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Solche Bilder wird es heuer nicht geben: Wegen der Corona-Krise wurden alle Maifeiern abgeblasen. Unser Bild entstand vor einem Jahr in Finsing. 

tämme bleiben vorerst im Wald – Feier am 3. Oktober möglich

Was passiert mit den Maibäumen?

Der blaue Himmel und die frühsommerlichen Temperaturen in den vergangenen Tagen hätten die Vorfreude vieler Bürger auf den 1. Mai geweckt. Für Freitag ist zwar nur durchwachsenes Wetter angesagt, doch gefeiert wird ohnehin nicht – wegen Corona. Bleibt die Frage: Was passiert nun mit den Maibäumen?

Landkreis – „Es gibt prinzipiell viele Möglichkeiten, was wir nun tun können“, sagt Lorenz Söhl, Chef der Eicherloher Maibaumgesellschaft. „Der Baum ist bereits gefällt und vorerst im Ebersberger Forst belassen worden. Die Überlegungen, ob wir ihn heuer, aber später, oder erst nächstes Jahr aufstellen, sind noch nicht abgeschlossen. Es steht aber noch nichts Genaues fest.“ Was mit der 39 Meter langen Douglasie passiert, wird laut Söhl eine gemeinsame Entscheidung.

In Karlsdorf bei Forstern wurden bereits am 13. März – und damit vor dem offiziellen Verbot von Großveranstaltungen – sowohl das Maibaumstüberl als auch das Aufstellen am 1. Mai abgesagt. „Wir haben die Entwicklung der Lage sehr genau beobachtet“, schildert Franz-Josef Obermaier, Vorsitzender der Schützengesellschaft Eichengrün Karlsdorf. „Nachdem die Fallzahlen kontinuierlich angestiegen waren, war eine frühzeitige Absage die absolut richtige Entscheidung.“

Die Planung für das Karlsdorfer Maifest, bei dem mit über 2000 Gästen gerechnet wurde, waren bereits abgeschlossen. Der Baum, erklärt Obermaier, bleibe jetzt bis September erst einmal im Wald. Nächstes Jahr soll ein neuer Versuch unternommen werden. Das Fest werde aber „wahrscheinlich in einem kleineren Kreis stattfinden müssen“, vermutet Obermaier.

Der Langengeislinger Burschenverein hatte ebenfalls bereits den Großteil seiner Planungen abgeschlossen. Es fehlten nur noch letzte Kleinigkeiten, wie Arbeitseinteilung oder Essensbestellungen, als auch hier das Maifest abgesagt werden musste. Der Maibaum wird laut Burschen-Chef Tobi Gaigl erst einmal aufgehoben und vielleicht später im Jahr aufgestellt.

Dafür habe man unter anderem den 3. Oktober, Tag der Deutschen Einheit, ins Auge gefasst. „Aber das ist von der dann aktuellen rechtlichen Regelung abhängig“, sagt Gaigl. Ansonsten werde es die Feierlichkeiten erst wieder im Frühjahr 2021 geben – und dann wahrscheinlich mit einem neuen Stamm.

„Wir hätten unseren Baum erst am 11. April aus dem Wald geholt, deshalb haben wir immer gesagt, dass wir abwarten können“, schildert Gaigl. „Aber kurz vor der Ausgangsbeschränkung haben wir dann doch beschlossen, alles frühzeitig abzusagen, weil die Gesundheit an oberster Stelle steht.“ Auch, wenn damit allerorten auf die bewährte Tradition und Geselligkeit rund um den Maibaum verzichtet werden muss.

 KATHI KRONTHALER

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