Themenbild Corona Pandemie:Bayern beschliesst Ausgangsbeschraenkung.
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Täglich greift die Polizei Corona-Sünder aus. Unser Bild entstand in München.

Corona: Wert bei 152,7 – 45 neue Fälle – Täglich Strafanzeigen

Inzidenz springt wieder nach oben

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Die Corona-Pandemie im Landkreis Erding ist wie der April – launisch und wechselhaft. Am Dienstag wurden 45 neue Ansteckungen bekannt. Gleichzeitig gelten aber auch 122 Infizierte als neu genesen.

Erding – Als akut angesteckt sind 315 Landkreisbürger registriert, 77 weniger als am Montag, berichtet Landratsamtssprecherin Claudia Fiebrandt-Kirmeyer. 6056 Ansteckungen stehen 5636 Genesenen gegenüber. Derzeit befinden sich 714 Personen in Quarantäne. Dazu gehören jetzt auch 15 Kinder und drei Mitarbeiter des Kinderhauses Hörlkofen, in dessen Umfeld es einen Covid-Fall gab.

Wegen der zahlreichen Neuansteckungen übers Wochenende und Nachmeldungen ist die Sieben-Tage-Inzidenz sprunghaft angestiegen – von 102 auf 152,7. Bayernweit beträgt sie 160, im Bund 140,9. Diese Zahlen nennt das Robert-Koch-Institut.

Im Klinikum Erding werden unverändert acht Covid-19-Patienten behandelt, davon zwei auf der Intensivstation, die aber nicht künstlich beatmet werden müssen. Am Montag ließen sich 296 Personen testen, in Summe sind es damit 55 234 Abstriche.

Fiebrandt-Kirmeyer kündigt an, dass die Öffnungszeiten der Screeningstelle am Erdinger Schwimmbad wieder erweitert werden – ab sofort auf die Wochenenden von 10 bis 16 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Die Zahl der Impfungen durch das BRK steigt nach 307 verabreichten Dosen am Montag auf 26 713, darunter sind 8378 Zweitimmunisierungen. 7829 Dosen gingen an Kliniken und Praxen. Die tatsächliche Zahl der Geimpften liegt deutlich höher, denn die Hausärzte bestellen ihre Lieferungen selbst.

Seit Anfang April, berichtet Fiebrandt-Kirmeyer, schickt die Führungsgruppe Katastrophenschutz BRK und Malteser in die Schulen, um Lehrer und Kinder in der Anwendung der Selbsttests zu unterweisen. „Wir wollen damit mehr Sicherheit bieten“, betont Landrat Martin Bayerstorfer.

Beim Verbraucherschutz des Landratsamtes sind seit Pandemiebeginn 1851 Anzeigen gegen Betriebe und Personen wegen angeblicher Verstöße gegen die Corona-Gesetze erstattet worden. Laut der Sprecherin resultieren daraus 938 Bußgeldbescheide und 225 Ermahnungsschreiben. In weiteren 441 Fällen sei noch eine Anhörungsfrist offen. 152 Anzeigen ließen sich nicht weiterverfolgen. Gegen die Bescheide liegen 145 Einsprüche vor. 

ham

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