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Erding: Ein Jahrgang der Rekorde

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Von: Friedbert Holz

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Auf der Bühne in der Aula durften die 93 Abiturienten einzeln ihre Reifezeugnisse entgegennehmen. Die Oberstufenbetreuer Elisabeth Ringler und Alexander Wolf (v. l.) sowie Schulleiterin Regine Hofmann (r.) überreichten sie.
Auf der Bühne in der Aula durften die 93 Abiturienten einzeln ihre Reifezeugnisse entgegennehmen. Die Oberstufenbetreuer Elisabeth Ringler und Alexander Wolf (v. l.) sowie Schulleiterin Regine Hofmann (r.) überreichten sie. © Friedbert Holz

Es war ihr großer Tag: Am Freitag erhielten 93 Abiturienten des Anne-Frank-Gymnasiums ihre Reifezeugnisse. Die Feier fand mittags in der Schulaula statt, abends wurde in der Stadthalle gefeiert.

Erding - In die Schule waren die meisten Abiturienten mit ihren Eltern gekommen, um sich als „Wahnsinnsjahrgang“ jenes begehrte Dokument abzuholen, das ihnen den Zugang zu vielen Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten ermöglicht. In ihrer Abschlussrede hob Schulleiterin Regine Hofmann hervor, dass dieser Abiturjahrgang viele Rekorde gebrochen habe: „Nicht nur alle 93 Jugendliche, die zur Prüfung angetreten waren, haben ihr Ziel auch geschafft. 41 von ihnen haben eine Eins vor dem Komma. Das sind immerhin 45 Prozent, 24 haben einen Durchschnitt bis 1,4, und immerhin neun holten die Traumnote 1,0.“ Dieses Ergebnis sei nur möglich gewesen dank der guten Zusammenarbeit im Team von Lehrern und Eltern. Besonderer Dank galt dabei den Oberstufenbetreuern Elisabeth Ringler und Alexander Wolf.

Neben aller Freude über den gelungenen Abschluss rief Hofmann auch die schwere Zeit während der Pandemie ins Gedächtnis, „die Angst, es vielleicht nicht zu schaffen. Denn ihr seid der erste Abiturjahrgang, den wir in eine unsichere Zukunft entlassen“.

Um mit dieser Angst gelassener umgehen zu können, gab die Schulleiterin den Abiturienten noch drei Tipps auf den Weg: „Was immer hilft, ist zu reden, die Auseinandersetzung mit den Tatsachen und eine Diskussion darüber. Außerdem kann es wohltuend und entlastend sein, zu sich selbst zu finden, heute mehr denn je.“

Elternbeiratsvorsitzender Ralf Wawerla hob den Wert von Bildung heraus, der oft erst später erkannt und geschätzt werde. Und er riet den Absolventen, „nicht in die gleichen Denkfallen zu tappen wie manche Generationen vor Ihnen. Wissen und Gewissen wirken nur in Kombination. Und versuchen Sie, Ihre Position richtig einzuschätzen, denn die größte Gefahr heutzutage liegt zwischen Utopie und wirklichem Ziel“. Immerhin seien sie jetzt gut gerüstet für den weiteren Weg: „Damit können Sie was werden, sogar Oberbürgermeister“, so Wawerla.

Der Angesprochene, selbst einmal Schüler hier, bedankte sich für die geleistete Arbeit aller, die zum Erfolg beigetragen hätten. Besonders lobte OB Max Gotz, dass das Gymnasium nicht nur stur Lehrpläne abgearbeitet, sondern auch viel Raum für Kreatives gelassen habe. „Hier“, fügte er mit einem Schmunzeln hinzu, „gab’s nicht Dienst nach Vorschrift – wobei ich durchaus froh wäre, wenn wenigstens das andernorts geschähe“.

Vize-Landrat Franz Hofstetter würdigte die herausragenden Leistungen aller in einer doch schwierigen Zeit: „Sie haben das bravourös gemeistert.“ Aufregende Zeiten lägen nun vor allen, und obwohl das Anne-Frank-Gymnasium lange die zweite Heimat für viele gewesen sei, „werden Sie jetzt in die Freiheit entlassen“. Als im Publikum Gelächter aufkam, wies Hofstetter Rückschlüsse auf die eigene Schulzeit strikt zurück. Die Zeugnisverleihung wurde musikalisch gestaltet von Noemi Schaaf und Anna Kraus (beide Klarinette), Severin Müller (Akkordeon) und Viktoria Scharl (Geige). Anschließend war die Stimmung beim Sektempfang im Pausenhof ausgelassen.

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