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Ein würdiger Abschluss auf dem Sinnflut-Gelände mit Sonnenschein und viel Besuchern.

Sinnflut-Bilanz

Entspannung nach anfänglichem Stress

Erding - Nach der Aufregung wegen des Amoklaufs in München und des Anschlags in Ansbach fand das 23. Sinnflut-Festival am letzten Wochenende ein friedliches und entspanntes Ende. Die Besucherzahlen reichen jedoch nicht an die des Vorjahres heran.

„Wir haben das Festival nach anfänglicher Aufregung dann doch gut rumgebracht“, lautet die Zusammenfassung von Peter Feller, Geschäftsführer der Sinnflut GmbH. Mit den Besucherzahlen vom vergangenen Jahr, die Feller auf 130 000 bis 150 000 schätzt, könne das diesjährige Festival nicht mithalten, „aber letztes Jahr war ja auch ein super Sommer.“ Zur Verunsicherung hätten die Ereignisse am vergangenen Wochenende beigetragen. „Am Freitag saßen die Besucher alle vor ihren Handys, um zu erfahren, was in München los ist und sind dann nach Hause gegangen“, sagt Feller. Die Organisatoren haben reagiert und das Sicherheitspersonal vervierfacht. Was gar nicht so einfach gewesen sei, meint der Sinnflut-Chef. „Auch die Sicherheitsfirmen waren nach den Ereignissen am Rotieren. Wir legen ja Wert darauf, dass die was können und sich dezent verhalten.“ Das erhöhte Aufgebot war laut Feller wichtig, um den Besuchern ein besseres Sicherheitsgefühl zu geben. An den ersten Tagen wurden sporadisch Rucksackkontrollen am Eingang durchgeführt. Auch wenn das nicht allen recht gewesen sei.

Feller ist glücklich, dass auch das 23. Sinnflut-Festival - wie alle anderen zuvor - ohne Gewalt und Schlägereien verlief. „Das ist uns ganz wichtig, wir möchten mit Sinnflut ja auch ein Zeichen gegen Gewalt setzen.“

Feller freut sich, dass er so viele junge Mütter mit Kinderwagen und Familien auf dem Gelände angetroffen hat. „Das ist für mich ein gutes Zeichen. Die würden nicht kommen, wenn sie sich hier nicht sicher fühlten.“

Auf das vergrößerte Gelände habe es nur positive Rückmeldungen gegeben. „Neue Anbieter bekamen so einen Platz, und es entstanden ruhige Ecken.“ Auch die Standbetreiber seien mit ihrem Geschäft zufrieden gewesen. Obwohl am letzten Wochenende viel auf Sinnflut los war, sei der Umsatz dieses Jahr am Donnerstag höher gewesen. „Kein Mensch weiß, warum das so war“, sagt Feller.

Die „Wetter-Eskapaden“ haben es den Organisatoren und Marktbetreibern heuer nicht leicht gemacht. „Wenn es am Nachmittag regnet, machen viele einen Rückzieher. Da kommen nur die, die ganz gezielt das Programm sehen wollen, und die wissen, dass die Bühnen überdacht sind“, weiß Feller. Nachdem der Volksfestplatz geräumt ist, werden sich die Sinnflut-Macher zusammen setzen, das 23. Festival Revue passieren lassen und das 24. in Angriff nehmen.

Alexandra Anderka

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