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CSU-MdB Andreas Lenz fordert eine rasche Entscheidung bei der AKK-Nachfolge. Markus Söder sollte es bleiben lassen, meint der 38-Jährige.

Interview mit CSU-Bundestagsabgeordnetem Andreas  Lenz (CSU)

„Wir befinden uns am Ende der Merkel-Ära“

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Beben in der CDU: Annegret Kramp-Karrenbauer macht den Weg als CDU-Vorsitzende und potenzielle Kanzlerkandidatin frei. Darüber sprachen wir mit dem CSU-Bundestagsabgeordneten Andreas Lenz (38).

Erding – Herr Lenz, hat AKK richtig gehandelt?

Ja, für die CDU, aber auch für sich persönlich. Sie hat in der Fraktionssitzung diese Woche eher gelöst gewirkt. Ich hatte den Eindruck, dass viel Druck von ihr abgefallen ist. Gerade nach den Ereignissen von Thüringen hatte der Druck auf sie noch einmal zugenommen.

Wer soll neuer CDU-Vorsitzender werden – und wann?

Das muss die CDU als eigenständige Partei selbst entscheiden. Es geht aber wohl in die Richtung Armin Laschet oder Friedrich Merz, Jens Spahn hat Außenseiterchancen. Die SPD darf hier kein Vorbild sein. Es muss zügig eine Entscheidung getroffen worden. Wenn man sich über Monate in Personaldiskussionen verheddert oder in eine große Mitgliederbefragung einsteigt, schadet sich die CDU eher selbst.

Und wer soll Kanzlerkandidat werden?

Diese Entscheidung müssen CDU und CSU wiederum gemeinsam treffen. Natürlich reden wir da in erster Linie wieder über die genannten Herren. Fakt ist, dass sich viele in der Schwesterpartei wieder ein klareres konservatives Profil wünschen. Dieser Meinung bin ich auch.

Markus Söder sagt, sein Platz sei in Bayern und nicht in Berlin. Nehmen Sie ihm das ab?

Ja. Im Moment wäre Markus Söder aus meiner Sicht schlecht beraten, nach Berlin zu gehen, obwohl er das sicher könnte. Wie es in ein paar Jahren aussieht, steht auf einem anderen Blatt.

Sollte Angela Merkel jetzt auch ihren Hut nehmen?

Wir befinden uns am Ende der Merkel-Ära. Es geht jetzt darum, den Übergang zu organisieren. Natürlich ist es wichtig, dass Angela Merkel diesen Übergang konstruktiv begleitet. Das kann sie am besten jetzt noch bis 2021 machen, indem sie mit dem neuen CDU-Vorsitzenden und designierten Kanzlerkandidaten vertrauensvoll zusammenarbeitet.

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