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30 Absolventen wurden am Bildungszentrum am Klinikum verabschiedet – streng genommen 14, die anderen bleiben al s Gesundheits- und Krankenpfleger im Erdinger Krankenhaus.

„Wir hätten gern alle Absolventen behalten“

Bildungszentrum für Gesundheitsberufe: 30 neue Gesundheits- und Krankenpfleger

Der Neubau des Bildungszentrums für Gesundheitsberufe stellt die ersten Absolventen. 16 der 30 Fachkräfte bleiben im Erdinger Krankenhaus.

Erding– 30 junge Menschen dürfen sich jetzt Gesundheits- und Krankenpfleger nennen. Sie haben die Ausbildung im Bildungszentrum für Gesundheitsberufe am Klinikum Landkreis Erding erfolgreich beendet. Das macht sie zu den ersten Gesundheits- und Krankenpflege-Absolventen des modernen Neubaus. „Die Zeit der Container-Kinder ist vorbei“, sagte Vize-Landrat Jakob Schwimmer dazu in seiner Begrüßungsrede.

Und auch Pflegedirektorin Gertrud Friess-Ott betonte die Wichtigkeit der neuen Räumlichkeiten. Man habe ein Bildungszentrum „mit modernster IT, gut ausgestatteten Labs, einer wunderbaren Bibliothek sowie guten und engagierten Pflegepädagogen“, sagte sie in ihrer Rede.

Mehr als die Hälfte der Absolventen bleiben in Erding

Wie qualitativ hochwertig die Ausbildung in Erding ist, zeigt sich an der Übernahmequote: Mehr als die Hälfte der Absolventen bleibt dem Klinikum erhalten. In anderen Schulen liege der Durchschnitt bei 20 bis 30 Prozent. Auf Nachfrage erklärte Friess-Ott: „Wir hätten gern alle Absolventen behalten.“ Manche der Ex-Schüler hätten aber andere Pläne.

Neben Schwimmer und Friess-Ott hielten auch Krankenhausdirektor Dr. Dirk Last, die Leiterin des Seelsorgeteams, Eva Haubenthaler, und Schulleiter Michael Gügel Reden. Anschließend wurde das Pult von den Schülern besetzt. Sie zeigten einen Clip mit Bildern und Videos, die sie im Unterricht oder auf Ausflügen auch beim Rumalbern zeigen. So eine Ausbildung, egal wie anspruchsvoll sie ist, muss eben auch Spaß machen. Und das machte sie offenbar – passend zur Begrüßungsrede, in der Schwimmer sagte: „Schichtarbeit, Bezahlung, seelische und körperliche Belastung: Das alles bleibt im Hintergrund, wenn die Arbeit Spaß macht.“

Ein Stethoskop als Abschlussgeschenk

Als dann alle Reden gehalten und alle Videos gezeigt waren, verteilte der stellvertretende Landrat die Zeugnisse und Auszeichnungen für die Jahrgangsbesten. Alle Absolventen bekamen zudem ein Geschenkpaket. „Ein Stethoskop“, ließ Schulleiter Gügel wissen. Im Gegenzug bekamen auch die Lehrkräfte kleine Präsentpäckchen. Was darin war, wollte niemand verraten.

16 von 30 Absolventen werden also am Erdinger Klinikum bleiben. Einer von ihnen ist der Jahrgangsbeste Tobias Baches. Für den 31-jährigen Erdinger ist es bereits die zweite abgeschlossene Ausbildung. Im Anschluss an seine erste Lehre holte er sein Abitur nach und fing ein Studium an, brach es wieder ab und startete mit der Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger. Die richtige Entscheidung, wie sich zeigte: Sein Notendurchschnitt liegt bei 1,4.

Die Jahrgangsbeste dagegen, Sophia Remböck, bleibt nicht in Erding. Die 24-jährige Berglernerin beendete die Ausbildung mit einem Notendurchschnitt von 1,3. „Irgendwann möchte ich in einer Klinik in der Intensivstation arbeiten“, erklärte sie der Heimatzeitung. Jetzt wird sie aber erst mal zum Pflegeteam einer außerklinisch behandelten Patientin dazustoßen und sich weiterbilden. Denn: „Wer aufhört, besser zu werden“, so hieß es in der Rede Schwimmers weiter, „der hat aufgehört, gut zu sein“.

Mayls Majurani

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