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Alles muss raus: Der Kanal unter anderem in der Landshuter Straße wird ab April erneuert. Die Altstadt soll dennoch für alle barrierefrei erreichbar ein. Deswegen setzen Stadt und MVV einen Pendelbus ein. Foto: 

Wenn im Zentrum die Kanäle saniert werden, muss auch der Stadtbus neue Wege nehmen

Erding bekommt einen Altstadt-Shuttle

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Ab April verwandelt sich die Erdinger Innenstadt in eine Großbaustelle. Bis Jahresende müssen die alten, schadhaften Abwasserkanäle erneuert werden. Der Verkehr wird umgeleitet. Dennoch soll die Altstadt auch per Bus erreichbar bleiben.

Erding - Im Verkehrsausschuss des Stadtrates berichtete Patrik Goldes von der Stadtverwaltung, dass die Tiefbaumaßnahmen – in diesem Zuge soll auch der umstrittene Tunnel zwischen den beiden Rathäusern unter der Landshuter Straße gegraben werden – zu weitreichenden Sperrungen für den Verkehr führen würden. „Das betrifft auch die Stadtbusse“, so Goldes. Alle Linien, die aus Richtung Dorfener Straße/Landshuter Straße kommen, werden über den Mühlgraben, die Freisinger-, Krankenhaus- und Münchener Straße umgeleitet. Busse aus Richtung Haager Straße verkehren über die Münchener Straße. Damit würden, so Goldes, zwei zentrale Haltestellen entfallen: Rathaus und Lange Zeile.

Bus wendet auf der Langen Zeile

„Wir wollen aber, dass die Innenstadt auch während der Baumaßnahme, die immerhin neun Monate dauern wird, auch für körperlich eingeschränkte Menschen erreichbar bleibt, und das ohne lange Wege“, so Goldes. Deswegen richten Stadt und MVV in dieser Zeit einen Pendelbus ein. Dieser fährt folgende Route: S-Bahnhof Erding, Stadtanger, Haager Straße, Bachinger Straße, Grüner Markt, Stadthalle, Lange Zeile (Wende auf Höhe der Bräuhausgasse), Lebzelterstraße, Am Stadion, Lebzelterstraße, Lange Zeile (erneute Wende), Mühlgraben, Dorfener Straße wieder zum Bahnhof.

Im 40-Minuten-Takt durch die Innenstadt

Weil der Bus in der Altstadt wenden muss, kann nur ein 7,50 Meter langer Kleinbus eingesetzt werden. Es ist der, der momentan auf der Linie 580 (Eichenkofen–Therme) eingesetzt wird. Dieser wird durch einen etwa 10,5 Meter langen Bus ersetzt.

Der Shuttle rollt im 40-Minuten-Takt von 8.10 bis 20.33 Uhr und wird laut Goldes den Anschluss an die S-Bahnen sichern. Insgesamt rechnet die Stadt mit Mehrkosten von über 113 000 Euro – sofern es bei der Baustelle zu keinen Verzögerungen kommt. Der Ausschuss begrüßte das Alternativkonzept und beschloss es einstimmig.

Ein neuer Platz vor dem Rathaus

Das neue Rathaus an der Landshuter Straße 4 soll im Herbst fertig sein. Mit Beginn des neuen Jahres könnten die Beschränkungen auf der Landshuter Straße aufgehoben und der Schöne Turm wieder in beide Fahrtrichtungen durchfahren werden. Im Zuge der Baustelle wird die Landshuter Straße vor dem Rathaus zu einem Platz ausgebaut, in dem Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger gleichberechtigt sind.

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