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58 245 Bürger haben sich bislang an den beiden Screeningstellen auf Sars-CoV-2 testen lassen.

Unstimmigkeiten bei der Inzidenz – Lage auf Intensivstation spitzt sich zu – 52 neue Fälle an einem Tag

Hausärzte dürfen AstraZeneca jetzt frei verimpfen

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Die Corona-Inzidenz für den Landkreis Erding sorgt – wieder einmal – für Verwirrung. Am Klinikum werden allmählich die Kapazitäten knapp. Die Infektionszahlen steigen weiter an. Das ist die Lage vom Donnerstag.

Erding – Das Robert-Koch-Institut gab sie am Donnerstag mit 156,3 an, und das trotz zahlreicher neuer Fälle. Laut RKI-Homepage hat das Landesamt für Gesundheit aber gerade einmal einen neuen Fall ans RKI übermittelt. Die tatsächliche Inzidenz dürfte also weit höher liegen.

Das Gesundheitsamt berichtete am Donnerstag von 52 weiteren Ansteckungen. Insgesamt sind es damit 6425. Die Zahl der Genesenen steigt um 18 auf 5813, sodass aktuell 507 Landkreisbürger als Sars-CoV-2-positiv gelten, 34 mehr als am Tag zuvor. Diese Zahlen nennt Behördensprecherin Claudia Fiebrandt-Kirmeyer.

Im Klinikum Erding werden aktuell 19 Covid-19-Patienten betreut, davon 6 auf der Intensivstation und drei beatmet – so viele wie seit Monaten nicht mehr (siehe Interview oben).

Das BRK hat am Mittwoch 358 Impfungen verabreicht, die Hausärzte in den vergangenen Tagen 1165. Insgesamt sind es damit 38 127 Immunisierungen. „Die Impfgeschwindigkeit hat deutlich zugenommen, sodass Erding mittlerweile mit einer Impfquote von 28,53 Prozent gemeinsam mit Ebersberg den Spitzenplatz im Vergleich zu den Nachbarlandkreisen belegt“, berichtet Fiebrandt-Kirmeyer. Allein die niedergelassenen Ärzte haben bislang 6513 Dosen injiziert.

Die Sprecherin betont: „Ab sofort besteht nach Aufhebung der Priorisierung des Impfstoffes AstraZeneca für alle Erwachsenen die Möglichkeit, eine Impfung mit diesem Vakzin bei den niedergelassenen Ärzten zu erhalten.“ Dies gelte aber nicht für das Impfzentrum.

An der Screeningstelle wurden zuletzt 321 Personen getestet, sie verzeichnet mittlerweile 58 245 Abstriche.

Neu in Quarantäne müssen zwölf Kinder und drei Mitarbeiter des Regenbogen-Kindergartens in Dorfen sowie sechs Kinder und zwei Beschäftigte des Kinderhauses Hörlkofen. Landkreisweit steigt die Zahl der Isolierten auf einen neuen Höchststand von 1203.

Die Bürger halten sich nach wie vor überwiegend vorbildlich an die Corona-Regeln. Die Polizei berichtet weiterhin von nur wenigen Einsätzen in Bezug auf Verstöße in größerem Umfang, teilt Fiebrandt-Kirmeyer mit. „Mir ist bewusst, dass die Maßnahmen allen Bürgern nun schon seit über einem Jahr Einiges abverlangen. Dennoch bin ich froh, dass sich die Verstöße sehr in Grenzen halten und der Großteil der Menschen weiterhin durch richtiges Verhalten einen aktiven Beitrag zur Bewältigung der Corona-Pandemie leistet.“, lobt Landrat Martin Bayerstorfer. 

ham

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