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Vereint gegen neue Straßen: Das Bündnis gegen den FTO-Ausbau traf sich am Montagmorgen mit den Grünen-Landtagsabgeordneten Markus Büchler (3. v. r.) und Johannes Becher (5. v. l.) an der FTO-Baustelle zwischen Ziegelstatt und Stammham. 

Bündnis gegen neue Straßen erneuert Kritik an FTO-Ausbau 

„Nach dem Ringschluss muss Schluss sein“

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Die Landtags-Grünen sind gegen den Bau neuer Straßen, und damit auch gegen den Ausbau der Flughafentangente Ost und den Bau der Nordumfahrung von Erding.

Erding – Das betonten die Abgeordneten Markus Büchler und Johannes Becher, die sich mit dem neu gegründeten Bündnis gegen Straßenbau und Flächenfraß am Montag ein Bild von den Bauarbeiten an der FTO machten.

Büchler erklärte, mit dem Bau neuer Straßen laufe man nur dem damit gleichzeitig wachsenden Bedarf nach. Dieses Rennen sei nicht zu gewinnen. Stattdessen sollte nur noch die Bahn ausgebaut werden. Das Beispiel Erding und S-Bahn zeige, „dass in diesem Bereich jahrzehntelang gar nichts passiert ist und jetzt mit der S-Bahn-Verlängerung zum Flughafen wenigstens etwas“. Für ihn stehe fest: „Nach dem Ringschluss muss Schluss sein.“

Becher meinte, die Infrastrukturpolitik müsse so gestaltet sein, „dass die Verkehrsprognosen gar nicht erst eintreten“.

Namens des Bündnisses aus Grünen, ÖDP, ADFC, VCD, Bund Naturschutz und Landesbund für Vogelschutz erneuerte Wolfgang Fritz die Argumente gegen den FTO-Ausbau (wir berichteten). „Die FTO wird auch danach gleich wieder zu klein sein, weil sie neuen Verkehr anzieht.“ Zur Unfallgefahr meinte er: „Jeder Unfall ist schlimm, aber hier gibt es andere Lösungen, etwa längere Ein- und Ausfädelstreifen.“ Der dreispurige Ausbau lasse sich zwar nicht mehr stoppen, danach dürfe aber nicht mehr weitergeplant werden. Seit Corona stimmten die Prognosen ohnehin nicht mehr.  ham

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