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Erding: Zwei Mittelschüler schnuppern im Gewandhaus ins Berufsleben hinein

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Von: Lea Warmedinger

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Freuten sich über den ersten Projekttag (v. l.): Stefanie O’Murnain (Leitung Dekoration und visuelles Merchandising), Maximilian Niedermair (Abteilungsleitung Sport), Praktikant Leon Pawelczyk und Geschäftsführer Leopold Gruber.
Freuten sich über den ersten Projekttag (v. l.): Stefanie O’Murnain (Leitung Dekoration und visuelles Merchandising), Maximilian Niedermair (Abteilungsleitung Sport), Praktikant Leon Pawelczyk und Geschäftsführer Leopold Gruber. © Lea Warmedinger

Jessica Waltsgott und Leon Pawelcyk nahmen am Projekt „Ein Tag Azubi“ teil. Sie absolvierten ein eintägiges Praktikum beim Gewandhaus Gruber als Gestalterin für visuelles Marketing und Einzelhandelskaufmann.

Erding – Ein Schaufenster weihnachtlich dekorieren und Kunden beraten: Das durften Jessica Waltsgott und Leon Pawelczyk im Gewandhaus Gruber. Die beiden Schüler nahmen am Projekt „Ein Tag Azubi“ teil, das die IHK für München und Oberbayern und die Wirtschaftsjunioren initiiert hatten. Das Ziel: Jugendliche sollen den Ausbildungsalltag kennenlernen und Einblicke in Abläufe bei heimischen Unternehmen bekommen. Das Gewandhaus Gruber in Erding nahm zum ersten Mal teil. „Die Praktikanten dürfen in wunderschöne Aufgaben reinschnuppern“, kündigte Geschäftsführer Leopold Gruber an.

Jessica Waltsgotts Interesse liegt im künstlerischen Bereich. Sie absolvierte ein Praktikum zur Gestalterin für visuelles Marketing. Ein Berufsberater hatte der 15-jährigen Mittelschülerin aus Ismaning das Projekt vorgeschlagen. „Eine gute Freundin und ich fanden, dass das eine coole Idee ist“, erzählte die Schülerin. „Im Online-Formular trägt man Lieblingsfächer, den bevorzugten Ort, Hobbys und weiteres ein“, erklärte sie das Prozedere. Mit Hilfe des Projekts will sie ihre berufliche Richtung finden. Sie habe bereits Praktika in den Berufen Schreinerin und Gestalterin für visuelles Marketing absolviert.

Leon Pawelczyk aus Forstinning besucht die Anni-Pickert-Mittelschule in Poing. Der 16-Jährige hat das Projektangebot per E-Mail von der Schule erhalten. „Es hat sich interessant angehört, und dann habe ich die Fragen dazu online beantwortet.“ Er hat er noch keine beruflichen Präferenzen, möchte aber neue Eindrücke gewinnen. „Ich interessiere mich sehr für Sport“, sagte Pawelczyk. Früher habe er Fußball gespielt, heute sei er oft im Fitnessstudio. Seinen Interessen entsprechend wurde ihm das Praktikum zum Einzelhandelskaufmann bei Maximilian Niedermair, dem Leiter der Abteilung Sport im Gewandhaus, zugeteilt.

„Er hat mir die Sportabteilung gezeigt und erklärt, wie ich mit Kunden in Kontakt trete. Ich habe auch erfahren, welche Besonderheiten die Produkte haben, um die Kunden dazu beraten zu können“, berichtete Pawelczyk von seinem Tag: „Es hat mir wirklich Spaß gemacht. Man sieht, wie sich die persönlichen Interessen mit dem Beruf verbinden lassen.“ Ein weiteres Praktikum im Gewandhaus sei bereits geplant.

Waltsgott durfte mit einer Kollegin ein Schaufenster freiräumen und anschließend mit Ästen und Lichterketten dekorieren. „Mir hat der Tag total gefallen“, erzählte sie. „Ich würde das Projekt weiterempfehlen, da man gut rausfinden kann, was einem liegt.“ Die 15-Jährige kann sich die Ausbildung zur Gestalterin für visuelles Marketing hier auch gut vorstellen.

Auch Niedermair hat der Tag Spaß gemacht, auch wenn er einschränkt: „Ein eintägiges Praktikum ist schon etwas anderes als eine ganze Woche. Man möchte dem Praktikanten am besten gleich alles zeigen und erklären: die Warenpflege, den Kundenkontakt, aber auch unsere Besonderheiten, wie zum Beispiel die Laufschuhanalyse.“

Die Praktikanten waren von 10 bis 15 Uhr im Gewandhaus. „Wir wissen von den Lehrlingen, dass die Umstellung vom Sitzen als Schüler zum langen Arbeitstag im Stehen in den ersten Wochen immer schwer ist“, begründete Gruber dieses Zeitfenster. Eine gute Entscheidung, den beiden Mittelschülern taten am Ende die Beine nicht weh.

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