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Riesenwut auf die Bahn

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Von: Hans Moritz

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Ein trauriges Bild am Montagfrüh an den Bahnhöfen, hier in Altenerding: Pendler warten auf den Zug – wegen des Streiks oft vergeblich. © Moritz

Der Bahnstreik hat am Montagmorgen tausende Pendler eiskalt erwischt. Und das lag nicht nur am Schneeregen, den ihnen der Wind beim Warten ins Gesicht blies.

Erding -  Auf der Bahnstrecke MünchenMühldorf ging bis 9 Uhr gar nichts. Die Südostbayernbahn hatte noch in der Nacht mitgeteilt, dass mit einem Totalausfall ihrer Züge gerechnet werden müsse. Die S 2 von Erding nach München fuhr am Morgen nur nach dem Zufallsprinzip. Die Bahn hatte im Internet verkündet, einzelne Züge führen bis München-Riem. Die wenigen Triebwagen, die verkehrten, endeten aber bereits in Markt Schwaben.

Entsprechend wütend waren die Betroffenen, die sich auf der Facebookseite unserer Zeitung den Frust von der Seele schrieben.

Ein Pendler meinte: „Zwischen Streik und normalem Betrieb lässt sich kein Unterschied erkennen.“ Eine Bahnfahrerin meinte: „Mir fehlt mittlerweile jegliches Verständnis.“ Eine weitere berichtete, sie habe für 45 Kilometer zwei Stunden gebraucht. Einer äußerte null Verständnis, für eine Verhandlungslücke von einem Prozent das ganze Land lahmzulegen. Eine Kundin meinte: „Sorry aber die S-Bahn lässt jeden Tag ihre Pendler im Stich. Da ist der Streik nur das Krönchen.“

Den Arbeitskampf bekamen auch die Autofahrer zu spüren. Die Straßen nach München waren deutlich verstopfter als sonst.

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Die Tarifverhandlungen sind vorerst gescheitert. Die Gewerkschaft EVG organisierte für den Montagmorgen einen Warnstreik. Der Berufsverkehr im Raum München war stark betroffen.

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