+
Andreas Lenz kann sich gut vorstellen, im September 2021 zum dritten Mal für den Bundestag zu kandidieren.

CSU-Kreisvorsitzender Bayerstorfer: „Das ist dringend geboten“ – Neuer Geschäftsführer

Bundestag: Lenz will wieder kandidieren

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
    schließen

Während in München und Berlin noch um die K-Frage gerungen wird, ist die A-Frage im Bundestags-Wahlkreis Erding-Ebersberg schon so gut wie beantwortet. Andreas Lenz steht für eine dritte Periode als Abgeordneter des Deutschen Bundestags bereit. Dies erklärt Lenz auf Anfrage unserer Zeitung.

Erding – „Ich übe das Amt weiterhin mit großer Leidenschaft aus“, bekräftigt Lenz. Allerdings liege die Entscheidung nicht in seinen Händen, sondern in denen der Delegierten aus den Kreisverbänden Erding und Ebersberg.

Aus denen ist Widerstand nicht zu erwarten. Landrat und CSU-Kreisvorsitzender Martin Bayerstorfer: „Andreas Lenz’ neuerliche Kandidatur ist dringend geboten.“ Er mache einen sehr guten Job und vertrete die Region in Berlin optimal.

Der heute 39-Jährige war 2013 in den Bundestag eingezogen – als Nachfolger des Neuchingers Max Lehmer. Lenz sitzt im Ausschuss für Wirtschaft und Energie, im Parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung und ist stellvertretendes Mitglied in den Ausschüssen für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung sowie Finanzen. Zudem ist der Frauenneuhartinger stellvertretendes Mitglied im Unterausschuss für Regionale Wirtschaftspolitik und ERP-Wirtschaftspläne.

Wahlrechtsreform nicht zu Lasten der Direktmandate

Lenz spricht sich für eine Wahlreform aus, damit der Bundestag nicht noch weiter aufgebläht wird. Dabei lehnt er einen Neuzuschnitt der 299 Wahlkreise strikt ab. Die Reform dürfe auch nicht bei den direkt gewählten Abgeordneten – er ist einer von ihnen – ansetzen. Gerade die Wahlkreisvertreter seien das Bindeglied zur Bevölkerung. „Wir repräsentierten die Wählerschaft direkt“, so Lenz. Die Direktmandate seien „Ausdruck gelebter Demokratie“. Als Beleg dafür nennt er die Corona-Krise: „Seit März hatten wir noch mehr Bürgeranfragen als zuvor.“ Das bestätigt Landtagsabgeordnete Ulrike Scharf.

Lenz und Bayerstorfer sind sich einig, dass nur bei den Listen-Abgeordneten die Schere angesetzt werden dürfe. „Denn die werden von den Parteien aufgestellt“, so Bayerstorfer.

Alex Attensberger neuer CSU-Kreisgeschäftsführer

Lenz geht nicht davon aus, dass der amtierende Bundestag die Reform angehen werde. „Dafür ist es bis zur Wahl im September 2021 zu knapp.“ Er hält auch nichts davon. „Es macht wenig Sinn, wenn die heutigen Abgeordneten über die kommenden bestimmen.“ Er schlägt die Reform zu Beginn der neuen Legislaturperiode vor.

Einen Wechsel gibt es an einer der wichtigsten Schaltstellen im CSU-Kreisverband. Nach 17 Jahren hat Thomas Bauer das Amt des Kreisgeschäftsführers abgegeben. Ihm folgt der Ex-Kreischef der Jungen Union, Alexander Attensberger. Der 30-Jährige aus Erding arbeitet bei der Münchner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die Organisation des Kreisverbandes und der Wahlkämpfe.

CSU für Klimaschutzbeirat, aber gegen eigenen Ausschuss

Bauer bleibt Sprecher der Kreistagsfraktion. In dieser Funktion kündigte er an, dass die CSU den Antrag der Grünen auf einen Ausschuss für Klima-, Umwelt- und Naturschutz nicht unterstützen, sondern einen eigenen Antrag vorlegen werde. „Wir wollen einen Beirat für diese Themen, dem nicht nur Kreisräte, sondern auch externe Experten etwa aus der Landwirtschaft und aus den Verbänden angehören.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Flughafen München: Münchner rennt ohne Maske durchs Terminal - Sein Attest macht Beamte sprachlos
Ein Münchner will am Flughafen München die Maskenpflicht umgehen und legt ein falsches Attest vor. Doch nicht mit der Bundespolizei. Sie veröffentlichen dieses Foto …
Flughafen München: Münchner rennt ohne Maske durchs Terminal - Sein Attest macht Beamte sprachlos
Urlaubsvertretung für Pfarrer darf nicht kommen: Bockhorner Pfarrgemeinderat sauer aufs Ordinariat
Gerhard Lemmermeier vom Bockhorner Pfarrgemeinderat ist sauer auf das Ordinariat. Grund: Der beliebte Sommerpfarrer Andrzey Kopiczko darf heuer nach 25 Jahren erstmals …
Urlaubsvertretung für Pfarrer darf nicht kommen: Bockhorner Pfarrgemeinderat sauer aufs Ordinariat
Endlich ein Trainingsplatz für die Spürnasen
Die Arbeiten sind abgeschlossen: Die Rettungshundestaffel der Pastettener Feuerwehr hat nun einen Platz, auf dem sie regelmäßig trainieren können.
Endlich ein Trainingsplatz für die Spürnasen
Ein Erlebnistag auf dem Gronimushof
Da war handwerkliches Geschick gefragt.
Ein Erlebnistag auf dem Gronimushof

Kommentare