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Elfjähriges Missbrauchsopfer muss aussagen

Sie wagte keinen Blick auf die Anklagebank. Dort saß gestern der 33-jährige Erdinger, dem vorgeworfen wird, die Elfjährige missbraucht und vergewaltigt zu haben.

Erding/Landshut – Die Aussage vor der Jugendkammer des Landgerichts blieb der Schülerin nicht erspart. Der Lagerarbeiter, dem sexueller Missbrauch von Kindern, Vergewaltigung und Körperverletzung vorgeworfen wird, hatte zum Prozessauftakt am Mittwoch die Anschuldigungen zurückgewiesen.

Das elfjährige Mädchen sagte unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus. Ihre Mutter oder ihre ältere Schwester durfte sie nicht als Beistand mitnehmen. Dagegen hatte sich Verteidiger R´obert Alavi gewandt. Das Kind habe beiden ihre Version geschildert und würde sich in ihrer Anwesenheit vermutlich „unter Druck gesetzt“ fühlen, falls sie etwas zu berichtigen hätte. Ähnlich sah es auch Sachverständige Dr. Sandra Loohs. Es könnte zu „Verfälschungen“ kommen. Loohs soll die Glaubhaftigkeit der Schülerin begutachten.

Auch die Schwester des mutmaßlichen Opfers sagte aus. Die 24-jährige Kellnerin berichtete, dass die Stieftochter des Angeklagten die beste Freundin ihrer Schwester gewesen sei und auch gerne bei ihr übernachtet habe. Noch heute könne sie nicht verstehen, warum ihre Schulfreundin jeglichen Kontakt zu ihr abgebrochen habe. Im Prozess wird die Freundin auch vom Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen.

An jenem 13. März 2016, einem Sonntag, sei die kleine Schwester am späteren Nachmittag vom Besuch bei der Freundin zurückgekehrt, berichtete die 24-Jährige: „Als ich ihr die Tür aufgemacht habe, hat sie schon geweint. Und dann hat sie was von pervers erzählt und dass sie den Penis des Stiefvaters ihrer Freundin anfassen musste.“ Sie habe daraufhin die Polizei und die Mutter verständigt, sei mit dem Mädchen und Kripobeamten zur Untersuchung in die Rechtsmedizin nach München gefahren.

Die kleine Schwester habe erzählt, dass sie erst am späteren Nachmittag nach Hause gegangen sei, weil ihre beste Freundin, der sie von den Übergriffen ihres Stiefvaters erzählt habe, meinte, es würde auffallen, wenn sie in aller Früh schon nach Hause gehe. Die Elfjährige habe auch gesagt, dass sie aus Angst wegen der Drohungen bei den Übergriffen nicht geschrien habe, sagte die 24-Jährige aus. Der 33-Jährige habe Oral- und Geschlechtsverkehr gefordert, ihr dafür Geld und Spielsachen angeboten.

Sie habe den Arbeiter angerufen und ihm vorgehalten, „was er mit meiner Schwester gemacht hat“, so die 24-Jährige. Er habe alles bestritten, aber: „Überrascht war er offenbar nicht.“ Auch mit seiner Ehefrau habe sie gesprochen. Die habe beteuert, dass sie die Nacht in der Wohnung gewesen sei und ihr nichts aufgefallen sei.

Der Prozess wird am 15. März fortgesetzt.

Walter Schöttl

Rubriklistenbild: © dpa/dpaweb

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