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Die Besten von 172: Lena Friedl, Lisa Schäbel, Melanie Moltke und Karin Modjesch (v. l.) beenden die Mädchenrealschule Heilig Blut mit Traumnoten. Direktor Josef Grundner (r.) gratulierte und sprach von einem „ganz besonderen Jahr“ Foto: (Daniel Mitschke)

Gleich vier Schülerinnen mit der selben Top-Note – Sieben Feiern für 172 Absolventinnen

Die magische 1,08 der Mädchenrealschule

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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172 junge Damen verlassen die Mädchenrealschule Erding. Nicht nur wegen Corona war es ein besonderer Jahrgang. Ein Drittel hat im Zeugnis eine 1 vor dem Komma.

Erding– Man mag über das Corona-Schuljahr 2020 sagen, was man will, die Abschlussnoten haben unter dem Lockdown nicht gelitten. Quer durch die Schularten wurden heuer Top-Durchschnitte erzielt. So auch an der Mädchenrealschule Heilig Blut. Von den 172 Absolventinnen haben 26 eine Note besser als 1,5. 60 – gut ein Drittel – eine 1 vor dem Komma. Die vier Besten haben alle den selben Schnitt: 1,08.

Eine von ihnen ist Lena Friedl. Die 17-Jährige aus Aufkirchen hat „gute Erinnerungen“ an die Prüfung, auch wenn es wegen der Abstände, der Maskenpflicht auf den Gängen eine „besondere Situation“ gewesen sei. „Ich hatte am Anfang schon Sorgen, ob das mit dem Homeschooling klappt, denn ich bin eine, die die Aufgaben gerne vor sich herschiebt“, gesteht sie. Im Herbst geht es im Wirtschaftszweig auf der FOS weiter.

Aufs Korbinian-Aigner-Gymnasium wechselt Karin Modjesch. „Angst, dass ich es wegen Corona nicht schaffe, hatte ich nicht“, verrät die 16 Jahre alte Forsternerin. „Ich hatte eher die Sorge, dass die Prüfung wegen einer Corona-Infektion nicht stattfinden kann.“ Die Abschlussprüfung sei schwerer gewesen als die der Vorjahre, die kannte Modjesch von den Vorbereitungen. Ihr nächstes Ziel: das Abitur, um dann BWL zu studieren.

Einen ganz anderen Weg einschlagen will Melanie Moltke. Die 16-Jährige aus Hofsinglding besucht ab September die FOS Landshut-Schönbrunn mit dem Zweig Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie. „Ich möchte später was in der Landwirtschaft machen“, erzählt sie. Angst, wegen des Unterrichtsausfalls durchzufallen, habe sie nicht gehabt, „aber um meine Noten habe ich mir schon Gedanken gemacht“, erzählt sie. Dass die unbegründet waren, beweist ihr Zeugnis. Sorgen habe sie auch gehabt, „dass ich mir das Virus einfange oder eine meiner Mitschülerinnen, und deswegen die Prüfung abgesagt werden muss.“

Von einer „ungewohnten Situation“ spricht Lisa Schäbel. Die 16-Jährige aus Forstern habe aber darauf vertraut, „dass das alles schon irgendwie geregelt wird“. Traurig sei, dass der Abschlussball abgesagt werden musste. Bei ihr geht es nun auf der FOS weiter. Nach einem Wirtschaftsstudium kann sich die Einser-Schülerin vorstellen, Lehrerin zu werden.

Besonders war heuer auch die Abschlussfeier. Sie fand für alle sieben Klassen getrennt im Mehrzweckraum beziehungsweise der Turnhalle statt. Verabschiedet wurden die 172 jungen Damen von Schulleiter Josef Grundner und Stellvertreterin Christiane Scharfe.

Grundner bekannte, er sei froh, „dass es noch gelungen ist, eine Abschlussfeier zu organisieren“. Der Spruch „Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen“ habe sich seit März wie ein roter Faden durch das Schulleben gezogen. Man habe viel improvisiert. „Und ich entschuldige mich für alles, was nicht gut gelaufen ist.“ Er gab zu: „Ja, auch wir waren zeitweise überfordert.“ Umso mehr falle ins Gewicht, dass auch heuer wieder alle bestanden hätten. Er hoffe, dass viele schöne Erlebnisse in Erinnerung blieben – Klassenfahrt, Landschulheim und Einkehrtage. Er appellierte an die Mädchen, die vermittelten Werte weiterzuleben. „Bringt Euch ein, engagiert Euch“.

Markus Böhm vom Elternbeirat rief sie auf: „Seid kritisch und hinterfragt, was man euch erzählt.“ Per Videobotschaft gratulierte Landrat Martin Bayerstorfer. Mit der Mittleren Reife hätten die Schülerinnen „optimale Bedingungen fürs weitere Schul- und Berufsleben“. ham

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