuchern war, dürften die Ohren geklungen haben. Ihr Double Siegi Ippisch erschien in Sträflingskleidung auf der Bühne, „weil i nix gegen die Luftverschmutzung in den Großstädten do hab“.

Und über allem schwebte das BRK, das mittlerweile alles mache – natürlich auch den Erbseneintopf für die Brücken-Eröffnung. „Am End hams de Bruck aa no baut“, wurde gar fabuliert.

Reiherorden-Sitzung: Das komplette Narrhalla-Programm mit allen Garden und zusätzlichen Schmankerln ist am Samstag, 3. Februar, um 20 Uhr in der Stadthalle zu erleben. Bei der kostümierten Reiherorden-Sitzung wird der Münchner Pfarrer Rainer Maria Schießler ausgezeichnet. Karten gibt es für 30 Euro im Vorverkauf der Stadthalle unter Tel. (0 81 22) 99 07-12.

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