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Besser als sein Ruf: Der Impfstoff von AstraZeneca, der auch in Erding eingesetzt wird.

Erweiterte Impfreihenfolge – Inzidenz erlaubt Ladenöffnungen

Jetzt sind Lehrer und Erzieher dran

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Es ist knapp, aber der Öffnung der Läden an diesem Montag im Landkreis Erding steht nichts im Wege. Nun wird auch im Kreis Erding die Impfreihenfolge geändert.

Erding – Die Sieben-Tage-Inzidenz entwickelte sich nach Berechnungen des Robert-Koch-Instituts von 42,0 am Freitag auf 48,5 am Samstag und 47,8 am Sonntag – also unter dem Schwellenwert 50. Bundesweit betrug die Inzidenz am Sonntag 66,1. Die Reproduktionszahl liegt in Gesamt-Deutschland aber bei knapp über 1. Die Pandemie nimmt wieder leicht an Fahrt auf.

Gute Nachrichten hat das BRK für Lehrer, Erzieher und chronisch Kranke: Sie werden ab dieser Woche geimpft. Dafür kommt der Impfstoff von Moderna zum Einsatz, der bereits ans Impfzentrum in Erding geliefert wurde.

Bislang hat das BRK 12 117 Landkreisbürger gegen Corona geschützt, allein vergangene Woche waren es 1637, davon 406 durch das mobile Team. Insgesamt 1915 erhielten das Vakzin in einer der Kliniken. 4818 verfügen dank zweiter Spritze bereits über den vollständigen Schutz.

Führende Ärzte appellieren an die Bevölkerung, ihre Vorbehalte gegen den Impfstoff von AstraZeneca aufzugeben, zumal dieser von der Ständigen Impfkommission (StIKo) nun auch für über 65-Jährige empfohlen werde. Dr. Rainald Kaube, Ärztlicher Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz, ärgert sich, dass dieses Vakzin schlecht geredet werde. „Es ist genauso wirksam wie die anderen. AstraZeneca schützt definitiv vor Ansteckungen und schweren Verläufen.“ PD Dr. Lorenz Bott-Flügel, Ärztlicher Direktor am Klinikum Erding, zitiert aus Studien, denen zufolge kein mit AstraZeneca Geimpfter ins Krankenhaus gemusst oder einen schweren Verlauf gehabt habe, geschweige denn an oder mit dem Sars-Cov-2-Virus gestorben wäre.

Immerhin musste im Landkreis noch keine einzige Dosis weggeworfen werden. „Wir verimpfen alles“, versichert BRK-Kreisgeschäftsführerin Gisela van der Heijden. Bleibe etwas übrig, würden so genannte Reserveimpflinge angerufen, die sofort kommen müssen.  ham

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