Coronavirus - Spanien
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Insgesamt 22 Landkreisbürger sind bislang an Covid-19 verstorben. Drei Tote sind allein am Mittwoch zu beklagen.

70 neue Infektionen – Inzidenz bei 294,9

Corona: Drei Tote an einem Tag

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Die Corona-Pandemie hat im Landkreis Erding einen traurigen Rekord erreicht: Binnen eines einzigen Tages sind gleich drei Todesfälle zu beklagen.

Erding – Nach Angaben des Landratsamtes handelt es sich bei den Verstorbenen um drei hoch betagte Landkreis-Bürgerinnen, die im Klinikum Erding und im Krankenhaus Vilsbiburg verstorben sind.

Am Mittwoch meldete das Gesundheitsamt erneut eine hohe Zahl neu Infizierter – 70. In den vergangenen sieben Tagen gab es damit im Landkreis auf 100 000 Einwohner bezogen 294,9 Neu-Infizierte (Vortag: 292,8). Auch die Zahl der Genesenen stieg deutlich – und zwar um 88 auf 2100 Bürger. Damit gelten derzeit 554 Personen als infiziert (Vortag: 575).

Beim Sieben-Tage-Wert beruft sich das Erdinger Gesundheitsamt auf die ihm mitgeteilten Fälle. Nach der seit dieser Woche gültigen 9. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung müssen aber die Werte des Robert-Koch-Instituts (RKI) herangezogen werden. Daran bemessen sich auch neue Einschränkungen oder Erleichterungen des öffentlichen Lebens.

Im Klinikum Erding werden derzeit 27 Covid-19-Patienten behandelt, fünf davon auf der Intensivstation. Drei müssen künstlich beatmet werden. Mit den drei neuen Todesfällen sind seit Pandemie-Beginn 22 Menschen an Covid-19 verstorben. Am Testzentrum in Erding wurden 319 Personen getestet. Insgesamt wurden bisher 22 262 Tests durchgeführt. Die hohe Abstrich-Zahl lässt die Erwartung zu, dass auch in den kommenden Tagen mit hohen Infektionswerten zu rechnen ist.

Sie wirken sich unverändert stark auf Quarantäne-Anordnungen aus. Weitere Bildungs- und Betreuungseinrichtungen sind betroffen. Die Heimisolation gilt aufgrund positiver Covid-19-Fälle nun auch für 87 Schüler und einen Lehrer der Berufsschule Erding, für 15 Kinder und zwei Erzieherinnen des Kinderhauses Pauli Bekehrung in Taufkirchen und für 25 Schüler des Korbinian-Aigner-Gymnasiums.

Am heutigen Donnerstag wird die Koordinierungsgruppe des Landratsamts entscheiden, ob die Klassen ab der achten Jahrgangsstufen ab 7. Dezember geteilt werden. Die neue gesetzliche Regelung schreibt das an sich bei einem derart hohen Inzidenzwert wie in Erding vor. Allerdings haben sich die Leiter der Realschulen und Gymnasien dafür ausgesprochen, bis zu den Weihnachtsferien ab 18. Dezember nicht zu ändern. 

Die neuen Fälle kommen aus Erding (23), Dorfen (10), Bockhorn (8), Taufkirchen (6), Steinkirchen (3), Wartenberg (3), Finsing (2), Moosinning (2), Neuchign (2), Oberding (2), St. Wolfgang (2), Buch am Buchrain, Forstern, Fraunberg, Hohenpolding, Kirchberg, Langenpreising und Wörth (je 1).

zie/ham

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