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Stühle hoch heißt es ab Montag in der Gastronomie.

42 neue Fälle – Sieben-Tage-Zahl bei 110 – Ferien in Quarantäne

Covid-19: Höchster Wert seit 25. März

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Die Corona-Pandemie reicht im Landkreis an die Ausmaße der Spitze der ersten Welle heran. Mit 42 an einem Tag bekannt gewordenen Neu-Infektionen wurde am Donnerstag der höchste Wert seit 25. März erreicht.

Erding – Das berichtet Landratsamtssprecherin Claudia Fiebrandt-Kirmeyer. Das bedeutet eine Sieben-Tage-Inzidenz von 110,1 Neu-Ansteckungen bezogen auf eine Woche und 100 000 Einwohner. Folglich schaltet in Erding als einem der letzten Landkreise im Großraum München voraussichtlich zum Wochenende die Corona-Ampel von Rot auf Dunkelrot. Allerdings spielt das für den Alltag der Menschen kaum noch eine Rolle, da ab Montag der zweite Lockdown gilt. Bis zur offiziellen Ausweisung durch das Gesundheitsministeriums darf die Gastronomie noch bis 22 statt bis 21 Uhr öffnen.

Die neuen Fälle kommen aus Berglern, Dorfen (je 3), Eitting (1), Erding (18), Forstern, Isen (je 2) Langenpreising (1), Oberding (4), Ottenhofen, Steinkirchen (je 1), Taufkirchen (2), Walpertskirchen (1) und Wartenberg (3). Die Gesamtzahl seit März steigt auf 1152. Den zweiten Tag in Folge gibt es aber kaum Genesene, nämlich nur einen (gesamt 942). Das heißt: 199 Bürger sind akut mit Covid-19 infiziert.

Stabil geblieben ist die Zahl der Patienten, die wegen der Lungenkrankheit im Klinikum behandelt werden – fünf. Weiterhin muss niemand auf die Intensivstation verlegt oder künstlich beatmet werden (siehe Bericht oben).

Einen neuen Rekord vermeldet das Corona-Testzentrum des Landkreises am Erdinger Schwimmbad: 358 Abstriche wurden dort am Mittwoch genommen. Damit ist mit einer weiterhin stark steigenden Infektionszahl zu rechnen. In Summe sind es mittlerweile 13 092 Screenings.

Während sich die meisten Schüler auf die Herbstferien freuen, obwohl wegen des Lockdowns weder Reisen, noch Ausflüge oder Veranstaltungen erlaubt sind, dürfen rund 100 Schüler nicht einmal vor die Haustür. Sie stehen für 14 Tage unter Quarantäne. Betroffen sind nach positiven Tests 64 Schüler der Abiturklasse des Dorfener Gymnasiums, die elfte Klasse (Q 11) des Anne-Frank-Gymnasiums sowie eine Klasse des Bildungszentrums für Gesundheitsberufe. „Hier sind die Ermittlungen des Gesundheitsamtes noch nicht abgeschlossen“, betont Fiebrandt-Kirmeyer.  ham

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