Feuerwehr Erding 

476 Einsätze: Retter unter Hochdruck

Erding – Brände, Unwetter und Unfälle haben die Feuerwehr Erding im Jahr 2015 in Atem gehalten. Stadtbrandinspektor Manfred Kordick berichtete von 476 Einsätzen, bei der die Mannschaft 4137 Stunden aufbringen musste. Im statistischen Durchschnitt seien das pro Tag 11,5 Einsatzstunden gewesen – ohne den weiteren Zeitaufwand für Übungen, Fortbildung und Besprechung der Führungskräfte. Das alles hinzugezählt, kamen 19 100 Arbeitsstunden zusammen.

Wichtiger als die Statistik sind die teils dramatischen Ereignisse, die dahinter stehen. So etwa die Rettung einer kranken Person mittels Drehleiter aus dem fünften Stock. Der Sturm Niklas im März brachte neun Einsätze, darunter die heikle Aufgabe, zwei Lastwagen auf dem Bankett vor dem Umkippen zu bewahren. Ein Keller- und ein Pkw-Brand folgten, bis man im August zu einem schweren Unfall auf der ED 19 gerufen wurde. Damals war ein Motorradfahrer auf die Gegenfahrbahn geraten. Der Schwerverletzte musste mit dem Hubschrauber abtransportiert werden. Unvergessen bleibt der Feuerwehr Erding auch der 4. August, an dem sieben Einsätze bei Temperaturen über 30 Grad zur Hitzeschlacht wurden.

Die Liste ließe sich, bis hin zu weiteren Bränden, schweren Unfällen und Tierrettungen lange fortsetzen. Wichtig ist für Kordick, wer dahinter steht. Derzeit verfügt die Wehr über 87 Aktive, zehn davon weiblich. Fleißig sind sie auch bei Aus- und Fortbildung, so dass der Kommandant in der Jahreshauptversammlung 24 Aktiven zur Beförderung gratulieren konnte.

Für Jugendwart Christian König war das vergangene ein Jahr „an das man gerne zurückdenkt“. Der Nachwuchs habe bei 39 Übungsabenden großes Engagement gezeigt und sich bei insgesamt 29 abgelegten Prüfungen fit gezeigt. Die Nachwuchstruppe hat sieben Mitglieder im Alter von 16 bis 17 Jahren und 18 zwischen 12 bis 15 Jahren (jeweils zwei weiblich).

Die Feuerwehr Erding setzt heuer auf verstärkte Mitgliederwerbung, für die ein Arbeitskreis schon Ideen gesammelt habe, erklärte Kordick. Vor allem bei Frauen wolle man Interesse wecken. OB Max Gotz hoffte, dass man der Bürgerschaft vermitteln könne, „dass dahinter eure Freizeit steht – aus Freude am Helfen“. Das Ehrenamt der Feuerwehr sei eine Pflichtaufgabe der Stadt, welche man in die Zukunft projizieren müsse. So komme beispielsweise mit dem Fliegerhorst ein gewaltiger Stadtteil hinzu.

Kreisbrandrat Willi Vogl machte ein wenig Werbung, indem er darauf hinwies, dass der gelernte Umgang mit der Technik auch im privaten Bereich von Nutzen sei. Schließlich dankte er für die allseits gute Zusammenarbeit, die sich nicht zuletzt beim Hochwasserschutzkonzept bewiesen habe.  

gse

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