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Der Lolli-Test kann klassen- und Kitagruppenweise Corona-Infektionen aufspüren. Er wird jetzt auch im Landkreis Standard.

Deutlich weniger Neuinfektionen als vor einer Woche, aber mehr Intensivpatienten

Corona-Inzidenz fällt signifikant

  • Hans Moritz
    VonHans Moritz
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In der vierten Corona-Welle im Landkreis Erding war am Mittwoch eine deutliche Entspannung zu beobachten.

Erding - Zwar wurden 29 neue Infektionen bekannt, das sind aber 17 weniger als vor einer Woche. An diesem Donnerstag dürfte sich das merklich auf die Sieben-Tage-Inzidenz auswirken. Die ist im Vergleich zum Dienstag bereits signifikant gesunken – von 141,1 auf 129,6, teilt das Robert-Koch-Institut mit.

Die frisch Infizierten sind zwischen vier und 90 Jahre alt und kommen aus Erding, St. Wolfgang (je 7), Taufkirchen, Wörth (je 3), Dorfen, Oberding, Wartenberg (je 2), Finsing, Lengdorf und Moosinning (je 1). Die Zahl der Gesamtinfizierten hat erstmals die 8000er-Marke übersprungen – 8024. Diese Zahlen nennt Landratsamtssprecherin Nicole Tietze. Auf der anderen Seite stehen 7568 Genesene und seit Monaten unverändert 118 Todesopfer. Folglich sind den Behörden aktuell 338 Infizierte bekannt, 667 Landkreisbürger befinden sich in Quarantäne, so Tietze.

Im Klinikum Erding liegen derzeit zwar nur zehn Covid-19-Patienten, einer weniger als am Vortag, allerdings sind es nun bereits vier auf der Intensivstation. Zwei müssen künstlich beatmet werden.

Wie wichtig die Impfung ist, zeigt diese Statistik: „Keiner der aktuell wegen Corona auf Intensivstation betreuten PatientInnen ist geimpft“, bilanziert Tietze. Seit dem 10. August seien im Klinikum 38 Patienten behandelt worden, die mit oder an Corona erkrankt eingeliefert worden seien. Davon seien zwölf Personen vollständig geimpft gewesen. Nicht alle wurden wegen Covid-19 aufgenommen.

Die Zahl der Impfungen stieg am Mittwoch um 364 auf 162 406. 84 400 Menschen im Landkreis sind vollständig geimpft, das sind 61,2 Prozent der Gesamtbevölkerung des Landkreises. Die Impfquote bei den über Zwölfjährigen liegt bei 69,1 Prozent.

Die Quarantäneanordnungen des Gesundheitsamtes für Schulen und Kitas gehen weiter. Neu dazugekommen sind die Realschule Oberding (sechs Kinder) und die Realschule Heilig Blut in Erding (22).

Der Ministerrat hat am Mittwoch beschlossen, die Kita-Teststrategie auszuweiten. „Statt Antigen-Selbsttests können vor Ort zukünftig auch PCR-Pool-Testungen angeboten werden“, kündigt Tietze an. Die Teilnahme an Letzteren im Bereich der Kindertagesbetreuung sei weiterhin freiwillig. Der Freistaat stellt Kommunen und Kita-Trägern dafür bis Jahresende bis 28 Millionen Euro zur Verfügung. Das Ziel: so viele Tests wie möglich. ham

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