Elektro-Mobilität

Stadt Erding errichtet keine Ladestationen auf öffentlichen Parkplätzen

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Die Grünen sind im Stadtentwicklungs-, Umwelt- und Verkehrsausschuss mit einem weiteren Antrag zur Förderung der Elektromobilität gescheitert.

ErdingBereits im vorigen Dezember hatte der Verwaltungs- und Finanzausschuss die Forderung der Fraktion nach kostenlosem Parken für Elektrofahrzeuge abgelehnt. Nun erteilten die Stadträte auch der Errichtung von Mehrfachschnellladestationen auf öffentlichen Parkplätzen eine Abfuhr.

Wie OB Max Gotz (CSU) bereits voriges Jahr angekündigt hatte, hat er das Thema von den Stadtwerken Erding aufbereiten lassen. Deren Stellungnahme, die im Ausschuss vorgetragen wurde, ist eindeutig: „Eine Schnellladesäule ist nach heutigem Ermessen für den Betreiber – ob Stadtwerke oder Stadt – in Erding auch mit 40 Prozent Zuschüssen nicht wirtschaftlich zu betreiben.“ Dafür sei der Durchgangsverkehr nicht ausreichend.

Freilich trage jede Ladesäule „positiv zur Verbreitung der Elektromobilität bei. Da jedoch das Laden an der Säule teurer sein dürfte als zu Hause, gehen wir von einer sehr abstrakten Stärkung aus“, teilten die Stadtwerke weiter mit, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass sie bereits mit der Säule am Gries sowie drei weiteren an der Therme einem höheren Verbreitungsgrad der E-Mobilität Rechnung tragen.

„Diese Aussage ist eindeutig. Und die Stadt ist nicht dafür da, solche Stationen zu errichten. Das hat für mich nur Schau-Charakter“, meinte Josef Biller (CSU). Hubert Niestroy sah es ganz anders: „Wer sonst als die Kommune sollte dafür da sein?“, wollte der SPD-Mann wissen und bekam von Gotz sogleich die Antwort in scharfen Worten: „Da widerspreche ich vehement. Das ist keine Aufgabe der öffentlichen Hand, sondern eine rein freiwillige Leistung.“ Gegen Kooperationen, etwa im Fall der Therme, habe er aber keine Einwände, so der OB.

Auch Hermann Schießl (CSU) meinte, „wir müssen diese Aufgaben denen überlassen, die dafür zuständig sind“ – in diesem Fall die Bundesregierung. Burkhard Köppen (CSU) bezeichnete die Säulen gar als „Schaufenster und rausgeschmissenes Geld“. Hans Schmidmayer (SPD) hingegen fand, „es wäre ein Fingerzeig, wenn wir auch für die vielen Gäste zentrumsnah Ladestationen anbieten würden“.

Herbert Maier (Grüne) erklärte zu dem Antrag, dass man nie eine Kostenfreiheit gefordert habe. Man zahle zwar am Anfang drauf, langfristig jedoch rechne es sich. Jakob Mittermeier (CSU) sah das ganz anders. „Wenn es wirtschaftlich wäre, dann wären Wirtschaft und Bund längst eingestiegen.“

Letztlich stimmten nur Maier, Schmidmayer, Niestroy, Petra Bauernfeind (FW) und Stephen Treffler (ÖDP) für den Grünen-Antrag. 

Rubriklistenbild: © dpa / Jan Woitas

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