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Rot und rosa überzogen ist die Corona-Deutschland-Karte. Erding ist Hochinzidenzgebiet.

Aktuell fünf „kleinere Ausbrüche“ – 278 neue Fälle

Corona: Heime besser geschützt

  • Hans Moritz
    VonHans Moritz
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Auch in der vierten Welle stehen die Alten- und Pflegeheime im Fokus. Hier sind die Menschen am meisten gefährdet. Das ist die Pandemielage vom Mittwoch.

Erding - Landratsamtssprecherin Daniela Fritzen teilt mit, dass es derzeit kleinere Ausbrüche mit mehreren Fällen in fünf Einrichtungen gebe. „Betroffen sind hier 30 Mitarbeiter und 28 Bewohner in Dorfen, Erding, Kirchberg und Wartenberg“, so Fritzen. In weiteren sechs Häusern handle es sich um Einzelfälle, nämlich zehn Beschäftigte. „Eine Ausbreitung hat nicht stattgefunden“, versichert Fritzen.

Das BRK-Impfteam habe für die Auffrischungsimpfungen bereits sämtliche Heime aufgesucht. Es könnten aber weiterhin Termine vereinbart werden, sobald der Impfschutz bei Bewohnern und Personal abnimmt.

„Generell kann festgestellt werden, dass die erfolgten Impfaktionen in den Heimen Wirkung zeigen und die Heime im Vergleich zum Vorjahr in den Verläufen bislang deutlich weniger stark betroffen sind, und die Ausbreitungen deutlich besser verhindert werden können“, betont die Sprecherin.

Zu den allgemeinen Impfungen erklärt Sprecherin Claudia Fiebrandt-Kirmeyer, dass bei Drittimpfungen über 30-Jähriger nun ausschließlich das Präparat von Moderne eingesetzt werde. Für Erst- und Zweitimpfungen stehe weiterhin auch der Impfstoff von Biontech und Johnson & Johnson zur Verfügung.

Allein am Dienstag wurden 733 Impfungen verabreicht, die Quote steigt auf 64,6 Prozent, die der über Zwölfjährigen beträgt 72,9 Prozent.

Im Erdinger Klinikum haben am Mittwoch mehrere Bundeswehrsoldaten ihren Dienst angetreten. Nach einer Unterweisung unterstützen sie das von Corona stark beanspruchte Pflegepersonal in unterschiedlichen Bereichen. Landrat Martin Bayerstorfer zeigte sich dankbar und sprach von einer „wertvollen Hilfe“.

Am Mittwoch wurden 278 neue Corona-Infektionen bekannt. Eingerechnet sind zahlreiche verspätete Meldungen vom Dienstag, für den nur 35 Neu-Ansteckungen gemeldet worden waren. . Die Betroffenen sind zwischen null und 96 Jahre alt. Sie kommen aus Erding (82), Taufkirchen (25), Dorfen (23), St. Wolfgang, Bockhorn (je 13), Isen (12), Buch am Buchrain (11), Fraunberg (10), Moosinning, Pastetten (je 9), Lengdorf, Oberding (je 8), Finsing, Wartenberg, Wörth (je 7), Neuching (6), Eitting (5), Berglern, Forstern, Kirchberg, Langenpreising, Ottenhofen (je 3), Hohenpolding, Inning am Holz, Steinkirchen, Walpertskirchen (je 2). Die Inzidenz betrug am Mittwoch 735,8. 

Aktuell sind 1569 Infizierte registriert, in Quarantäne befinden sich 2220 Personen, darunter neu 23 Kinder der Carl-Orff-Grundschule Altenerding und eines der Grundschule Finsing. In einer Wartenberger Asylunterkunft wurden zwei Bewohner positiv getestet. Es wurden Quarantäne und Reihentestungen angeordnet, so Fiebrandt-Kirmeyer. ham

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