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Coronasichere Lüftungen für die Schulen

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Von: Hans Moritz

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Auch die Lüftungen am Anne-Frank-Gymnasium in Erding sollen ertüchtigt werden. Vom Bund gibt es dafür richtig viel Geld. © Hans Seeholzer

Bei der Bestellung mobiler Luftfilter im Kampf gegen das Corona-Virus war der Landkreis Erding Vorreiter. Sie sind noch kein Jahr in Betrieb, da könnten sie bald schon wieder ausgedient haben. 

Erding - Der Landkreis greift auf ein millionenschweres Förderprogramm des Bundes zurück und ertüchtigt bestehende Lüftungen in seinen Schulen coronakonform, ebenso das Klinikum.

Offen ist, was dann mit den gerade erst angeschafften mobilen Filtern passiert. Im Ausschuss für Bauen und Energie des Kreistags machte Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) deutlich, dass er die Weiterverwendung dieser Geräte als Bestandteil des Gesamtpakets sehe. Sie könnten etwa zusätzlich in den Schulen bleiben oder anderweitig genutzt werden.

Matthias Huber von der Liegenschaftsverwaltung berichtete, dass die Förderhöhe 80 Prozent und maximal eine halbe Million Euro pro Standort betrage. Fristende sei der 31. Dezember. Kurios: Die Förderung gilt nur für Schulen mit Kindern unter zwölf Jahren. Dennoch kann der Landkreis die Mittel beantragen, weil sich grundsätzlich in allen Räumen Kinder unter zwölf Jahren aufhalten können. An allen anderen Schulen beträgt die maximale Förderung 200 000 Euro.

Ertüchtigt beziehungsweise ausgetauscht werden sollen die fest installierten Lüftungen am Anne-Frank-Gymnasium, am Gymnasium Dorfen, an der Herzog-Tassilo-Realschule, an der Realschule Taufkirchen, an den Förderschulen sowie an der Berufsschule. Gleiches gilt für die Kliniken in Erding und Dorfen, wo laut Huber nur Verbesserungen und keine Neueinbauten erforderlich sind.

Angenehmer Nebeneffekt: Die Lüftungen können im Sommer Nachtkühle in die Gebäude einspeisen. Insgesamt werde der Energieverbrauch sinken.

Huber will mit dem Antrag vorerst nur alle Chancen wahren. Erst nach Bewilligung und Angabe der Förderhöhe soll die Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen geprüft und entschieden werden, welche Einrichtungen wann ertüchtigt werden.

Christian Pröbst (CSU) riet zu dem Umbau, den er auch in Wartenberg forciere. Man habe in Deggendorf Anlagen besichtigt und sei sehr zufrieden. „Sie sind leiser als die mobilen Geräte und senken den Stromverbrauch.“ Allerdings wurde auch klar: Jeder Einbau ist mit einer größeren Baustelle verbunden.

ham

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