Atommülllager Asse
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Bitte nicht im Landkreis Erding: ein zentrales Atommüll-Endlager. Die Chancen sind allerdings wirklich eher gering.

Gesteinsschichten nach erster Prüfung zu dünn – Kreis wehrt sich

Atomlager: Landkreis ungeeignet?

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Gemeinden und Landkreis wollen Hand in Hand gegen einen möglichen Standort für ein Atommüllendlager im Erdinger Land vorgehen. Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) hat aber erste Signale, dass der Untergrund nicht geeignet ist.

Erding – Im Kreisausschuss bat Bürgermeister-Sprecher Hans Wiesmaier (CSU/Fraunberg) um Unterstützung des Kreises. „Die Gemeinden sind damit fachlich wie personell überfordert.“ Er hält es für sinnvoll, das Thema im Kreisausschuss beziehungsweise Kreistag zu behandeln. Das sagte Bayerstorfer zu. Ziel müsse sein, alle Gebiete herausfallen zu lassen.

In diesem Zusammenhang berichtete Bayerstorfer, dass einige Ortschaften bereits aus dem Rennen seien, Teilbereiche auf den Fluren Dorfens, Lengdorfs und Bockhorns aber noch nicht. Weiter sagte er, dass eine erste Überprüfung des Untergrunds ergeben habe, dass die Gesteinsschichten, unter anderem Basalt, Hunderte Meter dick sein müssten, um ein atomares Endlager zu ermöglichen. „Das sind sie bei uns aber wohl nicht“, betonte der Landrat. Hinzu komme, dass es immer nur sehr kleine Bereiche seien, die für geeignet erscheinen könnten. Deswegen mache es keinen Sinn, hier ein Endlager zu errichten.  ham

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