Aufgestellt in Reih‘ und Glied: Elf Katastrophenschutzfahrzeuge wurden vor dem Landratsamt an die Rettungsorganisationen übergeben.
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Aufgestellt in Reih‘ und Glied: Elf Katastrophenschutzfahrzeuge wurden vor dem Landratsamt an die Rettungsorganisationen übergeben.
Neuer Einsatzleiter im Katastrophenfall ist Martin Bauer aus Taufkirchen.
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Neuer Einsatzleiter im Katastrophenfall ist Martin Bauer aus Taufkirchen.

Katastrophenschutz im Landkreis

Eine Million Euro für mehr Sicherheit

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Elf neue Fahrzeuge für den Katastrophenschutz hat Landrat Martin Bayerstorfer am Freitag an Feuerwehren, DLRG und Malteser Hilfsdienst übergeben.

Es war ein beeindruckendes Bild, das sich den Passanten auf dem Alois-Schießl-Platz bot: Vor dem Landratsamt waren elf neue Einsatzfahrzeuge aufgereiht. Sie unterstützen die Retter bei ihrer täglichen Arbeit, sollen aber vor allem im Katastrophenfall alarmiert werden. Aufgeteilt wurden sie aufs ganze Kreisgebiet.

Der Bund finanzierte einen Schlauchwagen, der an die Feuerwehr Westach geht. In Taufkirchen ist ein Löschgruppenfahrzeug stationiert. Die Feuerwehr Bockhorn erhielt einen Wagen zur Dekontamination von Personen nach Kontakt mit gefährlichen Stoffen. Ein Sanitätsauto geht an die Malteser. Insgesamt stellt der Bund 786 000 Euro bereit.

Der Freistaat Bayern stellt dem Malteser Hilfsdienst Erding sowie der DLRG drei beziehungsweise zwei Fahrzeuge zur Verfügung: drei Mannschaftstransporter sowie zwei Anhänger. Die 244 000 Euro stammen aus den Sonderinvestitionsprogrammen Hochwasser (DLRG) sowie Katastrophenschutz (Malteser).

Der Landkreis übergab als Ersatzbeschaffung für rund 30 000 Euro den Feuerwehren Eitting und Langenpreising zwei Verkehrssicherungsanhänger, die vor allem auf der Autobahn A 92 und auf der Flughafentangente zum Schutz von Einsatzkräften und Unfallopfer eingesetzt werden. Landrat Martin Bayerstorfer kündigte an, es würden weitere Sicherungsanhänger angeschafft – unter anderem für die FTO, aber auch für die im Bau befindliche Isentalautobahn A 94. Allein in diesem Jahr wird der Landkreis laut Landrat 600 000 Euro in die Gefahrenabwehr stecken.

Auch personell wurde der Katastrophenschutz verstärkt. Bayerstorfer ernannte Martin Bauer zum örtlichen Einsatzleiter. Der Taufkirchener ist in seinem Heimatort Geschäftsleiter im Rathaus und engagiert sich beim BRK, Mit sechs Kollegen von den Feuerwehren und dem BRK teilt er sich eine enorme Verantwortung: Im Katastrophenfall oder bei schweren Unglücken übernimmt Bauer im Landkreis sowie am Flughafen die Koordination der unterschiedlichen Rettungsorganisationen vor Ort. Die zählen im Erdinger Land etwa 5000 Aktive, davon 3000 bei den 68 Feuerwehren.

Bayerstorfer sagte, deren Bedeutung könne „gar nicht hoch genug eingeschätzt werden“. Die Anforderungen hätten sich verändert. Die technische Hilfeleistung nach Unfällen nehme eine immer größere Rolle ein. Die Retter müssten nicht nur kontinuierlich trainieren, „sie brauchen auch eine technische Ausrüstung, die stets auf dem neuesten Stand zu halten ist“. Besonders dankbar sei er, dass der Bevölkerungsschutz vor allem ehrenamtlich getragen werde.

Umweltministerin und Stimmkreisabgeordnete Ulrike Scharf sagte: „Sicherheit ist einer der wichtigsten Standortfaktoren.“ Der Klimawandel sei auch im Landkreis Erding zu spüren, durch häufigere Starkregenfälle, die zu Hochwasser führen. 2013 habe es vor allem Erding schlimm erwischt. Aber auch 2016 habe Hochwasser in Bayern verheerende Schäden angerichtet. „Wir leben in einer komplexeren Welt, die auch neue Anforderungen an den Katastrophenschutz stellt“, so die Ministerin. Die Übergabe der elf Fahrzeuge sei eine „Demonstration für mehr Sicherheit und damit ein guter Tag für Erding“.

Pater Peter Dus und der evangelische Pfarrer Christoph Keller segneten die neuen Gerätschaften und wünschten eine stets sichere Rückkehr von den Einsätzen. Das Schöne am Retten sei, dass man oft auch Dankbarkeit erfahre, sagte Keller.

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