Stephan Klauert war nur vier Jahre langBRK-Geschäftsführer. f.: fkn

„Einfach schwierig“

Erding - Nach nur vier Jahren haben der BRK-Kreisverband Erding und sein Geschäftsführer Stephan Klauert beschlossen, getrennte Wege zu gehen. Entsprechende Informationen unserer Zeitung bestätigte Kreisvorsitzender und Erdings Bürgermeister Max Gotz.

Zur Jahresmitte verlässt Klauert (45) den Kreisverband im „gegenseitigen Einvernehmen“, wie beide Seiten betonen. Die Stelle werde ausgeschrieben, kündigte Gotz an.

Die Trennung markiert das Ende langwieriger Auseinandersetzungen im mit über 10 000 Mitgliedern größten Verein des Landkreises. Am Freitagmittag wurde die Belegschaft in einer Betriebsversammlung informiert.

Mehrere Mitarbeiter, teils hauptberuflich, teils ehrenamtlich tätig, bestätigten unserer Zeitung, „dass es zuletzt einfach nicht mehr ging“. Einige werfen Klauert vor, dass es am Umgang mit Mitarbeitern gehapert habe. Teils habe ein rauer Ton geherrscht. Angekreidet wird dem Betriebswirt auch, dass er den Sozialverband viel zu selten bei offiziellen Anlässen repräsentiert habe. Er war nie in die Region gezogen, sondern pendelte zwischen Mindelheim im Allgäu und Erding hin und her.

Gotz wollte sich zu Details nicht äußern, erklärte aber, „dass wir uns auf regulärem Weg binnen der halbjährlichen Kündigungsfrist trennen“. Sollte Klauert früher einen neuen Job finden, „werden wir ihn freistellen“.

Der Kreisgeschäftsführer sagte auf Anfrage, dass er schon eine neue berufliche Zukunft habe. Er gibt zu, „dass es mit einigen Mitarbeitern einfach schwierig war“. Sein Verhältnis zum BRK vergleicht Klauert mit „einer vor dem Scheitern stehenden Ehe“. Seit Klarheit herrsche, „geht es mir deutlich besser“. Schließlich habe er für sich entschieden, „dass ich mir das in der Lebensmitte nicht mehr antue“. Er betont jedoch, den Kreisverband „gut vorangebracht zu haben“.

Klauert trat Ende Januar 2008 sein Amt an. Er folgte auf Jürgen Federmann, der damals gesundheitliche Gründe für seinen Abschied nannte. Klauert wurde aus über 100 Bewerbern ausgewählt. Zuvor war er beim BRK-Landesverband und davor als Rettungsdienstleiter beim BRK in Günzburg tätig gewesen. Hans Moritz

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