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Nur eine neue Infektion brachte eine weitere Reihentestung an der Klinik Wartenberg hervor.

Zu wenig Dosen geliefert – 59 Infektionen am Wochenende – Aufatmen in Wartenberg

Corona: Vorerst keine Erst-Impfungen mehr

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Die Lieferschwierigkeiten mit dem Corona-Impfstoff wirken sich jetzt auch massiv im Landkreis Erding aus. Die nächsten Wochen kann kein Erst-Schutz gespritzt werden. Es gibt 59 neue Infektionen und ein weiteres Todesopfer.

Erding – Schwerer Rückschlag bei der Impfkampagne gegen das Corona-Virus: In den kommenden Wochen erhält das BRK Erding nur sehr kleine Mengen an Impfstoff, die noch dazu ausschließlich für den zweiten Durchgang reserviert werden müssen, berichtet Landratsamtssprecherin Claudia Fiebrandt-Kirmeyer. Deswegen findet vorerst kein Erst-Schutz statt, Hunderte vergebene Termine müssen umgeplant werden. Ursache sind Lieferschwierigkeiten des Herstellers Biontech/Pfizer. (siehe auch Bericht im Bayernteil). 2066 Landkreisbürger verfügen über den ersten Schutz.

Bei 59 Personen zwischen sieben und 72 Jahren ist übers Wochenende Corona diagnostiziert worden. Und es kam zu einem weiteren Todesfall, es ist der 62., so die Sprecherin.

Das Robert-Koch-Institut gibt die Sieben-Tage-Inzidenz für Erding unverändert mit 141,1 an. Insgesamt sind seit März 4754 Infektionen aktenkundig, die Zahl der Genesenen steigt um 17 auf 3958. Dieser Wert steigt seit Tagen auffallend langsam. Folglich gelten derzeit 734 Landkreisbürger als Sars-CoV-2-positiv (Freitag: 693).

Im Klinikum Erding werden 19 Covid-19-Patienten behandelt. Davon liegen drei auf der Intensivstation, einer wird künstlich beatmet. In der Klinik Wartenberg sind es 16 Patienten. Seit Freitag waren 642 Corona-Tests, ihre Summe beträgt 35 993.

An der Klinik Wartenberg entspannt sich die Lage weiter. Am Freitag fand eine weitere Reihentestung mit 316 Abstrichen – 276 Mitarbeiter und 40 Patienten – statt, berichtet Sprecherin Irene Hilf. „Das Ergebnis gibt Anlass zu vorsichtigem Optimismus.“ Alle Tests bei den Patienten seien negativ gewesen. In der Belegschaft sei nur eine bisher nicht bekannte Neuinfektion entdeckt worden. Zwei Tests waren ungültig, die beiden wurden vorsorglich in Quarantäne geschickt getestet, so Hilf. Der nächste Reihentest ist für morgen, Mittwoch, angesetzt.

„Sollte dessen Ergebnis ähnlich günstig ausfallen, hoffen wir, in Kürze wieder zu einem regulären Betrieb übergehen zu können“, so Pandemiebeauftragter Chefarzt Dr. Klaus Friedrich Becher. Er dankt dem Katastrophenschutz für die Unterstützung und den Mitarbeitern für ihre Disziplin.

Hilf betont, dass ambulanter Therapiebereich und mobile geriatrische Reha zu keiner Zeit betroffen gewesen seien. „Hier läuft der Betrieb mit einem eigenen Hygienekonzept normal weiter.“

Nach einem positiven Fall müssen fünf Kinder und zwei Betreuerinnen des Vilstal-Kinderhauses in Taufkirchen in Quarantäne. Das gilt auch für eine zweite Asylunterkunft in Erding. ham

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