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Borkenkäfer profitiert von Hitze und Trockenheit

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Von: Veronika Macht

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Erste Exemplare des Borkenkäfers schwärmen bei warmem Wetter ab April aus. An den Bäumen bohren sie sich durch die Rinde und legen dort Fraßgänge an, in denen sie Larven ablegen. So zerstören sie wichtiges Gewebe.
Das heiße und trockene Wetter der vergangenen Wochen hat die Entwicklung des Borkenkäfers beschleunigt. Das AELF rät zu regelmäßigen Kontrollen der Wälder (Symbolbild). © Bayerische Staatsforsten

Das heiße und trockene Wetter der vergangenen Wochen hat die Entwicklung des Borkenkäfers beschleunigt. Das AELF rät zu regelmäßigen Kontrollen der Wälder.

Erding – Die Witterung der vergangenen Wochen beschleunigte die Borkenkäferentwicklung. „Hitze, Trockenheit und sehr wenig Niederschläge begünstigen die Entwicklung der Fichtenborkenkäfer und führen zu vermehrtem frischem Befall in den Wäldern“, teilt das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Erding-Ebersberg mit. Demnach konnten sich die Fichtenborkenkäfer nur im Hitzejahr 2018 noch schneller entwickeln als heuer.

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Dem Borkenkäfer auf der Spur: Spezialistin Hanna Reuther kontrolliert den Entwicklungsstand der Käferlarven.
Dem Borkenkäfer auf der Spur: Spezialistin Hanna Reuther kontrolliert den Entwicklungsstand der Käferlarven. © AELF

Nun stehe der Ausflug einer zweiten Borkenkäfergeneration an, was erneut zu einem sprunghaften Anstieg der Käferzahlen und damit der befallenen Bäume führe. Laut Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten liege ein Schwerpunkt zwar in den Waldgebieten des Sturmwurfereignisses vom Juni dieses Jahres im nördlichen Landkreis Freising. „Aber auch in allen anderen Bereichen des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ebersberg-Erding ist es dringend notwendig, dass Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer regelmäßig ihre Wälder kontrollieren und befallene Fichten unverzüglich aufarbeiten, um weitere Schäden im eigenen und benachbarten Wald zu vermeiden“, mahnt das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in seiner Pressemitteilung.

Borkenkäferbefall lasse sich am Bohrmehl auf Rinde und am Stammfuß, an der Kronenverfärbung und am Rindenabfall der Fichten gut erkennen. Ansprechpartner beim AELF ist Michael Matuschek, E-Mail michael.matuschek@aelf-ee.bayern.de oder Tel. (01 70) 2 28 92 77. Mit ihm können Waldbesitzer auch Vororttermine in ihren Wäldern vereinbaren.

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