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Corona kann tödlich sein. Diese Grafik zeigt die Altersverteilung der verstorbenen Covid-19-Patienten im ersten Jahr der Pandemie im Landkreis Erding.

Zusätzliche Dosen über Apotheken – 29 neue Corona-Fälle

Ab 7. April dürfen  alle Hausärzte impfen

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt weiter, 29 sind allein am Freitag dazugekommen. Dafür dürfte bald deutlich mehr geimpft werden.

Erding – Erstmals seit knapp zwei Wochen muss auch wieder ein Covid-19-Patient auf der Intensivstation des Klinikums behandelt werden, allerdings nicht beatmet. Insgesamt sind es dort zwölf Pandemie-Patienten, teilt Landratsamtssprecherin Daniela Fritzen mit.

Das Robert-Koch-Institut gibt die Sieben-Tage-Inzidenz mit 89,0 an, am Donnerstag war der Wert bei 82,5 gelegen. Aktuell gelten 272 Landkreisbürger als Sars-CoV-2-positiv, zehn mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen steigt um 19 auf 5239. Insgesamt sind nun 5614 Infektionen registriert.

Das BRK berichtet von 355 Impfungen am Donnerstag. 19 392 Dosen wurden bislang verabreicht, darunter sind 6822 Zweitimpfungen.

Fritzen kündigt an, dass ab 7. April die Hausärzte flächendeckend in die Impfkampagne einsteigen dürfen. Die Vakzine erhalten sie über die Apotheken, zusätzlich zu denen des Impfzentrums. Das bedeutet, dass bald deutlich mehr Menschen gegen das Virus geimpft werden können, denn der Freistaat hat für April 2,3 Millionen Impfdosen in Aussicht gestellt. Bislang fand in sechs Erdinger Arztpraxen ein Pilotversuch statt, einer der ersten in Bayern. Dieser mündet nun in den Regelbetrieb.

Die Zahl der Tests an der Screeningstelle stieg am Donnerstag um 224 auf 49 000.

Pech für elf Schüler und einen Lehrer der Carl-Orff-Grundschule Altenerding: Kurz vor den Osterferien wurden sie in Quarantäne geschickt – und müssen nun zu Hause in Isolation bleiben.

Landrat Martin Bayerstorfer kündigte an, der Landkreis werde sich um das Öffnungs-Modellprojekt bewerben. Der Startschuss fällt am 12. April. Die Flughafenregion sei wegen der Teststruktur sowie der Mischung urbaner und ländlicher Räume für den Versuch optimal geeignet. Bereits am Donnerstag hatte OB Max Gotz die Bewerbung angekündigt (wir berichteten).

Weil nach wie vor unklar ist, ab wann wieder regulärer Präsenzunterricht stattfinden kann, rüstet der Landkreis seine Schulen digital weiter auf. „Derzeit arbeiten wir mit Hochdruck am Ausbau der Wlan-Struktur“, berichtet Sprecherin Claudia Fiebrandt-Kirmeyer. Mittlerweile verfügten alle Landkreisschulen über leistungsstarkes Wlan. „Parallel dazu wird die Bandbreite der Internetanschlüsse der Schulen weiter so weit als möglich angehoben und die Up- und Downloadgeschwindigkeiten spürbar erhöht“, verspricht Fiebrandt-Kirmeyer. Für den Unterricht selbst wurden 99 Dokumentenkameras, 395 Smartphone-Halterungen, 70 Webcams sowie zehn Headsets und 385 Mikrofone bestellt. „Der Landkreis investiert somit erneut 80 000 Euro in die Bildungsstruktur.“ Zudem ordert er mit Mitteln des Freistaats 416 Lehrer-Laptops mit Zubehör - für über eine halbe Million Euro, darüber hinaus 108 weitere Laptops für die Berufsschule im Wert von 100 000 Euro. 

ham

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